Fahrradanhänger Test & Vergleich 2018 – Die besten Produkte

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Eltern nutzen sie ebenso wie Hundehalter oder Gärtner: Fahrradanhänger erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Für uns ist das Grund genug, uns die Gefährte etwas näher anzusehen und eine Kaufberatung zum Fahrradanhänger jeglicher Art abzugeben. Sie erfahren, was ein Veloanhänger ist, worauf Sie beim Kauf achten müssen, welche Arten von Anhängern es gibt und welche rechtlichen Regelungen existieren.

Vergleichstabelle für Fahrradanhänger - letzte Aktualisierung: 07/2018

Stiftung Warentest testete bis 2018 nur Kinderfahrradanhänger. Auch der ADAC stellte bisher nur Kinderanhänger verschiedener Marken auf den Prüfstand. Die praktischen Fahrzeuge für Hunde und Lasten blieben beim Test für Fahrradanhänger außen vor. Ein allgemeiner Fahrradanhänger-Vergleich für diese Kategorien existiert bisher ebenfalls nicht. Mit unserer folgenden Kaufberatung möchten wir Sie daher bei der Wahl des richtigen Gefährts unterstützen.

1. Was ist ein Fahrradanhänger?

Lastenanhänger für Fahrräder

Fahrradanhänger für Lastentransporte.

Ein Fahrradanhänger ist ein separater Anhänger für verschiedene Fahrräder. In Bezug auf die Befestigungs- und Transportmöglichkeiten existieren mehrere Varianten. So gibt es Hundeanhänger zum Transport von Hunden auf Radtouren, Kinderanhänger zum Transport von Kindern und Lastenanhänger für Lasten jeder Art, beispielsweise Grünschnitt. Jeder diese Anhänger-Typen kommt mit unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten daher.

2. Aktiv mit dem Fahrradanhänger – praktisch für jeden Zweck

Egal ob zum Transport oder für Radtouren: Fahrradanhänger sind überaus praktisch. Einfach ans Fahrrad gehängt, können sie für nahezu jeden Zweck verwendet werden: auch zum Transport von Einkäufen oder Lieferungen. Vor allem in der Stadt spielen Fahrradanhänger eine große Rolle, denn Parkplätze sind knapp und die Straßen mit Autos überfüllt. Mit einem Anhänger am Fahrrad kommen Sie in jedem Fall schneller und stressfreier ans Ziel.

3. Die Kleinsten dürfen nur mit Sicherung in einen Fahrradanhänger

Vor allem aktive Eltern möchten ihre Kinder gern in ihrer Freizeit und beim Sport dabei haben. Dann ist ein Fahrradanhänger die ideale Lösung. Er ist sicherer als der klassische Fahrradkindersitz und kann zusätzlich zum Transport anderer Dinge genutzt werden. Doch ab wann dürfen Kinder im Anhänger am Fahrrad transportiert werden?

Gesetzlich gibt es keine Vorgaben, d.h. dass selbst Neugeborene im Fahrradanhänger transportiert werden dürfen. Trotzdem sollten Sie einigen Überlegungen anstellen, bevor Sie einen Fahrradanhänger kaufen, denn Sie haben die volle Verantwortung für Ihr Kind. Folgende Fragen sollten Sie sich hier vor dem Kauf stellen:

  • Passt ein Kindersitz für Fahrradanhänger in den Anhänger?
  • Ist das Gefährt stabil genug, um auch „wilde“ Fahrten im Straßenverkehr oder auf Touren auszuhalten?
  • Kann der Fahrradanhänger für ältere Kinder genutzt werden?

Zum 1. April 2013 trat eine konstitutive Neufassung der deutschen Straßenverkehrsordnung in Kraft. Diese beinhaltet auch die Regelung darüber, wer in Fahrradanhängern transportiert werden darf. Gemäß § 21 Absatz 3 StVO dürfen Personen ab 16 Jahren bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr in Kinderanhängern mitnehmen. Für behinderte Kinder entfällt diese Altersbegrenzung.

