Fahrradbeleuchtung Test & Vergleich 2018 – Die besten Produkte

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Nicht alle Bikes sind von Hause aus mit einer geeigneten Fahrradbeleuchtung ausgestattet. Meist handelt es sich um Touren- bzw. Trekkingräder, die hier mit einer brauchbaren Vollausstattung daherkommen. Bei Rennrädern, Mountainbikes und Crossbikes fehlt die Beleuchtung am Fahrrad. Wer dann in die Verlegenheit kommt, sich eine Fahrradbeleuchtung kaufen zu müssen, steht häufig vor der großen Frage, was eigentlich benötigt wird und ob eine Beleuchtung am Fahrrad notwendig ist, wenn man nur tagsüber das Rad benutzt. Im folgenden Fahrradbeleuchtung-Vergleich 2018 klären wir daher alle relevanten Fragen rund um die richtige Beleuchtung am Drahtesel un verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Vergleichstabelle für Fahrradbeleuchtung - letzte Aktualisierung: 09/2018

Die Stiftung Warentest prüfte im Jahr 2013 in einem umfangreichen Fahrradbeleuchtungs-Test Batterie- und Dynamo-betriebene Frontscheinwerfer und Rücklichter. Im Verlauf unserer Kaufberatung gehen wir auch auf dieses Thema näher ein und sagen Ihnen zudem, was das Gesetz zur Fahrradbeleuchtung sagt und welche unterschiedlichen Marken, Hersteller und Typen es gibt. So finden Sie auch ohne eigenen Fahrradbeleuchtungs-Test Ihren Favoriten.

1. Woraus besteht die Fahrradbeleuchtung? – Aktive und passive Elemente

Sicherheit im Dunkeln mit Fahrradbeleuchtung

Gute Fahrradbeleuchtung ist für Ihre Sicherheit unerlässlich.

Die Fahrradbeleuchtung ist – wie der Name schon sagt – die gesamte Beleuchtungsanlage für ein Fahrrad. Sie dient nicht nur dazu, dass der Fahrer etwas sieht, sondern ist vor allem auch ein wichtiges Hilfsmittel, um von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden. Im Gegensatz zu früher werden heute Fahrradlampen (Glühlampen, Leuchtdioden) elektrisch betrieben, z. B. über Dynamo, Akku oder Batterie. Diese Beleuchtung zählt zur aktiven Fahrradbeleuchtung.

Passive Elemente der Beleuchtung am Fahrrad, z. B. Retroreflektoren, benötigen keine Stromversorgung. Sie reflektieren das Licht, das auf sie geworfen wird, in dieselbe Richtung.

2. Fahrradbeleuchtung – Fahrrad Vorderlicht ist nicht gleich Rücklicht

Fahrradleuchte ist nicht gleich Fahrradleuchte. Während vorn eine aktive Beleuchtung mit weißem oder gelbem Licht verlangt wird, gilt für den hinteren Teil des Fahrrads die Farbe Rot. Betrieben werden beide Typen der Fahrradbeleuchtung entweder über einen Dynamo oder über eine Batterie.

Auch von der Seite muss das Fahrrad sichtbar sein. Reflektoren zählen daher auch zur Beleuchtun. Gängig sind Reflektoren an den Pedalen und den Speichen.

3. Dynamo, Akku, Batteriebeleuchtung, Standlicht – die unterschiedlichen Antriebsarten

Für die beste Fahrradbeleuchtung stehen verschiedenste Arten und Ausführungen zur Wahl. Der Typ Ihres Fahrrads ist hierfür beim Kauf weniger entscheidend. Viel mehr geht es um Ihr persönliches Empfinden: Während einige Radler die zusätzliche Belastung durch einen Dynamo beispielsweise als störend empfinden, wählen andere gern die nach Anschaffung völlig kostenlose Antriebsart. Um Sie bei der Wahl der für Sie günstigsten Fahrradbeleuchtung zu unterstützen, haben wir die gängigsten Varianten in folgender Tabelle mit ihren Kerneigenschaften zusammengefasst.

