Motorradhelm Test & Vergleich 2018 – Die besten Produkte

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Der Motorradhelm ist einer der wichtigsten Bestandteile der Motorradbekleidung. Auf dem Motorrad werden enorm hohe Geschwindigkeiten erreicht, wobei der Fahrer im Gegensatz zum PKW über keinerlei Knautschzone verfügt. Sämtliche Kräfte wirken direkt und ohne Dämpfung auf den Körper ein, weshalb dieser besonders gut geschützt werden sollte. Um schwere Kopfverletzungen zu vermeiden, empfiehlt sich vor dem Kauf die Betrachtung eines Motorradhelm-Tests bezgl. Material, Beschaffenheit und Sicherheitsaspekten.

Im Motorradhelm-Vergleich der Stiftung Warentest wurde in verschiedenen Kategorien ermittelt, welcher der jeweils beste Motorradhelm seiner Gattung ist. Den einen Motorradhelm-Testsieger gibt es dabei allerdings nicht, da Motorradhelme in unterschiedliche Typen eingeteilt werden.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die getesteten Variationen der unverzichtbaren Motorradbekleidung, die vom Gesetzgeber als einziges Kleidungsstück auf dem Motorrad vorgeschrieben ist.

Vergleichstabelle für Motorradhelm - letzte Aktualisierung: 10/2018

Gehen Sie bei der Auswahl des richtigen Helms für Ihre Bedürfnisse Schritt für Schritt vor. Vergleichen Sie Materialien, Typen und sicherheitsrelevante Aspekte, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

1. Wichtige Kriterien beachten, bevor Sie Motorradhelme kaufen

motorradhelm test

Motorradhelm mit integriertem Kopfhörer.

Sowohl die Stiftung Warentest als auch der ADAC weisen in Ihren Ratgebern und Motorradhelm-Tests auf verschiedene Aspekte hin, die neben dem eigentlichen Produkt für ein Höchstmaß an Sicherheit sorgen. Dabei spielt es im ersten Schritt keine große Rolle, ob Sie sich für einen Motorradhelm als Jethelm, einen Integralhelm oder einen Klapphelm interessieren. Auch zu dieser Entscheidung können Sie unseren Motorradhelm-Vergleich 2018 im nächsten Schritt als Hilfe nutzen.

1.1. Fachkundige Beratung

Nehmen Sie sich für die Anprobe des neuen Helms unbedingt genügend Zeit. Idealerweise suchen Sie einen Motorradladen auf, in dem Sie sich gerade als Einsteiger von kompetenten Mitarbeitern über die wichtigsten Aspekte aufklären lassen. Im niedergelassenen Fachhandel lernen Sie die Unterschiede zwischen Jethelm, Crosshelm oder Chopper Helm kennen und können bei Rabattaktionen einen Motorradhelm günstig kaufen.

Sie sollten Helme, die in die engere Wahl kommen, mindestens zehn Minuten am Stück tragen. Erst dann lassen sich Druckstellen oder ein scheuerndes Material zuverlässig erkennen. Erkundigen Sie sich nach einer Probefahrt, um den Sitz auch unter Einfluss von Fahrtwind zu testen.

1.2. Perfekte Passform

Eine Umrechnungstabelle gibt eine grobe Richtung vor, welche Helmgröße zu Ihrem Kopfumfang harmoniert. Dennoch fallen die Größen bei unterschiedlichen Herstellern anders aus, sodass z.B. ein Bandit-Motorradhelm völlig anders sitzt, als ein Shoei-Motorradhelm. Ein Motorradhelm für Damen oder Herren ist zudem anders aufgebaut als ein Motorradhelm für Kinder, da die Kopfformen unterschiedlich sind.

1.3. Der richtige Sitz

motorradhelm polstereinsatz

Polstereinsatz für eine bessere Passform.

Mit kleinen Tricks lässt sich erkennen, ob der Helm wirklich gut und sicher auf dem Kopf sitzt. Dreht sich beispielsweise die Kopfhaut an der Stirn bei einer Drehung des Helms mit, liegt der Motorradhelm richtig an.

Wackeln oder rutschen unterschiedliche Helm-Arten verschiedener Hersteller immer wieder, können zusätzliche Polster hilfreich sein. Die Innenausstattung lässt sich bei vielen Motorradhelmen individuell durch Wangenpolster oder Polster für den Oberkopf anpassen.

Ein Helm sitzt erst dann perfekt, wenn er sich bei korrekt eingestelltem Kinnriemen im geschlossenen Zustand nicht nach vorne vom Kopf abziehen lässt. Der Kinnriemen sollte im geschlossenen Zustand nicht auf den Kehlkopf drücken, während das Schloss am Unterkiefer keinerlei Druck ausüben darf.

