Weihnachtsbaum-Tipps: Baum schlagen, transportieren und entsorgen

Rechtliches rund um den Weihnachtsbaum

Ein Weihnachtsbaum bringt viel Freude - aus rechtlicher Sicht ist allerdings einiges zu beachten.

Ein Weihnachtsbaum bringt viel Freude – aus rechtlicher Sicht ist allerdings einiges zu beachten.

Denken wir an die Weihnachtszeit, haben wir vor allem die schönen Dinge vor Augen. Die bunte Dekoration, das leckere Essen, die tollen Gerüche – das macht für viele den Zauber von Weihnachten aus. Einer der wichtigsten Bräuche für viele Menschen ist das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes im heimischen Wohnzimmer, der dann ausführlich geschmückt wird.

So einfach gestaltet sich die Beschaffung und Entsorgung des Tannenbaumes für viele Menschen jedoch nicht. Oft stehen rechtliche Fragen im Raum. Damit Sie die wichtigsten Antworten zum Thema Weihnachtsbaum immer parat haben, haben wir diesen Ratgeber für Sie zusammengestellt.

In diesem Kompendium sind Informationen zu unterschiedlichen Aspekten kompakt rund um Weihnachtsbäume zusammengefasst. So erhalten Sie beispielsweise Informationen über die Möglichkeiten der Weihnachtsbaumbeschaffung und erfahren, unter welchen Bedingungen das Selberschlagen eines Baumes erlaubt ist.

Weiterhin wird aufgezeigt, welche Vorgaben der Gesetzgeber beim Transport vorsieht, warum Brandschutz zu Weihnachten besonders wichtig ist und auf welche vielfältige Arten und Weisen die Weihnachtsbaumentsorgung nach den Feiertagen stattfinden kann. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Informieren und frohe Feiertage ohne rechtliche Zwischenfälle.

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Den gesamten Ratgeber mit allen Infos zu rechtlichen Themen rund um den Weihnachtsbaum können Sie hier auch direkt als handliches E-Book herunterladen.

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Bei aufkommenden Fragen liefert dann ein kurzer Blick ins Buch schnell die begehrten Antworten.

Weihnachtsbaum selber schlagen – Ganz ohne Rechtsprobleme

Weihnachtsbäume müssen nicht unbedingt gekauft werden

Das Weihnachtsbaumschlagen kann die Vorfreude auf das anschließende Dekorieren schüren.

Das Weihnachtsbaumschlagen kann die Vorfreude auf das anschließende Dekorieren schüren.

Jedes Jahr aufs Neue frönen die Menschen in der Weihnachtszeit vielen Bräuchen. Viele lieben es auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein zu genießen oder das Eigenheim mit leuchtendem Weihnachtsschmuck zu dekorieren. Überhaupt ist das Schmücken des Eigenheims für viele das Wichtigste.

Und da dürfen Weihnachtsbäume natürlich nicht fehlen. Viele fragen sich diesbezüglich: „Kann ich einen Baum aus dem Wald selbst besorgen oder muss ich doch zum Tannenhof und Geld ausgeben?“ Dieser Ratgeber verrät Ihnen, wie und wo Sie einen Weihnachtsbaum selber schlagen dürfen.

Sie werden ausführlich darüber aufgeklärt, was Sie alles beachten müssen, wenn Sie einen Tannenbaum eigenständig fällen, an welchen Orten diese Handlung überhaupt legal ist und welche Konsequenzen drohen, wenn Sie ungefragt und unerlaubt Weihnachtsbäume mit nach Hause nehmen.

Gegen Bezahlung den Weihnachtsbaum selber fällen

Es gibt viele Alternativen dazu, einen Baum einfach auf dem Tannenhof zu kaufen und mitzunehmen. So können Sie die Beschaffung des schmucken Grüns zu einem echten Abenteuer für die ganze Familie machen. Unter anderem bieten Tannenhöfe gegen Geld nämlich eigenständiges Baumschlagen an. Im Angebot sind dabei oft die verschiedensten Gattungen – Fichten, Kiefern, Weißtannen und mehr.