Fahrradbeleuchtung – Art des Antriebs Eigenschaften
Fahrradlampe mit Dynamo

Fahrradlampe mit Dynamo

 

  • Wechselstromgeneratoren mit einem Strom von 500 mA
  • Speisung einer 6-Volt- oder 12-Volt-Beleuchtung ab 15 km/h
  • geringfügige Steigerung der Leuchtleistung bei höheren Fahrgeschwindigkeiten
  • unterschiedliche Bauformen wie Seitenläuferdynamo, Rollendynamo, Fahrrad Nabendynamo und Speichendynamo
  • Licht ständig verfügbar
  • LED-Fahrradbeleuchtung (StVZO) ohne Vorwiderstand am Dynamo betreibbar
  • Durchrutschen des Reibraddynamos bei nassen Reifen
  • hohe Laufgeräusche und Schmutzanfälligkeit von Reibraddynamos
  • Einhaltung der Nennströme für Dynamos zwingend
Fahrradbeleuchtung mit Akku

Akku-Fahrradbeleuchtung

 

  • Betrieb über einen Akku
  • erlaubt seit 2014
  • fest eingebaut oder auswechselbar
  • wiederaufladbare Fahrradbeleuchtung
  • Helligkeit des Lichts einstellbar
  • muss regelmäßig aufgeladen werden – bei leerem Akku steht kein Fahrrad Licht zur Verfügung
  • Fahrradbeleuchtung als Stecklicht am Fahrrad (möglicher Diebstahl)
  • Akkus entladen sich selbst
  • anfällig gegenüber Nässe
  • Defekte beim Befestigen und Lösen der Fahrradbeleuchtung möglich
Batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung

Fahrradbeleuchtung mit Batterie

 

  • Einfacher Betrieb mit Batterien
  • günstige Anschaffung
  • müssen ausgewechselt werden
  • Diebstahl möglich, da nur angeklipst
  • kein Licht, wenn die Batterie leer ist
  • Mitführen von Ersatzbatterien notwendig
  • anfällig gegenüber Spritzwasser
  • Defekte beim Lösen und Befestigen der Fahrrad Lampe möglich
Standlicht

Standlicht fürs Fahrrad

 

  • Front- und Rückleuchten mit Standlichtfunktion
  • Nachleuchten im Stand bis zu fünf Minuten nach dem Ende der Fahrt
  • Betrieb über Dynamo und Speichern in einem Kondensator
  • in LED-Leuchten kann eine LED die Standlichtfunktion übernehmen

4. Fahrrad mit LED oder Glühlampe – was ist besser?

Ob eine LED- oder Glühlampe besser ist, kann pauschal nicht gesagt werden. Jede der Varianten hat seine Vorteile und Nachteile. Allerdings werden Glühlampen an neuen Fahrrädern fast gar nicht mehr verbaut. Es kommen fast ausschließlich LED-Fahrradleuchten zum Einsatz.

Vorteile Glühlampe:

  • günstig in der Anschaffung
  • meist fest verbaut

Nachteile Glühlampe:

  • schlechtere Ausleuchtung des Wegs und der Umgebung
  • Totalausfall bei Defekt
  • wird kaum noch verbaut

Vorteile LED-Fahrradleuchten:

  • hohe Leuchtweite
  • energiesparend
  • sehr langlebig
  • kein Komplettausfall bei Defekt einzelner LEDs
  • trotz Ein- und Ausschalten keine Verkürzung der Lebensdauer

Nachteile LED-Beleuchtung

  • etwas teurer in der Anschaffung
  • Blenden des Gegenverkehrs möglich
Eine alte Glühlampe am Fahrrad kann nicht einfach gegen eine LED-Fahrradlampe ausgetauscht werden, da der Reflektor der Glühlampe auf die Abstrahlung von Glühbirnen ausgerichtet ist. Das hat zur Folge, dass zwar die Lampe heller leuchtet, aber die Lampe das Licht unkontrolliert zerstreut. Wer am alten Bike statt der Glühlampe ein LED-Licht nutzen möchte, muss ein vollkommen neues Fahrradlicht inkl. Rücklicht kaufen.

