Navigationsgeräte Test & Vergleich 2018 – Die besten Produkte

Hinweis: Wir verlinken die unten gezeigten Produkte auf Online-Shops, in denen das jeweilige Produkt erhältlich ist. Dafür erhalten wir von den Händlern eine Provision bzw. Vergütung, jedoch nie vom Hersteller selbst. Ausführliche Infos zu unserem Bewertungsverfahren sowie zu unseren Einnahmen finden Sie hier.

Alle Produktvergleiche > Navigationsgeräte

Navigationsgeräte sind mittlerweile eine unverzichtbare Orientierungshilfe im Alltag geworden. Wo früher der Beifahrer mit Karten hantieren musste, erleichtern heute Navis oder Apps auf dem Smartphone die Navigation. Im Navigationsgeräte-Vergleich 2019 erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile mobile Lösungen auf dem Handy haben und worauf Sie achten sollten, wenn Sie Navigationsgeräte kaufen wollen.

Vergleichstabelle für Navigationsgeräte - letzte Aktualisierung: 02/2019

Die Stiftung Warentest hat diverse Navigationsgeräte getestet und darüber hinaus auch verglichen, ob das Navi oder eine App die besseren Ergebnisse erzielt. Darüber hinaus hat auch der ADAC detailliert die Funktionen und Fähigkeiten fest verbauter und mobiler Lösungen geprüft.

1. Funktionen von Navigationsgeräten kennenlernen

Moderne Navigeräte werden in Navigationsgeräte-Tests in zahlreichen, wichtigen Funktionen miteinander verglichen. Es gibt fest verbaute Navigationssysteme, die gerade in neueren Pkws als Teil des Bordcomputers mit Display Routen anzeigen. Daneben existieren mobile Lösungen, die mit Saugnäpfen in Wohnmobilen, Lkws oder Pkws angebracht werden können.

Außerdem können Smartphones und Handys mit der richtigen App als Navigationsgerät genutzt werden.

Bevor das beste Navigationsgerät ermittelt werden kann, sollte man die einzelnen Funktionen und Komponenten mobiler Navis kennenlernen.

1.1. Größe und Auflösung des Displays

Navigationsgeräte 4 Zoll

Hat das Display mindestens 4 Zoll, haben Sie alle Informationen gut im Blick.

Zunächst sollte jedes mobile Pkw-Navi so an der Frontscheibe angebracht werden, dass die Sicht auf die Fahrbahn nicht eingeschränkt wird. Gleichzeitig sollte der Fahrer einen Blick auf das Navi-Display werfen können, ohne dabei die Fahrbahn aus den Augen zu verlieren.

Üblicherweise ist diese Position etwa mittig an der Scheibe unterhalb des Rückspiegels. Vereinzelt bevorzugten Fahrer im Navigeräte-Test auch die Anbringung unten links an der Frontscheibe. Manche Geräte lassen sich zudem auf dem Armaturenbrett befestigen oder können in den Lüftungsschlitzen der Mittelkonsole angebracht werden.

Die Bilddiagonale sollte mindestens 4 Zoll aufweisen, wobei die meisten Geräte in Navi-Tests ohnehin mindestens mit einer 5 Zoll Diagonale ausgestattet sind. Generell gilt, je größer die Zoll-Angabe, desto einfacher lassen sich die Informationen vom Display ablesen. Ein Navigationsgerät mit 7 Zoll Display ist schon recht groß.

Folgende Informationen sollten auf dem Display angezeigt werden:

  • Routenführung: Farblich markiert zeigt das Navi die vorgeschlagene Route an. Sowohl bevorstehende Kurven als auch Fahrspurwechsel sind dadurch frühzeitig ersichtlich und erleichtern die Einordnung im fließenden Verkehr.
  • Streckenverlauf: Je nach Zoom wird der Streckenverlauf der gewählten Route angezeigt.
  • Zeit: Eine Uhrzeit muss nicht unbedingt angezeigt werden, da im Auto selbst oder am Handgelenk des Fahrers eine Uhr zum Ablesen der aktuellen Zeit zu finden ist. Die voraussichtliche Fahrzeit oder die aktuell berechnete Ankunftszeit hingegen sollte im Display angezeigt werden.
  • Karte: Die im Navi integrierten Karten, die zur Navigation genutzt werden, zeigen häufig auch Tankstellen und andere Streckenposten als Symbole an.
  • Menü: Moderne GPS Navigationsgeräte verfügen allesamt über umfangreiche Menüs. Diese lassen sich vor Fahrtbeginn oder während einer Rast aufrufen. Hier können Sie wählen, ob die schnellste oder kürzeste Strecke gefahren werden soll, ob Sie Landstraßen oder Autobahnen bevorzugen und ob Sie Fähren nutzen möchten oder nicht. Je nach Hersteller und Preis lassen sich diverse, weitere Einstellungen im Menü vornehmen, die eine individuell vorteilhafte Routenführung ermöglichen.

1.2. Stromversorgung und Akkulaufzeit

navigeräte mit akku

Ein gutes Navi sollte standardmäßig auch über einen integrierten Akku verfügen.