Sie wollten schon immer eine echte Nordmanntanne selber schlagen? Auch das ist bei dieser Beschaffungsvariante generell kein Problem. Vor der Anfahrt kann sich hier aber die Nachfrage lohnen, da nicht jeder Verkäufer alle Baumarten anbietet. Haben Sie sich für eine Baumart entschieden, packen Sie eine Axt oder Säge ein und auf geht es zum Baumfällen.

Auch für Kinder kann diese Art des Baumaussuchens besonders spannend sein. Spannen Sie diese beim Auswahlvorgang mit ein. Das schürt die Weihnachtstimmung und die Vorfreude auf die Geschenke, die später unter dem Baum liegen werden.

Entscheiden Sie sich dafür, so einen Weihnachtsbaum selber zu schlagen, profitieren Sie von weiteren Vorteilen. Verglichen mit den allgemeingültigen Marktpreisen, wird bei dieser Methode oft Geld gespart. Das liegt vor allem daran, dass die eigentliche Ernte und der Transport zum Verkaufsort von Ihnen nicht bezahlt werden muss.

Weihnachtsbäume zum Selberschlagen können ein echter Familienspaß sein.

Weihnachtsbäume zum Selberschlagen können ein echter Familienspaß sein.

Und wenn nicht auf den Preis geschaut wird, reizt schon das gemeinsame Familienerlebnis. Es hat ein gewisses Flair, wie in alten Zeiten aufzubrechen und den Christbaum selber zu schlagen. Da wissen Sie diesen gleich noch mehr zu schätzen.

Weihnachtsbäume: Nicht ganz so freie Auswahl im Wald

Generell spricht nichts dagegen, im Wald spazieren zu gehen – auch nicht in der Weihnachtszeit. Aber dürfen deshalb auch gleich Bäume nach Wahl gefällt werden? Mitnichten. Oft gehören öffentliche Wälder einer Stadt, einer Gemeinde oder sie dienen einer privatwirtschaftlichen Kultivierung der darin wachsenden Pflanzen- und Baumvielfalt.

Im letzteren Fall nutzt beispielsweise ein Tannenhof das Waldgebiet für die Anzucht. Wenn Sie hier einen Weihnachtsbaum selber schlagen, begehen Sie Diebstahl nach § 242 Strafgesetzbuch. Auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung ist hierbei nicht auszuschließen.

Unterschiedliche Strafen erwarten Sie, wenn Sie gegen dieses Gesetz verstoßen:

  • In öffentlichen Wäldern begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, die in der Regel mit einem Bußgeld belegt wird. Dieses variiert je nach Bundesland und kann für einen Baum zwischen 50 und 10.000 Euro liegen.
  • Handelt es sich um ein Privatgelände, hat der Grundstücksbesitzer das Recht, Schadensersatz zu fordern.
  • In seltenen Fällen sind sogar Freiheitsstrafen möglich.
Die hohen Bußgelder bzw. Schadensersatzansprüche zeigen: Von der widerrechtlichen Baumaneignung im Wald sollte abgesehen werden. Die Kostenersparnis kann sich sehr schnell in eine Kostenfalle verwandeln. Gegebenenfalls ist es jedoch möglich, bei der zuständigen Behörde (beispielsweise dem Forstamt) einen Antrag zu stellen. Wird diesem stattgegeben, kann entsprechend auch im betreffenden Wald ein Weihnachtsbaum besorgt werden.

Den eigenen Weihnachtsbaum im Garten selber schlagen

Der Weihnachtsbaum zum Selberschlagen lässt sich auch im eigenen Garten finden. Bei dieser Variante ist aber in der Regel einige Vorbereitung vonnöten. Sollten Sie nicht der glückliche Käufer eines Grundstücks mit großen Nadelbäumen sein, müssen Sie diese zunächst selbst anpflanzen. Und dann dauert es schon mal acht bis zehn Jahre, bis diese eine angemessene Größe erreicht haben, um als Weihnachtsbäume zu dienen. Auch auf diese Weise können Sie einen Weihnachtsbaum selber schlagen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Hat ein Gewächs im eigenen Hausgarten eine besonders stattliche Größe erreicht, können sich daraus aber auch schon wieder Probleme ergeben. In vielen Städten und Gemeinden gilt die sogenannte Baumschutzsatzung.

Vermeiden Sie es, im Wald einen Weihnachtsbaum illegal selber zu schlagen. Sonst wird es schnell teuer.

