Motorrad Navi Test & Vergleich 2018 – Die besten Produkte

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Ebenso wie beim Autofahren ist das Navi auch für die Motorradtour zum wichtigen Begleiter geworden. Allerdings braucht ein Navigationsgerät fürs Motorrad ganz andere Eigenschaften, als eines fürs Auto.

Immerhin findet die Navigation beim Motorrad an der freien Luft statt. Wind, Wetter, Stöße und Erschütterungen treffen unmittelbar auf das kleine Gerät am Bike.

Deshalb ist es ratsam, dass Sie ein echtes Motorrad-Navi kaufen. Es ist robust und auf die speziellen Anforderungen ausgelegt. In unserem Motorrad-Navi-Vergleich 2018 erfahren Sie, wann ein Motorrad-Navi wasserdicht ist, warum Sie auf Bluetooth-Funktion achten sollten und was ein gutes Display ausmacht.

Vergleichstabelle für Motorrad-Navi - letzte Aktualisierung: 11/2018

Die Stiftung Warentest hat schon im Mai 2012 festgestellt, dass gute Smartphones spezielle Navigationsgeräte eigentlich unnötig machen. Doch das empfindliche Smartphone werden die Wenigsten den Einflüssen beim Motorradfahren aussetzen wollen.

Leider gibt es aber bisher keinen Motorrad-Navi-Test der Stiftung Warentest und auch der ADAC hat noch keinen Test von Motorrad-Navis durchgeführt. Damit Sie im Angebotsdschungel dennoch nicht im Dunkeln tappen, haben wir für Sie von Navigationssoftware bis Halterung alles Wichtige zusammengefasst, sodass Sie Ihren persönlichen Motorrad-Navi-Testsieger finden.

1. Das Motorrad-Navi – robust und wetterfest über kurvenreiche Straßen

Ein Navi fürs Motorrad macht ein dauerndes Anhalten und Kontrollieren des Weges auf einer Karte unnötig. Die Bike-Tour wird so zu einem stressfreien und entspannten Vergnügen.

motorrad-navi-test

Alles im Blick mit dem Motorrad-Navi: Landschaft und Route.

Dabei hat das Motorrad-Navigationsgerät neben GPS sowie der Warnung vor Stau, Radarfallen und Straßensperren jeweils etwas mit den anderen Spezialvarianten von Navis – also dem LKW-Navi und dem Fahrrad-Navi – gemeinsam.

Es ist

  • robust und wetterbeständig wie ein Fahrrad-Navi und
  • hat eine spezielle Software zum Planen von Routen wie LKW-Navis.

Ein Motorrad-Navi ist deshalb meistens deutlich teuer als eins für Auto. Der Grund ergibt sich aus seinen oben genannten Eigenschaften:

Es muss wasserdicht sein, eine besonders stabile Verbindung zum Fahrzeug haben und auch Vibrationen und Stöße unbeschadet überstehen.

Außerdem braucht es eine Navigationssoftware, die Routing möglich macht. Immerhin wollen Sie als Motorradfahrer nicht schnell ans Ziel, sondern auf der Strecke durch möglichst schöne Landschaften oder über besonders reizvolle, kurvige Straßen fahren.

2. Arten von Motorrad-Navis: mit Halterungen für Lenker, Spiegel oder Tank

Bike-Navis unterscheiden sich in der Art ihrer Navi-Halterung fürs Motorrad. Das bedeutet, je nachdem, wie die Voraussetzungen an Ihrem Zweirad sind, sollten Sie die passende Motorrad-Navi-Halterung wählen.

Möglich ist die Montage entweder am Lenker, an den Spiegeln oder auch am Tank.

Die verschiedenen Navigationssystem-Typen haben wir in folgender Tabelle mit ihren Merkmalen zusammengefasst:

Motorrad-Navi-Typ Eigenschaften
Navi mit Lenkerhalterung

motorrad navi an lenkerhaltung

  • am meisten verbreitete Variante von Motorrad Navis
  • Halterung wird an freie Stelle des Lenker geschraubt
  • Klemme umschließt das Lenkerrohr
  • über Platte oder Kugel-Klemmen-Technik wird Navi angebracht
  • muss zur Dicke des Lenkerrohr passen
  • kann am ehesten als Universal-Motorrad Navi Halterung bezeichnet werden
Navi mit Spiegelhalterung

Navigationsgerät mit Spiegelhalterung

  • ähnlich der Lenkervariante
  • Halterung wird am Arm des Spiegels befestigt
  • Klemme umschließt den Spiegelarm
  • über Platte oder Kugel-Klemmen-Technik wird Navi angebracht
  • nicht für allzu filigrane Spiegel geeignet
Navi mit Tankhalterung

Navigationsgerät Tankhalterung

  • Navis werden in Taschen oder Rücksäcke gesteckt
  • Halterung wird am Tank befestigt
  • Befestigung funktioniert über Schnallen oder Klemmen
  • Taschen können auch für anderes Gepäck verwendet werden und haben eine durchsichtige Hülle, damit die Routenführung sichtbar ist

3. Kaufberatung: wasserdichtes Navi mit robuster Halterung und Bluetooth

In den seltensten Fällen ist es möglich, einen ausführlichen Motorrad-Navigationsgeräte-Test durchzuführen, bevor Sie sich für das beste Motorrad-Navi entscheiden. Damit Sie dennoch das passende Modell für Ihre Zwecke finden, geben wir im Folgenden einen Überblick über alle Kategorien, die in Ihre Kaufentscheidung mit einfließen sollten.