Aktuelle Navigationsgeräte sind mit einem aufladbaren Akku ausgestattet, der auch ohne Stromversorgung über einen gewissen Zeitraum hin die Funktionalität der Modelle aufrechterhält.

Über ein Kabel können die Navis während der Fahrt mit dem Zigarettenanzünder verbunden werden und diesen als Stromquelle nutzen. Es empfiehlt sich allerdings, das Gerät bereits im Vorfeld via USB-Kabel über den Computer aufzuladen. Treten Sie eine Reise ohne Laptop an, können Sie mit verschiedenen Adaptern auch eine Verbindung des Navis über den USB-Anschluss mit einer Steckdose herstellen.

1.3. Stauwarnung und Alternativen

Ein Navigationsgerät wählt zu Fahrtbeginn gemäß der von Ihnen getätigten Einstellungen eine Route aus und berechnet Fahrzeit und Ankunft. Allerdings nutzen moderne Geräte den kostenlosen Verkehrsdienst TMC, über den das Gerät Informationen über Staus und Unfälle verarbeitet.

Das Navi verarbeitet die Informationen und gleicht sie mit der gewählten Strecke ab. Dabei kann es vorkommen, dass die GPS Geräte eine alternative Route vorschlagen. So werden Staus nach Möglichkeit umgangen und es wird vermieden, dass Sie im Rahmen einer Vollsperrung feststecken.

1.4. Navigation vorlesen lassen

In Navigationsgeräte-Tests haben Navis einen guten Eindruck hinterlassen, bei denen über die Sprachausgabe die nächsten Schritte angesagt werden. Häufig lässt sich im Menü zwischen verschiedenen Stimmen wählen, wobei die gesprochenen Ansagen bei Fahrern sehr beliebt sind.

Navigationsgeräte-Test

Mit einer Freisprechfunktion vereinen Sie Komfort und Sicherheit.

Der Fahrer muss nicht permanent das Navi im Auge behalten, um Routenänderungen zu erkennen. Ganz im Gegenteil: der Fahrer konzentriert sich völlig auf den Verkehr und die Straße, bis das Navi sich meldet. Die Stimme liest vor, wo der Fahrer sich einordnen, welche Fahrspur er wählen und auf welche Straße er abbiegen soll.

Hier genügt ein kurzer Blick auf die herangezoomte Karte um herauszufinden, wo der Weg exakt hinführt. Die Lautstärke lässt sich variieren und der Umgebungslautstärke anpassen.

1.5. Freisprecheinrichtung zum Telefonieren nutzen

Da Telefonieren am Steuer absolut verboten ist und vom Gesetzgeber hart geahndet wird, sind Navis mit Freisprecheinrichtung eine gute Lösung. Nutzen Sie diese Funktion, um sich nicht nur navigieren zu lassen, sondern während der Fahrt auch ein wichtiges Telefonat entgegennehmen zu können.

Das Smartphone wird einfach via Bluetooth mit dem Navi verbunden, teilweise werden sogar Ihre Kontaktdaten importiert. Sie können aktiv jemanden anrufen oder auch eingehende Anrufe beantworten.

Vorsicht: Telefonieren während der Fahrt ist nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt. Sparen Sie sich den Punkt in Flensburg und das damit verbundene Bußgeld einfach.

2. Navigationsgeräte nutzen Kartenmaterial

Damit Navis Sie zuverlässig durch den Straßenverkehr navigieren können, greifen die verschiedenen Hersteller auf Karten zu, die vom Gerät angezeigt werden. Da sich das Straßenbild täglich verändert, ist die Aktualität der Karten ungeheuer wichtig.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Hersteller Ihnen kostenlose Updates zur Verfügung stellt. Navigationssysteme, die sich selbst aktualisieren, sind im Navi-Test besonders positiv aufgefallen. Das Navigationsgerät Kartenupdate sollte auch dann, wenn Sie es manuell vornehmen müssen, einfach und schnell vonstattengehen.

Fragen Sie vor dem Kauf im Fachhandel oder beim Hersteller nach, für welchen Zeitraum Ihnen Updates kostenlos angeboten werden. Navigationsgeräte Testsieger punkten mit welt- oder europaweiten Karten und lebenslangen Updates.

Folgende Hersteller werben mit einem lebenslangen, kostenlosen Kartenupdate:

  • Becker Navigationsgerät ready.5 CE, Becker Navi active.5s CE
  • Tomtom Navigationsgerät Start 50, Tomtom Go 62
  • Garmin Navigationsgerät Drive Smart 51

Die äußerst günstigen Medion Navigationsgeräte, die ein bekannter Supermarkt regelmäßig zu Schnäppchenpreisen anbietet, werden ebenfalls mit umfangreichem Kartenmaterial ausgeliefert. Alle 12 Monate lässt sich das Kartenmaterial updaten, allerdings nur gegen Gebühr.

3. Navigation via Smartphone

Die handlichen Taschencomputer, mit denen sich ganz nebenbei auch telefonieren lässt, hat heute fast jeder Autofahrer sowieso bei sich. Daher haben sich zahlreiche App-Anbieter bemüht, mobile Navigationsgeräte im Pkw zu ersetzen.