Vermeiden Sie es, im Wald einen Weihnachtsbaum illegal selber zu schlagen. Sonst wird es schnell teuer.

Daraus ergibt sich:

  • Die Satzung beinhaltet die Vorgaben, nach denen Bäume im privaten Garten gefällt werden dürfen.
  • Informieren Sie sich im Vorhinein bei Ihrer Gemeinde, um über alle Bedingungen im Bilde zu sein.
  • Viele Baumschutzsatzungen legen fest, dass ein Gewächs ab einer bestimmten Größe unangetastet bleiben muss (dabei zählt für gewöhnlich der Stammumfang). Diese geschützten Größen übersteigen oft jedoch das, was noch in ein Wohnzimmer passen würde.
Innerhalb der Satzung sind oft auch die Grundlagen für Ersatzpflanzungen festgehalten. Diese beziehen sich aber für gewöhnlich nur auf notwendige Fällungen, die beispielsweise im Rahmen von Verkehrssicherungen umgesetzt werden.

Wachsen die begehrten Pflanzen im Garten Ihres Nachbarn, gelten dabei natürlich dieselben Gesetze, wie es bei Ihrem eigenen Grundstück der Fall ist. Beachten Sie in jedem Fall die Reglungen innerhalb der Baumschutzsatzung, bevor Sie nebenan auf Baumjagd gehen.

Nicht zuletzt können Sie nicht nur strafrechtlich dafür belangt werden, wenn Sie illegal einen Weihnachtsbaum selber schlagen. Auch, wenn Sie jemanden damit beauftragen, machen Sie sich strafbar. Noch schlimmer kann die Strafe ausfallen, wenn Sie einen Tannenbaum illegal selber schlagen und weiterverkaufen. Die Tatbestände Diebstahl und Hehlerei treten dabei in Tateinheit auf und können ein besonders drastisches Strafmaß wahrscheinlicher machen.

Einen Weihnachtsbaum transportieren ohne Ärger zu bekommen

Der Baumtransport muss wohlüberlegt sein

Tanne geschlagen, und nun? Einen Weihnachtsbaum zu transportieren ist nicht immer leicht.

Tanne geschlagen, und nun? Einen Weihnachtsbaum zu transportieren ist nicht immer leicht.

Jedes Jahr aufs Neue ist es soweit: Die Menschen strömen in Massen auf die Tannenhöfe, um dort einen anmutigen Baum für ihr Wohnzimmer zu erwerben. Doch egal, ob direkt ein abholbereiter Christbaum gekauft oder gegen Geld eine Tanne selbst geschlagen wird, nach dem Erwerb stehen alle vor derselben Problematik: Wie erfolgt der Transport des Baumes, ohne dabei mit dem Gesetzgeber in Konflikt zu kommen oder gar einen Verkehrsunfall zu provozieren?

Im Folgenden wird aufgezeigt, worauf Sie achten müssen, wenn Sie den Weihnachtsbaum im Auto transportieren möchten.

Vor- und Nachteile eines Transports auf dem Dach werden denen bei der Beförderung im Inneren eines Kraftfahrzeugs gegenübergestellt. Nach der Lektüre dieses Abschnitts können Sie einfache Schlüsse darüber ziehen, welche Variante für Sie die beste ist. Nicht zuletzt erfahren Sie, welche Sanktionen beim unangemessenen Transport eines Weihnachtsbaumes drohen.

Auf dem Autodach den Weihnachtsbaum transportieren: So ist es erlaubt

Geht es um den Transport vom festlichen Baum, denken viele zuerst an die Beförderung auf dem Dach des Autos. Und tatsächlich handelt es sich dabei um eine zulässige Möglichkeit, das Nadelgehölz nach Hause zu schaffen. Das gilt jedoch nur, wenn dabei gewisse Vorgaben eingehalten werden. Grundsätzlich sind drei Regeln vorgegeben.