5. Rechtliche Vorgaben bei der Fahrradbeleuchtung

Wattanzahl beim Fahrradlicht

Achten Sie beim Kauf immer auch auf die angegebene Wattzahl.

In der Dämmerung und Dunkelheit ist eine ausreichende Beleuchtung am Fahrrad unverzichtbar. Dabei geht es nicht nur darum, gesehen zu werden oder selbst zu sehen, sondern auch, um der StVZO zu entsprechen. Bei einer unzureichenden Beleuchtung drohen empfindliche Verwarngelder.
Die StVZO regelt im Detail, wie die Beleuchtung am Fahrrad auszusehen hat. Beleuchtungen, die nicht in der StVZO geregelt sind, sind in Deutschland nicht zugelassen. Kinderfahrräder sind von der StVZO ausgenommen. Trotzdem sollten auch diese Räder mit einer ausreichenden Radbeleuchtung ausgestattet sein, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.
Pflicht bei der Fahrradbeleuchtung sind laut StVZO folgende Beleuchtungselemente:

  • Lichtmaschine mit einer Nennleistung von mindestens drei Watt und einer Nennspannung von sechs Volt oder eine Batterie mit einer Nennspannung von sechs Volt
  • Fahrrad Frontlicht mit weißen bzw. gelben Licht
  • ein weißer Rückstrahler, der nach vorn wirkt
  • eine Schlussleuchte (Der niedrigste Punkt der leuchtenden Fläche muss sich mindestens 250 mm über der Fahrbahn befinden.)
  • ein roter Rückstrahler (Der höchste Punkt der reflektierenden Fläche muss sich niedriger als 600 mm über der Fahrbahn befinden.)
  • ein roter Großflächen-Rückstrahler, der mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichnet ist.
  • gelbe Rückstrahler an den Fahrradpedalen, die nach vorn und hinten wirken
  • mindestens zwei gelbe Speichenrückstrahler, die, um 180° versetzt angebracht, seitlich wirken und an den Speichen beider Räder befestigt sind bzw. reflektierende weiße Streifen, die den Reifen zusammenhängend umlaufen

Ein Rennrad mit einem maximalen Gewicht von 11 kg unterliegt einer Ausnahme: Anstelle der Lichtmaschine können für den Betrieb von Scheinwerfer und Fahrrad-Rücklicht Batterien benutzt werden. Darüber hinaus müssen Scheinwerfer und Schlussleuchte nicht fix am Fahrrad befestigt sein, jedoch mitgeführt bzw. angebracht werden. Es ist nicht, wie beim Citybike oder Trekkingrad, notwendig, dass Front- und Rückscheinwerfer zusammen einschaltbar sind.

6. Fahrradbeleuchtung-Test der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest führte bereits 2013 einen Fahrradbeleuchtungs-Test durch. Dabei wurde allerdings nicht die gesamte Fahrradbeleuchtung geprüft, sondern Frontscheinwerfer und Rücklichter getrennt. Der Schwerpunkt des Tests lag auf der Helligkeit, der Zuverlässigkeit, der Handhabung und der Sichtweite. In der Kategorie Helligkeit schnitten alle Lampen mit sehr gut ab. Die beste Fahrradbeleuchtung war der Trelock-Frontscheinwerfer LS 950 Control Ion. Dieser überzeugte vor allem mit seiner Handhabung. Im Bereich Sicht und Lichtstärke punktete jedoch ein Frontscheinwerfer von Phillips, während der Fahrrad Scheinwerfer von BM Lumotec im Bereich Fahrrad Dynamo ganz vorn lag.