1.4. Kleine Details beachten

Als Brillenträger müssen Sie unbedingt einen Motorradhelm wählen, der samt aufgesetzter Brille perfekt sitzt. Lassen Sie sich nicht überreden, beim Motorradfahren auf Kontaktlinsen umzusteigen. Bei einer Unverträglichkeit oder dem Verlust einer Linse während einer kurzen Rast sind Sie ansonsten nicht fahrtüchtig.

Achten Sie auch darauf, dass der Helm mit einer eingebauten Sonnenblende ausgestattet ist. Gerade, wenn Sie ansonsten keine Brille tragen, genießen Sie dadurch den Komfort aus perfekter Passform und Sonnenschutz.

Leuchtende, helle Farben und reflektierende Details sehen nicht nur attraktiv aus, sondern sorgen für eine bessere Sichtbarkeit. Je besser Sie auf dem Motorrad von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden, desto sicherer wird Ihre Fahrt. Bei einem dunklen, matt-schwarzen Motorradhelm hingegen kann ein lässiger Motorradhelm-Aufkleber auf der Rückseite für Sichtbarkeit sorgen.

Öffnen und Schließen Sie das Visier, um herauszufinden, ob dieses schnell beschlägt und wie der Luftaustausch bei geschlossenem Visier ausfällt. Die Sicht sollte selbstverständlich glasklar und unbeeinträchtigt sein.

2. Wählen Sie den Typ des Motorradhelms passend zu Ihren Bedürfnissen aus

In unterschiedlichen Motorradhelm-Tests wird üblicherweise zwischen den vier nachfolgend aufgeführten Helmen unterschieden:

Modell Kinnpartie Visier Schutz Gewicht Besonderheiten
Integralhelm

integralhelm test

fest verschließbar sehr gut leicht Einsatz im Rennsport
Klapphelm

klapphelm test

klappbar variabel gut mittel für Brillenträger
Jethelm

jethelm test

keine teilweise befriedigend leicht nostalgischer Look

Generell weisen Integral-Motorradhelme die höchsten Schutzeigenschaften auf und werden auch im Rennsport verwendet. Integralhelme sind für Fans rasanter Fahrten fast schon ein Muss, wobei jeder Helm, der mit einem ECE-Aufnäher ausgestattet ist, die Norm erfüllt.

Die Sicherheitsnorm ECE 22-05 legt die Prüfkriterien für Motorradhelme fest. Form und Größe der Dämpfungsschale, Stoßdämpfung an einzelnen Punkten im Falltest, Absicherung und Belastbarkeit des Kinnriemens oder Größe des Sichtfeldes sind nur einige davon. Das ECE-Siegel weist Sie darauf hin, dass dieser Helm die Norm erfüllt.

motorradhelm schwarz matt

Auch ausgefallene Helmdesigns können für den Straßenverkehr zulässig sein.

Ein Motorradhelm als Klapphelm ist durch den Klappmechanismus bei Unfällen sehr vorteilhaft, da die Ersthelfer den Helm leichter öffnen können. Obendrein wird der Klapphelm in Motorradhelm-Vergleichen immer wieder Brillenträgern ans Herz gelegt, da sie sich durch den Klappmechanismus bei aufgesetzter Brille leichter ausziehen lassen.

Motocross-Fans wissen den größeren Abstand der Kinnpartie zum Körper zu schätzen. Das fehlende Visier wird mit einer Motorradbrille kompensiert, wobei dreckige Pisten und die eingeschränkte Sicht lediglich bei Fans dieser Sportart beliebt sind.

Fans nostalgischer Maschinen lieben hingegen Jethelme oder auch Halbschalenhelme. Die Form erinnert an vergangene Zeiten und die offene Passform vermittelt ein Gefühl von Freiheit. Durch die gute Belüftung und das lockere Gefühl sind diese Helme auch generell bei gemütlichen Motorradtouren sehr beliebt.

3. Die Kosten für Ihre Sicherheit variieren bei Motorradhelmen

Bei Motorradhelm-Tests wird neben Sicherheit und Qualität auch immer das Preisleistungsverhältnis überprüft. Generell müssen Sie für unterschiedliche Helm-Varianten mit anderen Kosten rechnen.