4. Rechtliche Regelungen zum Fahrradanhänger – ohne Licht geht’s nicht

Genau wie fürs Fahrrad gelten auch für Fahrradanhänger einige Regeln zum Führen im Straßenverkehr. Seit dem 1. Juni 2017 ist die Beleuchtung von Fahrradanhängern in §67a StVZO vorgeschrieben. So dürfen nur zugelassene Leuchten verwendet werden. Dabei sind die Leuchten so anzubringen, dass sie gut sichtbar sind. Diese Vorgaben gelten aber nur für Anhänger, die ab dem 1. Januar 2018 in den Verkehr gebracht werden.

Ab einer Breite von 600 mm ist vorn ein Paar weiße Rückstrahler vorgeschrieben, das nicht weiter als 200 mm vom äußersten Umriss entfernt ist. Bei einer Breite ab 1.000 mm ist eine weiße Leuchte auf der linken Seite zwingend. Auch ein Fahrtrichtungsanzeiger nach ECE R 50 (Motorradblinker) muss nach ECE R 74 angebaut sein.

Hinten ist ein Paar Großflächen-Rückstrahler der Kategorie Z zu installieren. Gewöhnliche Rückstrahler genügen, die nicht weiter als 200 mm vom äußersten Umriss entfernt sein dürfen. Eine Schlussleuchte ist auf der linken Seite Pflicht, sofern die Schlussleuchte des Fahrrads zu mehr als 50 % nicht mehr sichtbar ist. Ab einer Breite von 600 mm ist eine Schlussleuchte auf der linken Seite vorgeschrieben. Auch hinten muss ein Fahrtrichtungsanzeiger installiert sein. Seitlich müssen Reflexreifen, Speichenrückstrahler, Reflexfelgen, rückstrahlende Speichenhülsen oder Speichen angebracht werden.

5. Welche Arten Fahrradanhänger gibt es?

Typen von Fahrradanhängern Eigenschaften/Varianten
Kinderanhänger

Fahrradanhänger für Kinder

 

  • mit einer Fahrgastzelle für Kinder und Sicherheitsgurten ausgestattet
  • geeignet für den Transport von bis zu zwei Kindern im Alter zwischen wenigen Wochen und bis zur Vollendung des siebten Lebensjahrs
  • auch als Mountainbike-Fahrradanhänger erhältlich
  • zwei Typen von Fahrgastzellen: mit flexiblen Boden aus stabilem Gewebe oder mit starrer Bodenwanne aus Metall oder Kunststoff
  • Wände und Dach der Fahrgastzelle aus einem über den Rahmen gespannten Verdeck aus Kunststoffgewebe mit Fenstern vorn und an den Seiten (verschlossen mit Plastik oder Insektengittern)
  • stabilisierende Polsterungen, fixierbare Tragetaschen und Liege- und Sitzhilfen möglich
Lastenanhänger

Fahrradanhänger für Lastentransporte

 

  • zweispurige und einspurige Anhänger
  • zweispurige Radanhänger zum Transport von größeren Lasten auf kürzeren Strecken
  • Einrad-Fahrradanhänger für längere Radreisen mit viel Gepäck
  • als offene Pritsche mit fester oder demontierbarer Reling zur Ladungssicherung
  • als Kastenwagen
  • mit textilen Aufbauten in Form von Taschen u. ä.
  • Zuladung bis 40 kg
Hundeanhänger

Hundeanhänger fürs Fahrrad

 

  • besteht aus Rahmen, Dach und Bodenwanne
  • auch starrer Kastenaufbau möglich
  • Hunde bis 40 kg erlaubt
  • Fahrgastzelle mit ein bis zwei Befestigungspunkten zur Sicherung des Hundes mit Kurzleine

6. Was kostet ein Fahrradanhänger für ein Kind?

Die Preise für Kinderfahrradanhänger liegen im Mittel bei knapp 500 Euro, wie der Burley-Fahrradanhänger, der Fahrradanhänger Chariot Cougar 2 von Thule oder der Fahrradanhänger Croozer Kid für 2, und können bis zu 12.000 Euro, z. B. Thule-Fahrradanhänger, gehen. Der Preis hängt von Material, Hersteller, Anzahl der Fahrgastzellen, der Umbaubarkeit, dem verfügbaren Fahrradzubehör und der Stabilität ab.