3.1. Material: besonders robust und wetterbeständig

navi halterung motorrad

Da das Navi meistens direkt über dem Tank oder in seiner Nähe angebracht ist, sollte es treibstoffresistent sein.

Schaffen Sie sich für Ihr Motorrad ein Navigationsgerät an, das sowohl über ein robustes Gehäuse verfügt als auch treibstoffresistent ist. Selbst wenn nicht direkt Benzin über die Navigationsgeräte gegossen wird, reichen schon die Dämpfe beim Tanken, um das Gerät anzugreifen.

Treibstoffresistent sind zum Beispiel die Zumo-Navis von Garmin oder die Rider-Reihe von TomTom.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wasserfestigkeit. Immerhin trifft der Regen beim Motorrad durch den Fahrtwind recht hart auf das Navi. Da sollte es schon einiges an Feuchtigkeit aushalten.

Ob das Gerät wirklich wasserbeständig ist, können Sie prüfen. Denn viele Hersteller nennen ihre Motorrad-Navis wasserdicht, obwohl sie es nicht sind.

Ein untrüglicher Beweis ist die IPX-Zertifizierung. Sie stuft die Widerstandsfähigkeit des Gerätes gegenüber Wasser ab.

Verfügt ein Motorrad-Navigationsgerät über IPX4-Zertifizierung ist es lediglich gegen Spritzwasser geschützt. Für eine Fahrt im Regen reicht das jedoch nicht aus. Empfehlenswert ist, dass das Navi mindestens ein IPX7 Zertifikat hat. Das bedeutet, dass es sogar ein kurzzeitiges, komplettes Eintauchen in Wasser übersteht.

3.2. Halterung: Lenkermodelle mit RAM-Mount-System sind eine gute Wahl

Die Befestigung sollte auf jeden Fall im Lieferumfang enthalten sein. Falls nicht, sollten Sie vom Kauf absehen, denn das ist bei fast allen Herstellern (auch bei den preiswerteren Varianten) Standard.

Auch wenn die Anbringung am Motorrad meist intuitiv zu bewerkstelligen ist, sollte eine gute Anleitung nicht fehlen, damit das Gerät auch sicher sitzt und nicht abfällt.

Wie Motorrad-Navigationsgeräte-Tests gezeigt haben, können hier vor allem die Premium-Hersteller überzeugen.

Garmin Motorrad Navis ebenso wie Motorrad Navis von TomTom kommen mit RAM-Mount-System für den Lenker. Die Kugel-Klemmen-Technik ist fast universell für alle Motorräder einsetzbar und hält bombenfest.

Sollten Sie mit einem anderen Hersteller liebäugeln, achten Sie darauf, dass Sie zur Montage kein weiteres externes Material benötigen oder im Fall der Fälle Hinweise zu kompatiblen Adaptern und Verlängerungen genannt sind.

3.3. Display: Empfindlichkeit für Berührung, Helligkeit und Spiegelung

motorrad navigationsgerät mit touch

Um nicht immer die Handschuhe ausziehen zu müssen, wenn Sie etwas am Navi einstellen, sollte der Display auch auf die behandschuhte Hand reagieren.

Bei allen Navigationsgeräten – egal ob es sich um eins von NavGear, Blaupunkt oder ein Becker-Motorrad-Navi handelt – funktioniert die Bedienung über Touchscreen.

Da Sie als Motorradfahrer mit Handschuhen unterwegs sind, sollte das Display auf jeden Fall auch auf die Berührung mit dem Handschuh reagieren. Jedoch darf es nicht zu empfindlich sein, damit es nicht durch Stöße oder gröbere Handhabung bricht.

Achten Sie außerdem darauf, dass das Display entspiegelt ist und etwas abgedunkelt, sodass die Daten darauf auch bei Sonneneinstrahlung noch einwandfrei zu erkennen sind.

3.4. Navigationssoftware muss über ausreichend Kartenmaterial verfügen

Achten Sie beim Kauf auf jeden Fall auf die Navigationssoftware, denn diese unterscheidet sich je nach Modell oft sehr. Dabei kommt es vor allem auch auf das inkludierte Kartenmaterial an.

Überlegen Sie vor Anschaffung genau, ob Ihnen die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausreicht, oder ob Sie planen auch in anderen Ländern unterwegs zu sein.

Falls Sie spezielles Kartenmaterial beispielsweise für eine Reise zur berühmten Route 66 benötigen, sollten Sie unbedingt prüfen, dass genügend Speicherplatz auf dem Motorrad-Navi verfügbar ist. Alternativ sollte das Gerät einen Einschub für eine Speicherkarte haben.