  1. Sichtfenster und Lichtanlagen dürfen nicht verdeckt sein: Wie auch bei anderen Gepäckstücken auf und im Auto gilt die Vorgabe, dass die Sicht des Fahrers und die Funktionalität des Fahrzeugs nicht eingeschränkt werden darf. Tannenzweige dürfen also Scheinwerfer, Blinker und Rücklichter nicht verdecken.
  2. Eine ausreichende Befestigung muss vorherrschen: Bei Kurvenfahrten oder Vollbremsungen dürfen die Weihnachtsbäume auf dem Dach vom Kfz nicht verrutschen. Die Polizei kontrolliert diesbezüglich auf ordnungsgemäße Ladungssicherung. Wird diese vernachlässigt und es kommt zum Unfall, sind sogar Freiheitsstrafen möglich. Von Gummibändern wird generell abgeraten. Wenn Sie zur Befestigung feste Spanngurte an mindestens drei Stellen nutzen, sollten Sie aber auf der sicheren Seite sein.
  3. Ein langer Nadelbaum braucht eine rote Fahne: Wollen Sie einen Weihnachtsbaum transportieren, sollten Sie auch dessen Länge beachten. Steht die Tanne auch nur einen Meter über dem Fahrzeug hinaus, sind Sie dazu verpflichtet, diese mit einem roten Tuch zu markieren. Das Tuch oder auch das Fähnchen muss Maße von mindestens 30 x 30 cm aufweisen.
Ein vorhandener Dachgepäckträger hilft ungemein bei der Baumbefestigung. Alternativ besteht auch immer die Möglichkeit einen Transporter oder einen Kleinwagen zu mieten. Wer sich dabei mit mehreren Freunden zusammentut, um gleich mehrere Weihnachtsbäume zu transportieren, kann einiges an Geld sparen.

Auch eine Option: Den Baum im Innenraum befördern

Fehlen Ihnen die Möglichkeiten zum Dachtransport, besteht immer noch die Möglichkeit, im Inneren des Autos Platz zu schaffen und dort verschnürte Weihnachtsbäume zu platzieren. Schon beim Kauf sollten Sie dann aber besonders auf die Größe und Länge des Weihnachtsbaumes achten. Denn er muss in diesem Fall nicht nur ins Wohnzimmer sondern auch ins Auto passen.

Wenn Sie den Weihnachtsbaum nicht richtig transportieren, kommt es womöglich zum Unfall.

Wenn Sie den Weihnachtsbaum nicht richtig transportieren, kommt es womöglich zum Unfall.

Theoretisch sind Sie bei dieser Methode nicht zu besonderen Befestigungsmethoden verpflichtet. Es gilt natürlich weiterhin die Vorgabe, dass die Sicht nach draußen nicht behindert werden darf. Aber ein Anschnallgesetz für die Weihnachtstanne existiert bisher nicht. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie aber für eine gute Sicherung bzw. Beschwerung des Baumes sorgen. Sonst kann sich dieser bei Bremsungen zu einem Geschoss entwickeln, der die Sicht versperrt oder Personen im Auto verletzt.

Natürlich besteht noch die Option, im Kofferraum den Weihnachtsbaum zu transportieren. Dabei kommen folgende Vorzüge zum Tragen:

  • Selbst bei einer Vollbremsung können Personen im Fahrzeug nicht gefährdet werden.
  • Auch hier benötigen Sie nicht zwingend Befestigungsgurte (trotzdem sollte natürlich dafür gesorgt werden, dass der Baum während der Fahrt nicht verrutscht).

Beim Transport im Kofferraum sind jedoch die gleichen Regeln für große Weihnachtsbäume einzuhalten, wie es auf dem Autodach der Fall ist. Das heißt, dass jeder Tannenbaum, der ein Meter über den Kofferraum hinausragt, mit einem, wie oben beschriebenen, roten Fähnchen ausgestattet sein muss. Vergessen Sie das nicht, wenn Sie so Ihren Weihnachtsbaum transportieren.

Bei schlechten Sichtverhältnissen, beispielsweise in der Nacht, ist das rote Tuch außerdem mit einem roten Licht zu ersetzen und mit einem roten Rückstrahler zu ergänzen. Sicherungsmittel wie diese dürfen nicht höher als 1,5 Meter über der Fahrbahn angebracht werden.

Diese Vorgaben basieren auf den Absätzen von § 22 Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Dort steht auch festgeschrieben, dass eine Ladung nur bis zu 1,5 Meter hinausragen darf. Ausnahmen sind Wegstrecken bis zu 100 km. In solchen Fällen darf der überragende Teil auch 3 Meter lang sein.