Für einen einfachen Lastenanhänger mit Tasche und einem Fassungsvermögen von 90 Litern zahlen Sie zirka 45 Euro. Auch bei diesem Fahrradanhänger-Typ sind die Preisspannen erheblich. Je nach Ausstattung kann der Lastenanhänger bis zu 600 Euro kosten.

Hundeanhänger bewegen sich ebenfalls in einer höheren Preiskategorie. Hier bekommen Sie einen günstigen Fahrradanhänger für knapp 70 Euro. Der teuerste Hundefahrradanhänger kostet zirka 450 Euro.

7. Was ist sicherer: Kindersitz oder Fahrradanhänger für Babys?

Fahrradanhänger oder Kindersitz? Sie haben die Qual der Wahl. Jede dieser Varianten hat ihre Vor- und Nachteile. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Vorteile von Fahrradanhängern:

Platz für 2 Kinder im Fahrradanhänger

Ein Fahrradanhänger mit Platz für 2 Kinder.

  • aufregendes Abenteuer für Kinder zusammen mit der Familie
  • Spielen während der Fahrt möglich
  • Transport von weiterem Gepäck möglich
  • Fahrradanhänger für zwei Kinder erhältlich
  • für Urlaubsreisen und längere Touren geeignet
  • sicherer Transport von Babys
  • Schutz vor Sonne und Regen durch Regenverdeck und Sonnenschutz

Nachteile von Fahrradanhängern

  • sperrig und platzraubend (klappbare Ausführung besser)
  • Kinder sind Autoabgasen mehr ausgesetzt
  • teuer in der Anschaffung – selbst beim günstigen Fahrradanhänger
  • Diebstahlsicherung notwendig

Vorteile vom Kinderfahrradsitz

  • praktisch im Alltag, da platzsparend
  • leichte und schnelle Montage, z. B. von Queridoo
  • größere körperliche Nähe und Unterhaltung mit dem Kind möglich
  • bessere Manövrierfähigkeit des Fahrrads – vor allem bei Berg- und Talfahrten
Gurtsysteme im Fahrradanhänger

Wichtig für die Sicherheit sind ordentliche Gurte.

Nachteile von Kinderfahrradsitzen

  • schnell unbequem fürs Kind
  • nur Transport von einem Kind möglich
  • kein Schutz vor Wetter und Insekten

Und was ist nun sicherer?

Im Vergleich vom Fahrradanhänger fürs Kind und Kindersitz schneidet eindeutig der Anhänger besser ab. Was die Sicherheit angeht, liegt der Anhänger bei verschiedenen Tests von Fahrradanhängern ganz vorn. Das liegt zum einen an den schützenden Aufbauten um das Kind herum und zum anderen an der vorgeschriebenen Beleuchtung. Darüber hinaus werden Radanhänger bei einem Frontalunfall nicht direkt getroffen und bei Aufprallen nur zur Seite geschoben und nicht überrollt. Welcher Fahrradanhänger Ihr Testsieger oder für Sie der beste Fahrradanhänger ist, hängt aber letztendlich von Ihren Bedürfnissen, Ansprüchen und dem Budget ab.

8. Kaufberatung Fahrradanhänger: Sicher durch den Straßenverkehr

Beim Test verschiedener Fahrradanhänger zeigt sich, dass jeder Fahrradanhänger unterschiedlichen Kaufkriterien unterliegt. Aus diesem Grund haben wir unsere Kaufberatung in die verschiedenen Kategorien unterteilt:

8.1. Kinderfahrradanhänger kaufen

Kinderfahrradanhänger müssen in erster Linie den Qualitätsstandards entsprechen. Dazu gehört ein einwandfrei funktionierendes 5-Punkte-Gurtsystem, ein Überrollbügel für einen sicheren Halt, eine Rahmenkonstruktion mit einem stabilen Überschlagschutz, eine große Spurweite und nach außen gestellte Räder. Darüber hinaus sollten auch die Fahrradbremsen hervorragend funktionieren.