Außerdem wichtig: Achten Sie darauf, dass Kartenupdates im Kaufpreis enthalten sind. Ansonsten fallen nach einigen Jahren wieder Kosten an.

3.5. Routingoption für planbare Touren zu interessanten Wegpunkten

Wie wir oben schon angesprochen haben, muss die Navigation fürs Motorrad hinsichtlich Routenoptionen individuell anpassbar sein.

Dabei geht es nicht darum die schnellste oder die kürzeste Route zu wählen, sondern vielmehr darum schöne Strecken anzusteuern, die die Fahrt zum Erlebnis machen.

Dazu ist es zwingend notwendig, dass das Navigationsgerät bei der Routenberechnung die einzelnen Zwischenziele berücksichtigen kann – also nicht von A nach B, sondern auch über C und D verbindet. Und das nicht per Luftlinie, sondern straßengenau (sog. Routing).

Besonders praktisch ist es, wenn Sie die Strecke am Computer vorplanen können und sich die Daten dann auf das mobile Gerät übertragen lassen. Dazu legen Sie Wegpunkte fest (mit Längen und Breitengrad), die das Motorrad-Navi dann selbstständig verbindet.

Unser Tipp: Der ADAC hat verschiedene reizvolle Routen erstellt, die Sie sich auf Ihr Motorrad-Navi laden können.

Wichtig: Auch POIs sollte Ihr Navigationsgerät anzeigen. POI steht für Points of Interest, übersetzt also für interessante Punkte auf der Karte. Haben Sie die POIs aktiviert, zeigt Ihnen das Navi Tankstellen, Restaurants und Hotels in der Gegend an. Bei Motorrad-Navis sind das dann auch meistens spezielle motorradfreundliche Betriebe.

3.6. Ausstattungsdetails: Kompatibilität mit Bluetooth-Headset und Freisprecheinrichtung

motorradnavi mit freisprecheinrichtung

Praktisch: Die Kopplung über Bluetooth ermöglicht die Einrichtung einer Freisprecheinrichtung.

Ein Ausstattungsdetail auf das es sich besonders lohnt vor dem Kauf zu achten, ist die Bluetooth-Fähigkeit des Navis. Zwar ist in den seltensten Fällen auch das passende Bluetooth-Headset enthalten – schon gar nicht bei günstigen Motorrad-Navis – aber die zusätzliche Investition von um die 80 Euro lohnt sich in jedem Fall.

Mithilfe eines Bluetooth-Headsets ersparen Sie sich den Blick aufs Navi. So können Sie sich auf die Fahrt konzentrieren und verpassen dennoch nichts. Ein deutliches Plus für die Sicherheit!

Hat Ihr Motorrad-Navigationsgerät Bluetooth, können Sie es auch mit anderen Geräten koppeln – beispielsweise auch dem Smartphone.

So ist auch die Einrichtung eines Navis mit Freisprecheinrichtung möglich. Damit können Sie sowohl Anrufe empfangen als auch während der Fahrt mit den anderen Bikern kommunizieren.

4. Fragen und Antworten rund um Motorrad-Navigationsgeräte

4.1. Wie funktioniert ein Motorrad-Navi?

Wie bei jeder anderen Wegführung über Navi funktioniert auch die Motorrad-Navigation über drei Komponenten: eine digitale Karte, eine Routingsoftware, die den Weg plant und GPS zur Standortbestimmung.

GPS (Global Positioning System) basiert auf 27 Satelliten, die um die Erde kreisen und permanent Signale mit ihrer genauen Position und der exakten Uhrzeit an die Erde senden.

Dieser Code wird vom GPS-Chip im Motorrad-Navi empfangen. Hat das Gerät Kontakt zu mindestens drei (bzw. vier) Satelliten, ist die Bestimmung von Position, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung möglich.

Übrigens funktioniert eine Motorrad-Navi-App genauso, nur dass der GPS-Empfänger eben im Handy sitzt.

4.2. Wie befestige ich ein Navigationsgerät am Motorrad und schließe es an?

motorradnavi halterung klemme

Die Halterung wird mit einer Klemme am Motorradlenker befestigt. Oben wird das Navigehäuse eingesetzt.

So gut wie immer ist die passende Halterung schon im Lieferumfang Ihres Motorrad-Navis enthalten. Hat Ihr Kraftrad allerdings einen sehr kleinen Lenker, kann es sein, dass Sie einen speziellen Adapter zur Befestigung brauchen.

Als nahezu universell kann das RAM-Mount-System bezeichnet werden, das beispielsweise bei den Navigations-Marken TomTom und Garmin Standard ist. Das System basiert auf einer Kugel-Klemmen-Technik, wobei die Montage sehr intuitiv möglich ist – und das bei fast jedem Motorrad.

Damit die Motorrad-Navigation starten kann, müssen Sie das Gerät noch an das Bordnetz anschließen. Den Anschluss sollten Sie am besten an der permanenten Batteriespannung (Dauerplus) vornehmen, denn so hat das Motorrad-Navigationsgerät auch Strom, wenn der Akku nach 4 bis 7 Stunden leer ist.

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