Sanktionen bei falscher Ladungssicherung

Schon allein aus Sicherheitsgründen, sollten Sie dafür sorgen, dass der Tannenbaum, den Sie transportieren, gut gesichert ist. Doch auch finanziell und verkehrsrechtlich kann es Schwierigkeiten geben, wenn Sie bei einem unangemessenen Baumtransport erwischt werden.

Verwarnungs- bzw. Bußgelder können hierbei zwischen 35 und 150 Euro ausfallen. Nicht zuletzt erhalten Sie auch Punkte in Flensburg, wenn es wegen nicht ausreichender Sicherung zum Unfall kommt oder jemand gefährdet wird.

Gerade zur Weihnachtszeit sollten Sie auch nicht darauf zählen, auf kurzen Strecken mit Ordnungswidrigkeiten davon zu kommen. In der Zeit der Weihnachtsfeiern und des Glühweins sind die Beamten besonders wachsam und entdecken solche Verstöße zügig.

Ein brennender Weihnachtsbaum: Ein echter Albtraum zur Weihnachtszeit

Brennende Häuser in der besinnlichen Jahreszeit

Leisten Sie keinen Brandschutz bei Ihrem Weihnachtsbaum, können die Folgen verheerend sein.

Leisten Sie keinen Brandschutz bei Ihrem Weihnachtsbaum, können die Folgen verheerend sein.

Zur Weihnachtszeit geht es nicht für alle Menschen besinnlich zu. Beschäftigte in bestimmten Branchen bekommen auch extra viel Arbeit auferlegt, dazu gehören unter anderem auch die Helfer und Angestellten der Feuerwehr. In deutschen Großstädten ist es teilweise nicht ungewöhnlich, wenn allein im Monat Dezember 1000-mal wegen Feuer ausgerückt wird. Was viele nicht wissen: Ein Weihnachtsbaum brennt sehr schnell. Doch es gibt Wege und Mittel, dagegen vorzugehen.

Hier erfahren Sie, was Sie im Vorhinein tun können, damit ein brennender Tannenbaum nicht zu Realität wird.

Neben generellen Hinweisen zum Aufstellort des Baumes und seiner Beschaffenheit, erlangen Sie auch nützliches Wissen über das richtige Verhalten im Brandfall und die Position der Versicherungsgesellschaften.

Brandschutz zu Weihnachten: Es beginnt und endet beim Baum

Ein brennender Weihnachtsbaum ist oft die Hauptursache für Feuer in der Weihnachtszeit. Entsprechend können hier im Vorfeld schon viele Maßnahmen durchgeführt werden, um die Brandgefahr signifikant zu senken. So bringt es viel, den Tannenbaum wirklich erst am Heiligabend, also am 24. Dezember in das Wohnzimmer zu holen. Das sorgt dafür, dass nicht früh zu viel Wasser aus dem Gehölz entweicht. Nicht zuletzt kann ein Baum, der nicht im Zimmer steht, dort auch keinen Brand auslösen.

Befindet sich das weihnachtliche Gewächs jedoch erst einmal in der Wohnung, benötigt er einen festen Stand. Nutzen Sie dafür einen stabilen, schweren Weihnachtsbaumständer, der ein Umkippen unmöglich macht. Auch für den kleinen Geldbeutel gibt es schon qualitativ angemessene Modelle. Weitere Tipps:

  • Steht der der Fuß des Weihnachtsbaumes im Wasser, wird die Brandwahrscheinlichkeit durch die konstante Flüssigkeitszufuhr weiter gesenkt.
  • Kinder, die in Baumnähe spielen, sollten in jedem Fall beaufsichtigt werden. Denn dabei geht es auch einmal stürmischer zu.
  • Generell sind elektrische Lichterketten echten Kerzen immer vorzuziehen. Doch auch hier gilt es, Vorsicht walten zu lassen und stets die Funktionalität zu überprüfen. Sind Birnen defekt? Gibt es Kabelbrüche? Ein Kurzschluss und ein brennender Weihnachtsbaum hängen oft zusammen.
Grundsätzlich ist es immer zu empfehlen, eine Löscheinrichtung in Baumnähe zu platzieren. Dabei muss darauf geachtet werden, dass diese auch im Brandfall ungehindert zu erreichen ist – ein Wassereimer hinter dem Christbaum ist folglich nicht optimal. Bei Feuerlöschern sollte im Vorhinein nachvollzogen werden, ob sie auf ihre Funktionalität hin geprüft sind. Auch sollte klar sein, wie diese zu bedienen sind.