Bei den Rahmenmaterialien finden sich erhebliche Unterschiede. So ist Stahl zwar schwerer, aber flexibler und sicher. Stahlrohre federn daher bei Stößen zurück. Das kann beim Aufprall Leben retten. Alu-Rahmen sind deutlich leichter, aber auch spröder, was bei harten Stößen durchaus zum Bruch führen kann. Machen Sie eher längere Touren, ist ein Fahrradanhänger aus Aluminium sicher sinnvoller. Nutzen Sie den Anhänger eher für kurze Strecken und/oder im Stadtverkehr ist ein Fahrradanhänger aus Stahl die bessere Alternative.

Fahrradanhänger auch als Jogger nutzen

Fahrradanhänger für Jogger umfunktioniert.

Die Räder und Bereifung spielen ebenfalls eine große Rolle: Die meisten Veloanhänger sind mit Luftreifen mit Durchmessern zwischen 16 Zoll und 20 Zoll ausgestattet. Die Reifenwahl ist wichtig, da sie vorgibt, welche Untergründe mit dem Fahrrad befahren werden können. Grundsätzlich gilt: Je größer der Reifendurchmesser ist, desto komfortabler ist die Fahrt für das Kind. Kleine Reifen eignen sich dabei nur für den Einsatz in der Stadt. Auf unbefestigten Wegen sind große Räder besser.

Sind Sie leidenschaftlicher Jogger ist für Sie auch ein möglicher Umbau in einen Buggy oder Jogger relevant. Das heißt, dass ein drittes Rad für den Umbau in einen Fahrrad-Jogger mitgeliefert werden muss. Eine Vielzahl der Modelle ist daher optional mit dem Joggerrad ausgestattet (8 Zoll bis 16 Zoll).

Wird der Kinderfahrradanhänger häufig genutzt, sollte der Fußraum verstärkt sein. Nur so hält er lange genug. Im Lieferumfang sollte als Fahrradzubehör die entsprechende Fahrrad-Anhängerkupplung enthalten sein.

8.2. Einen Lastenanhänger kaufen – Tragkraft und Zuladung entscheiden

Lastenanhänger sind häufig einfacher gebaut und bestehen aus einem pulverbeschichteten Stahlrohrrahmen und 16 Zoll-Reifen. Achten Sie beim Kauf auf die Zuladung und die Tragkraft. Gängig sind maximale Beladungsgrenzen zwischen 25 und 60 kg. Auch das Ladevolumen sollte Ihren Ansprüchen genügen. Ein normaler Lastenanhänger sollte zwischen 60 und 70 Liter fassen können, um Einkäufe unterbringen zu können. Möchten Sie den Lastenanhänger auch als Handwagen verwenden, sollten Sie darauf achten, dass der Anhänger über einen Handgriff verfügt.

8.3. Hundeanhänger kaufen – Katzenaugen für sichere Hundereisen

Hochwertige Fahrradanhänger für den Hund sind mit einem Gestell aus Aluminium und einer Federung ausgestattet. Eine Antirutschmatte gehört zur geringwertigen Ausstattung. Teurere Modelle sind mit einem Teppichboden ausgelegt. Ganz wichtig sind ein bis zwei Befestigungspunkte zur Sicherung des Hundes und ein Sonnenschutz.

Hundefahrradanhänger müssen mit einem roten Rücklicht und zwei Reflektoren versehen sein. An den Rädern sind Katzenaugen zwingend.

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{ 1 Kommentar… add one }
  • Günter Heini 27. April 2018, 6:44

    Ist schon interessant. Der ADAC testet sonst jeden Furz, aber beim Thema Fahrradanhänger haben die sich bisher vornehmen zurückgehalten, vornehm ausgedrückt. Umso besser, dass es diesen Vergleich hier gibt. Danke dafür.
    Der Artikel ist sehr ausführlich und informativ mit einem guten Überblick. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Fahrt mit einem guten Fahrradanhänger sehr entspannt ist. Die Kinder sind sicher und die Eltern können sich voll auf die Strecke konzentrieren.

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