Ein Unfall im Ausland: Was Sie wissen sollten

Unfall im Ausland: Was nun? Bereiten Sie den Ernstfall schon in Deutschland vor.

Unfall im Ausland: Was nun? Bereiten Sie den Ernstfall schon in Deutschland vor.

Den Gedanken an einen eventuellen Verkehrsunfall im Ausland hat wohl niemand gern, aber vor allem wenn Sie mit Ihrer Familie unterwegs sind, sollten Sie auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein.

Insbesondere wenn es zu einem Kfz Unfall im Ausland in der Mitte von Ihrem Urlaub kommen sollte, ist es wichtig, dass alles schnell und reibungslos geklärt werden kann, um den restlichen Urlaub weiter genießen zu können. Auch ein Unfall mit einem Mietwagen im Ausland ist nicht zu unterschätzen.

Deshalb fasst Ihnen der folgende Ratgeber die wichtigsten Punkte zusammen, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie unerwartet in einen Autounfall im Ausland geraten. Gute Vorbereitung zahlt sich hierbei aus!

Unfallversicherung im Ausland: Das A und O auf Reisen

Im Vorfeld sollten Sie sich deshalb um eine Autoversicherung für das Ausland kümmern, denn die normale Haftpflichtversicherung für Ihr Fahrzeug gilt nicht überall.

Kommt es zu einem Autounfall im europäischen Ausland, greift die in Deutschland abgeschlossene Haftpflichtversicherung von Ihrem Auto. Das bedeutet, dass Sie in allen EU-Mitgliedstaaten bereits automatisch versichert sind. Auch dazugehörige Inselgruppen sind darin mit eingeschlossen.

Sind Sie außerhalb dieses Raumes unterwegs, muss die Kfz-Versicherung im außereuropäischen Ausland zusätzlich organisiert werden. Dazu sollten Sie bestenfalls Kontakt zu Ihrem Versicherer aufnehmen.

Eine Kfz-Versicherung im Ausland weisen Sie über die sogenannte „grüne Karte“ nach, welche internationale Gültigkeit besitzt. Hauptsächlich gilt sie allerdings für europäische Staaten – bis heute betrifft dies insgesamt 46 Länder. Vor allem ist die grüne Karte wichtig, wenn es um die für eine Schadensregulierung wichtige Kommunikation geht.

Bei einem Unfall im Ausland der Schadensregulierung vorbeugen

Um bei einem Unfall im Ausland die Abwicklung zu erleichtern, ist eine gute Vorbereitung empfehlenswert. Folgende Dinge sollten demnach nicht vergessen werden:

  • Die grüne Karte sollte immer dabei sein, auch wenn Sie sie nicht unbedingt vorzeigen müssen.
  • Sie sollten auf jeden Fall die Telefonnummer vom Zentralruf der Autoversicherer dabei haben. In Deutschland ist das: 0800 25 026, aus dem Ausland: 0049 40 300 330 300.
  • Ein Formular für einen EU-Unfallbericht sollte in englischer Fassung sowie in der Landessprache Ihres Urlaubslandes ebenfalls dabei sein – falls ein Schaden aufgenommen werden muss.
  • Selbstverständlich sollten die im Urlaubsland geltenden Verkehrsregeln bei Reiseantritt bekannt sein.

Unfall im Ausland: Was Sie tun sollten, wenn der Ernstfall eintritt

Unfall im Ausland: deutsche Versicherung gilt auch im europäischen Raum.

Unfall im Ausland: deutsche Versicherung gilt auch im europäischen Raum.

Die wichtigste Regel bei einem Kfz-Schaden im Ausland lautet: Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und arbeiten Sie einfach die vorbereiteten Schritte ab. Zunächst gilt es natürlich auch hier, wenn nötig Erste-Hilfe-Maßnahmen zu treffen. Zudem sollte die Unfallstelle mit einem Warndreieck abgesichert werden. Innerhalb Europas gilt ebenso die bekannte Notrufnummer 112, wenn Rettungskräfte benötigt werden.

Haben Sie das unter Kontrolle, können Sie sich Dingen zuwenden, die für Versicherungen notwendig sind. Sogenannte „Blechschäden“ bedarf nicht zwingend der Polizei zur Klärung der Umstände. Nichtsdestotrotz ist es ratsam. Vor allem wenn es bei einem Autounfall im Ausland um die nachträgliche Regulierung von Schäden geht, kann es von Vorteil sein, wenn die Polizei den Unfall offiziell erfasst hat. Dabei sollten Sie sich notieren, von welcher polizeilichen Dienststelle die Beamten stammen und welches Aktenzeichen Ihrem Unfall zugeordnet wurde

Ein europäisches Unfallprotokoll bzw. ein Unfallbericht ist in solch einem Fall eigentlich unabdingbar, da Sie so sicherstellen können, dass alle wichtigen Daten von Ihnen und von anderen Beteiligten erfasst werden.

Das Protokoll sollte am Ende folgende Daten beinhalten:

  • Ort und Zeit des Unfalls
  • Unfallgegner: Name und Anschrift, Versicherungsscheinnummer
  • eventuell vorhandene Zeugen: Name und Anschrift
  • Kennzeichen aller Autos, die am Unfall beteiligt sind
  • Schäden an und in den Fahrzeugen inklusive einer Unfallskizze oder Fotos
  • Ein Regulierer für die Versicherung des betreffenden Landes hilft im Anschluss, alle Ansprüche zu klären. Dafür hat dieser 3 Monate Zeit. Passiert nichts, kann die Verkehrsopferhilfe weiterhelfen. Dabei gelten immer die Gesetze des betreffenden Landes.

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