Brennende Kerzen gehören für mich dazu: Das richtige Verhalten im Brandfall

Schmuck, Plätzchen und Co.: Ein brennender Weihnachtsbaum ruiniert das gesamte Fest.

Schmuck, Plätzchen und Co.: Ein brennender Weihnachtsbaum ruiniert das gesamte Fest.

Ein in Gänze brennender Weihnachtsbaum soll es nicht sein, aber Sie wollen doch nicht auf echte Kerzen verzichten? Auch hier gibt es einige wertvolle Tipps:

  • Benutzen Sie nicht tropfende Kerzen, bei denen der Docht nicht bis zum Kerzenende reicht. Dadurch löschen sich diese selbst, wenn sie fast komplett heruntergebrannt sind.
  • Bringen Sie die Lichtquellen nie direkt unter einem Zweig des Baumes an.
  • Zünden Sie die Dochte immer von der Spitze des Baumes bis zum Fuß hinab an. Beim Löschen gehen Sie in umgekehrter Richtung vor, von unten nach oben.

Wollen Sie den Brand bei einem Weihnachtsbaum mit Kerzenschein vermeiden, sorgen Sie außerdem dafür, dass dieser von der Wand entfernt und nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien steht – wie beispielsweise Gardinen, Büchern und Polstermöbeln.

Die Sicherheitsregeln für echte Kerzen gelten selbstverständlich nicht nur für die Weihnachtsbäume. Auch ein Adventskranz, in Brand geraten, brennt schnell lichterloh. Tritt der schlimmste Fall ein, bleiben Sie ruhig und rufen Sie die Feuerwehr über 112. Eigene Löschversuche sind nur bedingt zu empfehlen. Ein Schwall Wasser aus einem Eimer kann einen Baum möglicherweise dazu bringen, umzufallen. In jedem Fall sind die Fenster zu schließen, das Haus zu verlassen und vorhandene Nachbarn zu informieren.

Kompakt zusammengefasst: Der Versicherungsschutz

Sorgt ein brennender Weihnachtsbaum dafür, dass ernsthafte Schäden auftreten, fragen sich natürlich viele: Was zahlt die Versicherung? Dabei kommt es ganz auf die Versicherungsart an. So übernimmt eine Hausratversicherung durchaus auch Schäden, die durch Löschwasser und Feuer an Einrichtungsgegenständen entstehen. Auch kann sich der Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung lohnen, um sich vor zu hohen Forderungen Dritter zu schützen.

Wohngebäudeversicherer bieten auch sogenannte Feuerversicherungen an, die auch dann Schäden übernehmen, wenn keine Feuermelder im Wohnbereich angebracht waren. Diese sind mittlerweile in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Eine völlige Zahlungssicherheit gibt es jedoch trotz der Bekenntnisse der Versicherer nicht.

§ 8 des GDV-Grundvertrages fordert schließlich, dass Immobilienbesitzer mit einer Gebäudeversicherung, sich an die „Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen sowie vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften“ halten. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb die Melder installieren, wenn es seine Landesregierung vorschreibt. Gerichtsurteile erfolgten bezüglich der Leistungspflicht der Versicherer in solchen Fällen aber noch nicht.

Den Weihnachtsbaum effizient entsorgen: So können Sie vorgehen

Die lästige Tannenbaumentsorgung nach dem Fest

Wollen Sie nach den Feiertagen Ihren Weihnachtsbaum entsorgen, vergessen Sie nicht, die Dekoration komplett zu entfernen.

Wollen Sie nach den Feiertagen Ihren Weihnachtsbaum entsorgen, vergessen Sie nicht, die Dekoration komplett zu entfernen.

In der Weihnachtszeit machen sich die wenigsten Menschen schon Gedanken über die Weihnachtsbaumentsorgung, die für den Großteill der Menschen im Januar des neuen Jahres ansteht. Viel zu besinnlich und freudig ist die saisonale Stimmung, die alle beherrscht:

Es wird sich mit den Liebsten in der warmen Wohnung zusammengefunden, Geschenke werden ausgetauscht oder auch Weihnachtsmärkte in der Nähe besucht.