Bei den Dynamo-Rücklichtern gab es keinen Testsieger. Hier schnitten alle Rücklichter mit gut ab – sogar die günstige Fahrradbeleuchtung von Büchel für zehn Euro. Im Bereich der Batterierücklichter überzeugte das Trelock Rücklicht LS 710.

7. Bekannte Fahrradbeleuchtung-Hersteller und Marken

  • Trelock
  • Sigma Fahrradbeleuchtung
  • BM
  • Security Plus
  • Philips
  • Profex
  • Axa
  • Büchel Beleuchtungsset
  • Centano Fahrradbeleuchtung Set
  • Degbit

8. Kaufberatung Fahrradbeleuchtung

8.1. StVZO-Fahrradbeleuchtung – sicher durch den Verkehr

Beim Kauf einer neuen Fahrradbeleuchtung sollten Sie vor der Beachtung aller anderen Kaufkriterien darauf achten, dass die Fahrradbeleuchtung der StVZO entspricht. Sie erkennen die Modelle mit einer StVZO-Zulassung am deutschen Prüfzeichen-Symbol (eine Wellenlinie mit einer Zulassungsnummer). Erfüllt Ihre neue Beleuchtung alle Voraussetzungen ohne diese Zulassung, liegt es in der Hand des kontrollierenden Polizeibeamten, ob er diese Beleuchtung akzeptiert oder eine Verwarnung ausspricht. In §67 der StVZO ist genau geregelt, wie die Beleuchtung des Fahrrads aussehen muss: weißer Frontscheinwerfer mit weißem Reflektor, roter Rückstrahler mit rotem Reflektor, zwei gelbe Streifenreflektoren pro Rad.

8.2. Batterie, Akku oder Dynamo – dauerhaft mit Licht

Sollten Sie bereits ein Fahrrad mit Dynamo besitzen, steht außer Frage, dass Sie auch das neue Fahrradlicht mit einem Dynamo betreiben. Es ist wartungsarm und läuft leicht. Vor allem kann das Licht auch leicht ausgeschaltet werden, wenn es nicht mehr benötigt wird.

Ist kein Dynamo vorhanden, bleibt nur der Betrieb mit Akku oder Batterie. Der Vorteil darin liegt in der einfachen Fahrradlicht-Montage und dem geringen Preis. Denken Sie allerdings daran, dass Sie immer Ersatzbatterien mit sich führen müssen, wenn Sie zu dieser Variante greifen.

8.3. Die Leuchtstärke bringt Licht ins Dunkel

Eine Fahrradlampe sollte hell sein. 40 bis 80 Lux ist eine gängige Lichtstärke. Auch hier gilt, dass die Fahrradlampe der StVZO entspricht, um Ärger mit der Polizei zu vermeiden.

8.4. Halterung – stabil ist nie zu viel

Fahrradleuchte mit USB-Anschluss

Während der Fahrt aufladbare Fahrradbeleuchtung mit USB-Anschluss.

Die Stiftung Warentest bemängelte in ihrem Fahrradbeleuchtungs-Test, dass viele Fahrradlichter, die mobil montiert werden, nach einiger Zeit abbrechen. Die neue Fahrradbeleuchtung sollte daher so stabil wie möglich sein, damit sie nicht beim Fahren verrutscht. Feste Einrastmechanismen sind hier empfehlenswert.

8.5. Energiegewinnung durch Körperkraft: innovative Fahrradbeleuchtung mit USB-Anschluss

Vor allem beim Dynamo bleibt der Strom oft ungenutzt, wenn die Beleuchtung abgeschaltet ist. Einige Hersteller wie Busch & Müller bieten Fahrrad Zubehör, wie Lampen mit USB-Anschluss, an, mit dem Geräte wie MP3-Player, Handys und GPS-Geräte aufgeladen werden können. Diese Hersteller führen auch Lampen mit einer Einschaltautomatik in ihrem Sortiment.

 

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