  • Integralhelm: Diesen Helm finden Sie im Internet bereits für weniger als 30,- Euro. Bei solchen Angeboten sollten Sie jedoch sehr vorsichtig sein und unbedingt prüfen, ob der Integralhelm über das ECE-Siegel verfügt. Günstige Integralhelme mit Siegel sind bereits ab 60,-Euro zu finden, wobei hier die Langlebigkeit in Frage zu stellen ist. Wer nur selten fährt, kann einen Kauf durchaus wagen. Empfehlenswert sind Motorradhelm-Testsieger, bei denen das Preisleistungsverhältnis berücksichtigt wurde.
  • Klapphelm: Im Gegensatz zur Variante Integral-Motorradhelm sind Klapphelme etwas teurer. Dies hängt mit der Mechanik des Klappmechanismusses zusammen. Die Hersteller müssen hier für den Einbau eines robusten, mechanischen Bauteils etwas mehr Geld verlangen. Im Motorradhelm-Test schneiden Modelle ab 160,- Euro bereits sehr gut ab.
  • Jethelm: Gerade bei diesen Modellen ist die Preisspanne unglaublich groß. Dies hängt mit der variantenreichen Vielfalt zusammen, durch die immer wieder wichtige Details fehlen. Was am Helm fehlt, müssen Sie als Motorradfahrer anderweitig kaufen. Fehlt beispielsweise ein Visier, müssen Sie in eine Motorradbrille investieren. Für fehlende Sonnenblenden müssen Sie einen Ausgleich schaffen und durch die offene Passform für ausreichend Wärme am Hals und im Gesicht sorgen. Die günstigsten Modelle mit ECE-Siegel und guten Testergebnissen sind ab 60,- Euro erhältlich, wobei Sie das eingesparte Geld garantiert in Zubehör investieren werden.

Die Marke spielt selbstverständlich auch eine Rolle beim Preis. Das ein Motorradhelm von Louis, AGV Helme oder ein Motorradhelm von HJC teilweise teurer ist, hängt mit der besonderen Erfahrung, Qualität und Forschung zusammen. Durch die Ausstattung von Rennfahrern ist viel an Technologien und Materialien geforscht worden, während die Marke für sich werben konnten.

Bei einigen Herstellern haben Sie die Möglichkeit, eine verlängerte Garantie auf das jeweilige Produkt zu bekommen. Die Herstellergarantie der HJC Helme lässt sich für bestimmte Varianten auf 5 Jahre verlängern, indem Sie einige Daten auf der Homepage ausfüllen.

4. Der Motorradhelm allein sorgt nur teilweise für Sicherheit

motorradhelm retro

Ein Halbschalenhelm bietet eine hervorragende Retro-Optik, büßt allerdings enorm in puncto Schutz ein.

Um im Straßenverkehr auf dem Motorrad rundum gut geschützt zu sein, ist der Helm nur ein wichtiger Faktor. Motorradhandschuhe schützen Ihre Hände beim Sturz auf einem schroffen Straßenbelag und halten Ihre Finger während der Fahrt warm und trocken.

Eine Motorradjacke aus synthetischen Materialien beherbergt den wichtigen Rückprotektor, während sie gleichzeitig wasserdicht und windabweisend Ihr Fahrvergnügen steigert.

Motorradstiefel sorgen im unteren Bereich für zusätzlichen Schutz. Geschickt platzierte Reflektoren am Motorradstiefel oder auch die Motorradjacke tragen außerdem durch die bessere Sichtbarkeit zu Ihrer Sicherheit bei.

Super cool sehen Lederkombis aus, die Ihren gesamten Körper durchgehend schützen. Eine Kopfbedeckung mit Retro-Charme passt hervorragend zum lässigen Style der Lederkleidung. Kombinieren Sie einen Halbschalenhelm und genießen auf einer gemütlichen Ausfahrt mit Ihrer Harley den Auftritt an der Raststätte.

5. Durch Reinigung und Pflege die Lebensdauer vom Motorradhelm verlängern

Durch abgestimmte Pflege und Reinigung Ihres Helms erhalten Sie nicht nur dessen Attraktivität, sondern tragen gleichzeitig auch zu Ihrer eigenen Sicherheit bei. Die Stiftung Warentest hat nicht umsonst einen separaten Beitrag zur Helmpflege aufgelegt.

Gerade nach der Winterpause sollte der Motorradhelm von Staub befreit werden und das Visier blitzblank poliert werden. Überprüfen Sie Dichtungen und mechanische Bestandteile hinsichtlich ihrer Funktionalität. Sollte eine Dichtung defekt sein, kann dies vielfach im Fachhandel repariert werden. Der Klappmechanismus bei einem Klapphelm profitiert von einem Tropfen Öl, damit er wieder störungsfrei geöffnet und geschlossen werden kann.

Achten Sie bereits bei der Kaufberatung darauf, dass sich Innenfutter und Polster herausnehmen lassen. So werden Reinigung und Pflege wesentlich vereinfacht und Sie profitieren das ganze Jahr hindurch von Frische und Hygiene.

Überprüfen Sie den Kinnriemen, denn dieser sollte selbst bei kleinen Beschädigungen oder einem strapazierten Zustand ausgetauscht werden.

Den Motorradhelm reinigen Sie lieber nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln, wovon auch in Motorradhelm-Tests abgeraten wird. Wasser, Schwämme und sanfte Reinigungsmittel genügen im Normalfall völlig. Sollten sich Kratzer im Visier zeigen oder hartnäckige Verschmutzungen Sie an Ihre Grenzen bringen, wenden Sie sich an einen Motorradladen. Die Mitarbeiter kennen Tipps und Tricks oder können im Zweifelsfall etwas ersetzen oder austauschen.

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