Doch spätestens nach der freudig erwarteten Neujahrsfeier findet sich der Alltag wieder ein. Dann gilt es, die Weihnachtsbäume zu entsorgen – aber wie?

Hier erfahren Sie, auf welche verschiedenen Arten und Weisen Sie ihren Weihnachtsbaum entsorgen können. Sie werden darüber informiert, was eine Müllentsorgung kosten kann und wann Sie einen speziellen Service für die Abholung in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus wird aufgezeigt, wie ein Baum Jahr für Jahr erneut genutzt werden kann. Nicht zuletzt erfahren Sie, wie Sie eine Nadelschicht auf dem Wohnzimmerboden vermeiden können.

Tipps für eine saubere Christbaumentsorgung ohne Nadelflut

Egal, auf welche Weise Sie einen Weihnachtsbaum entsorgen, das Gewächs muss auf jeden Fall aus der Wohnung hinaus bewegt werden. Und alte Weihnachtsbäume haben die unschöne Angewohnheit, kräftig Nadeln zu verlieren. Schon, wenn im Januar der Baumschmuck abgenommen wird, rieseln dabei unermüdlich die grünen Spitzen. Damit Sie gar nicht erst Gefahr laufen, Ihren Staubsauger mit dem nadeligen Blattwerk zu verstopfen, haben wir einige hilfreiche Tipps für einen sauberen Abtransport zusammengestellt.

  • Möglichst früh den Weihnachtsbaum entsorgen: Es hat einen Grund, dass die Beschaffung eines Baumes so viel einfacher und sauberer verläuft als dessen Entsorgung. Denn kurz nach der Abholzung beinhaltet dieser noch viel Wasser, welches danach Tag für Tag entweicht. Je trockener ein Weihnachtsbaum ist, desto heftiger nadelt er. Entsorgen Sie diesen so früh wie möglich oder halten ihn in Erde eingegraben – mit ausreichender, täglicher Bewässerung – dann sinkt die Wahrscheinlichkeit dafür immens.
  • Fest verschnüren: Besitzen Sie eine große Plane bzw. ein oder auch zwei alte Bettlaken? Dann nutzen Sie diese dafür, um das alte Nadelholz gut zu verpacken. Fest verschnürt kann es dann auch durch Treppenhäuser getragen werden, ohne den Weg mit seinem Blattwerk zu verzieren. Mittlerweile gibt es auch Nylonsäcke, die alternativ als Tischdecke herhalten können, bis der Verpackungstag gekommen ist.
  • Das Auto sauber halten: Wollen Sie den Weihnachtsbaum selbst entsorgen und mit dem Auto abtransportieren, sollten Sie auch dabei darauf achten, dass keine Nadeln im Fahrzeug landen oder Baumharz die Sitze befleckt. Haben Sie bisher nicht daran gedacht, ist spätestens hierbei eine Art Plane, die sich zwischen Gewächs und Polstern befindet, angebracht.
Viele, die Dreck im Treppenhaus vermeiden wollen, denken vielleicht auch an die berühmte Werbung eines schwedischen Möbelkonzerns zurück. In dieser fliegen die Bäume einfach aus dem Fenster. Doch können Sie auch in Deutschland einen Weihnachtsbaum so entsorgen? Tatsächlich gibt es dagegen kein Gesetz. Jedoch sollten Sie diese Methode mit Vorsicht genießen, damit niemand außerhalb des Hauses verletzt wird. Sonst droht eventuell eine Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Wegwerfen, verbrennen oder abholen lassen

Wann werden die Tannenbäume abgeholt? Ein Blick in den Abfallkalender liefert die Antwort.

Wann werden die Tannenbäume abgeholt? Ein Blick in den Abfallkalender liefert die Antwort.

Befindet sich der Nadelbaum erst einmal außerhalb des Wohnbereichs, ist der Beseitigungsvorgang aber noch nicht abgeschlossen. Wollen Sie den Christbaum richtig entsorgen, müssen Sie auch dafür sorgen, dass dieser endgültig verwertet wird. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, zwischen denen Sie wählen können.