Die kostenlosen Apps sind überwiegend gut in der Lage, Routen auszuwählen und den Fahrer via Sprachausgabe und bewegter Ansicht auf dem Display an sein Ziel zu führen.

Bei vielen Smartphones sind bekannte Kartendienste bereits vorinstalliert, die sich zur Navigation nutzen lassen. Problematisch kann es allerdings mit der Straßenverkehrsordnung werden, da Sie Ihr mobiles Telefon während der Fahrt idealerweise überhaupt nicht berühren, um keinerlei Verdacht auf Telefonieren zu erwecken.

Mit einer Halterung lassen sich auch Smartphones an der Windschutzscheibe anbringen, um die Routenführung auf dem Display verfolgen zu können.

Achtung: Gerade bei kostenlosen Anbietern von Navigations-Apps sollten Sie überprüfen, wie Ihre Daten verwendet werden. Überlegen Sie sich im Vorfeld gut, ob Sie Ihre Bewegungsdaten hergeben wollen oder wie die Verschlüsselung des Anbieters ausfällt.

4. Zubehör und zusätzliche Features

Sowohl für mobile Navis als auch für Ihr Smartphone sollten Sie sich unbedingt eine praktische Halterung zulegen. Nur so gewährleisten Sie während der Fahrt Sicherheit und Aufmerksamkeit.

Vermeiden Sie es, das Navigerät oder Handy auf dem Beifahrersitz zu platzieren. Ihre Augen sind nicht mehr auf die Fahrbahn gerichtet und das Gerät verrutsch in Kurven extrem leicht. Eine Navigationsgeräte-Halterung ist nicht teuer und wird von vielen Herstellern gleich mitgeliefert.

Für Camper oder Fahrern von Bullis oder Wohnmobilen kann ein Navi mit Rückfahrkamera eine echte Hilfe beim Parken und Manövrieren sein. Dazu wird eine Rückfahrkamera installiert, die das Bildmaterial auf das Display des Navigeräts überträgt. Solche Allrounder werden in jeder Kaufberatung als ideale Navigationsgeräte für Camper, die nicht jeden Tag mit dem großen Gefährt rangieren, bewertet.

Die nachstehende Übersicht greift einzelne Details der Navis auf, die bei verschiedenen Fahrzeugen mehr oder weniger notwendig sind:

Detail Navigationsgeräte Motorrad

navigatinsgeräte-motorrad

Navigationsgeräte Auto

navigationsgeraete-auto

Navigationsgeräte Camper

navigationsgeraete-fuer-camper

Rückfahrkamera unnötig fahrerabhängig empfehlenswert
Display max. 5 Zoll min. 5 Zoll min. 5 Zoll
Halterung empfehlenswert empfehlenswert empfehlenswert
Kartenmaterial lebenslang kostenlos lebenslang kostenlos lebenslang kostenlos

5. FAQ

5.1. Was bedeutet TMC?

Der Hersteller weist bei Navigationsgeräten durch die Abkürzung TMC (Traffic Message Channel) darauf hin, dass dieses Navi ein Radiosignal empfängt. Über das frei zu empfangende Signal weisen solche Navigeräte auf Verkehrsstörungen hin. Sie erfahren daher, ob es auf der Strecke zu Unfällen gekommen ist, ob Staus oder Baustellen Ihre Reise behindern. Häufig schlägt das Navi auf Basis dieser Daten eine alternative Route vor.

5.2. Wie funktioniert GPS?

gps-geraete

Mithelfe von GPS wird Ihre aktuelle Position stets von mindestens drei verschiedenen Satelliten ermittelt.

Mit GPS wird ein Globales Positionierungssystem bezeichnet, das über Satelliten im Weltall mit Empfängern (GNSS) auf der Erde Daten austauscht. Sowohl die Position als auch die Geschwindigkeit des empfangenden Geräts, also des Navis, kann dadurch ermittelt werden.

5.3. Wie genau sind Navis?

Die Genauigkeit der Angaben hängt einerseits von der Uhr im Empfangsgerät und andererseits von der Erreichbarkeit und Anzahl der Satelliten ab.

Im Idealfall ist die Uhr sehr exakt und es sind zahlreiche Satelliten erreichbar. Bei diesen Voraussetzungen können Navigationsgeräte auf weniger als drei Meter genau die Position bestimmen. Die Umgebung hat Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Satelliten, sodass beispielsweise in einem Tunnel die Genauigkeit abnimmt.

5.4. Gibt es auch Motorrad-Navis?

Im Handel sind diverse Motorrad-Navigationsgeräte zu finden. Sie nutzen die gleichen Technologien wie Navigationsgeräte im Auto, werden allerdings anders angebracht. Da viele Motorräder keine oder nur eine kleine Frontscheibe besitzen, werden die Geräte über Tachometer und Drehzahlmesser angebracht.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (39 Bewertungen, Durchschnitt: 4,60 von 5)
Loading...
{ 0 Kommentare… add one }

Neuen Kommentar verfassen

[x] Schließen
Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Newsletter des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.