Sind Sie Besitzer einer Biotonne, können Sie den Weihnachtsbaum, in kleine Stückchen zerlegt, auch über diese entsorgen. Dabei wandern die Baumüberreste in die Biokom­postanlage. Auch die Restmülltonne ist ein möglicher Entsorgungscontainer.

Entsorgen Sie das alte Nadelgehölz mithilfe dieses Behälters, wird es nachfolgend zusammen mit anderem Müll in einer Verbrennungsanlage vernichtet.

Nutzen Sie einen Holzofen zu Hause oder kennen jemanden, auf den das zutrifft, brauchen Sie sich über den Weihnachtsbaum und dessen Entsorgung theoretisch gar keine Gedanken machen. In ofengerechte Stücke zerhackt eignet sich das Nadelgewächs auch sehr gut als Brennholz. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass der Restfeuchtgehalt niedrig ist. Sonst sinkt die Brennbarkeit und der Ofen verrußt.

Viele Gemeinden bieten in der Zeit um den Januar herum auch immer einen speziellen Service an, durch den an festgelegten Terminen die Bäume von zugehörigen Ortschaften kostenfrei eingesammelt und entsorgt werden. „Doch wann genau werden dann die Weihnachtsbäume abgeholt?“, fragen sich zunächst viele, die dieses Angebot noch nicht genutzt haben. Der eigentliche Termin lässt sich in der Regel im gültigen Abfallkalender ablesen oder bei der zuständigen Behörde erfragen.

Einige Kommunen veranstalten auch ein großes, festliches Feuer. Dabei versammeln sich alle ansässigen Bürger, genießen zusammen Glühwein und andere Köstlichkeiten und wärmen sich an den verbrennenden Nadelbäumen.

Erhalten, weiter verwenden oder auch spenden

Den Weihnachtsbaum zu entsorgen bedeutet nicht zwingend, dass er in den Müll geworfen und vernichtet werden muss. Mit der richtigen Vorbereitung, können Sie diesen sogar mehrere Jahre hintereinander verwenden. Das funktioniert wie folgt:

  • Entscheiden Sie sich schon vor dem Weihnachtsfest für ein Bäumchen in einem Topf.
  • Im Gefäß kann der Baum gedeihen und so lange in der Wohnung oder auf dem Balkon gehalten werden, bis er zu groß dafür wird.
  • Pflanzen Sie den Baum ab einer bestimmten Größe auf einem Gartengrundstück an, um ihn so weiterzupflegen und auch zum folgenden Weihnachtsfest noch einen Baum parat zu haben.
  • Diese Art des Recyclings sorgt dafür, dass Sie lange Freude an einem einzigen Baum haben.
Nutzen Sie keine Weihnachtsbaum-Abholung, können Sie Ihren Baum auch spenden und an Tiere verfüttern lassen.

Nutzen Sie keine Weihnachtsbaum-Abholung, können Sie Ihren Baum auch spenden und an Tiere verfüttern lassen.

Neben dieser geldsparenden Methode können Sie, wenn es darum geht, den Weihnachtsbaum zu entsorgen, unter Umständen auch Geld damit verdienen. Manche Unternehmen nutzen die Entsorgungszeit im Januar für die Kundenbindung und tauschen ausgediente Weihnachtsbäume gegen Einkaufsgutscheine.

Sogar als Spende können Sie Tannenbäume veräußern. Tierparks, Förster und auch Pferdehalter nehmen diese dankend an. Denn den Tieren schmecken die Nadeln beson­ders, sie sind eine willkommene Abwechslung im Speiseplan.

Für Garten- und Balkonbesitzer tut sich auch noch folgender Verwendungszweck auf: Als Schneeabdeckung oder auch als Frostschutzauflage sind Tannenzweige gut geeignet. Bestimmte Blumenarten benötigen auch einen sehr sauren Boden, wobei Tannennadeln- und Häcksel aus dem Holz zur Bodenverbesserung beitragen können.

Es zeigt sich, wie vielseitig die Verwendungsmöglichkeiten für alte weihnachtsbäume sind. Je nach Situation und Lage sollten Sie daher genau überlegen, auf welche Art Sie Ihren Weihnachtsbaum entsorgen wollen. Das Gewächs bzw. die einzelnen Materialien können vielleicht noch einem weiteren Zweck dienen, der einem nicht immer sofort in den Sinn kommt.

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