Neuer Bußgeldkatalog 2014 – Punktekatalog mit Bußgeldrechner

Herzlich Willkommen, hier finden Sie den Punkte- und Bußgeldkatalog 2014 inkl. Bußgeldtabelle und Bußgeldrechner. Ständig aktuell, auf der StVO basierend und gültig seit dem 1. Mai 2014.

Bitte wählen Sie jetzt eine Bußgeldtabelle aus dem Bußgeldkatalog 2014 aus:

 

…oder nutzen Sie unseren Bußgeldrechner!

Wie funktioniert das Punktesystem?

Um die Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen zu gewährleisten, gibt es ein mehrstufiges Sanktionssystem. Dieses soll Autofahrer auf Fehlverhalten im Straßenverkehr hinweisen; bleibt dies fruchtlos, so wird der Führerschein entzogen. Die Höhe der Strafen für einzelne Verstöße gegen das Verkehrsrecht entnimmt das Punktesystem dem aktuellen Bußgeldkatalog. Bis zu 8 Punkte darf jeder Autofahrer sammeln, und bleibt dabei bis auf kurze Fahrverbote und Bußgelder straffrei. Doch sobald das Konto des Autofahrers über 8 Punkte aufweist, ist der Führerschein weg und kann erst nach einer Sperrfrist und einer MPU wieder gemacht werden. Wie viele Punkte es für einen Verkehrsverstoß gibt, das ist abhängig von der Schwere der Tat. Man unterscheidet zwischen…

  • Ordnungswidrigkeiten
  • groben Ordnungswidrigkeiten
  • einfachen Straftaten und
  • Straftaten, die zur Entziehung der Fahrerlaubnis führen

Maßgeblich für diese Kategorisierung ist die Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit. Verstöße, die die Verkehrssicherheit nicht unmittelbar gefährden, werden lediglich als Ordnungswidrigkeit eingeordnet. Dann gibt es zwar ein Bußgeld, jedoch keinen Punkt. Das Punktesystem unterscheidet folgende Strafen:

Verkehrsverstoß
Anzahl der Punkte
Ordnungswidrigkeiten1 Punkt
Grobe Ordnungswidrigkeit mit Regelfahrverbot2 Punkte
Straftat2 Punkte
Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis3 Punkte

Was wird eingetragen?

StraftatenBußgeldkatalog

Straftaten werden dann in Flensburg registriert, wenn sie wegen ihrer besonderen Schwere in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) aufgeführt ist. So führen rechtskräftige Verurteilungen wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, das Fahren ohne Führerschein oder Trunkenheit im Verkehr immer zu einer Eintragung, wohingegen die Beleidigungen im Straßenverkehr nicht  zu einer Speicherung in Flensburg führen.

Weitere Verkehrsverstöße werden nur  dann im Fahrereignungsregister vermerkt, wenn auch ein Fahrverbot ausgesprochen wurde. Hierzu zählen Kennzeichenmissbrauch, unterlassene Hilfeleistung, Vollrausch, Nötigung, fahrlässige Körperversetzung und fahrlässige Tötung.

Ordnungswidrigkeiten

Nicht jeder Verstoß führt zu einer Eintragung in Flensburg. So bleiben Verwarnungen für Ordnungswidrigkeiten bis zu einem Betrag von 55 € im Punktesystem unberücksichtigt. Diese Verstöße werden zwar geahndet und mit einem Bußgeld belegt, aber nicht im Fahrereignungsregister aufgeführt. Gleiches gilt für das Überschreiter der Lenk- und Ruhezeiten und für Verstöße, die im Ausland begangen und dort geahndet wurden.

Generell werden nur die Verstöße ins Fahrereignungsregister eingetragen, die sich unmittelbar auf die Verkehrssicherheit auswirken. So führen zum Beispiel Verstöße gegen die Umweltzone oder die Nichteinhaltung von Sonntagsfahrverboten unabhängig von der Höhe des Bußgeldes nicht zu einer Eintragung in Flensburg. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen einige Ordnungswidrigkeiten laut aktuellem Bußgeldkatalog, die nur mit einem Bußgeld belegt werden, aber sonst keine Konsequenzen haben.

Verkehrsverstoß
Bußgeld
Sonn- und Feiertagsfahrt (LKW)
120 €
Umweltzone80 €
Fehlendes Kennzeichen60 €
Abgedecktes Kennzeichen65 €
Fahrtenbuchauflage100 €

In Ihr Fahreignungsregister werden Verstöße eingetragen, die ein Bußgeld von über 60 € verlangen. In der Tabelle sehen Sie einige Ordnungswidrigkeiten, die zwar keine Punkte nach sich ziehen, die aber dennoch auf Ihrem Punktekonto vermerkt werden.

Verkehrsverstoß
Bußgeld
Winterreifenpflicht missachtet60 €
Parken an Engstellen und Rettungsfahrzeug behindert60 €
Behinderung von Rettungsfahrzeug durch verbotswidriges Parken an Feuerwehrzufahrt65 €
Liegen gebliebenes Fahrzeug nicht richtig kenntlich gemacht und dadurch andere gefährdet60 €
Kein Abblendlicht bei Regen, Nebel oder Schnee am Tag außerorts60 €
Rechtswidriges Verhalten an Schulbussen60 €
Missachtung der Kindersicherungspflicht60 €
Verstoß gegen Ladungssicherungspflichten 60 €
Vorfahrt oder Stoppschild nicht beachten mit Gefährdung70 €
Fahren ohne Zulassung70 €
Hauptpflichtuntersuchung um 4 bis 8 Monate versäumt60 €

Werden mit einer Tat mehrere Verkehrsverstöße gleichzeitig begangen (Tateinheit), wird laut Punktesystem nur das schwerste Delikt mit seinen Punkten eingetragen. So erhält ein Betrunkener, der zu schnell fährt, nur die Punkte für seine Alkoholfahrt. Werden hingegen verschiedene Verkehrsverstöße durch verschiedene Taten begangen (Tatmehrheit), wie etwa mehrere Tempoverstöße mit einem gewissen zeitlichen Abstand, werden diese Delikte gesondert erfasst und jeweils mit ihren Punkten in Flensburg gespeichert.

Verkehrsverstoß
Punkte
Gefährliches Überholmanöver1 Punkt
Rote Ampel überfahren1 Punkt
26 – 30 km/h zu schnell1 Punkt
Innerorts 31 – 40 km/h zu schnell2 Punkte
51 – 60 km/h zu schnell2 Punkte
Unterlassene Hilfeleistung3 Punkte
Fahren ohne Führerschein3 Punkte
Verkehrsgefährdung nach Alkoholkonsum3 Punkte

Welche Maßnahmen drohen?

Die Maßnahmen des  Punktesystems sind ebenso abgestuft wie das Bewertungssystem selbst. Es genügen bereits wenige Punkte zum Auslösen einer solchen Maßnahme.

Maßnahme
Punktestand
Vormerkung1 - 3 Punkte
Ermahnung4 - 5 Punkte
Verwarnung6 - 7 Punkte
Entziehung der Fahrerlaubnis8 Punkte

Bei 1 bis 3 Punkten wird lediglich eine Bewertung der Fahrereignung im System vorgemerkt. Dies geschieht automatisch und ohne, dass der Fahrer hiervon benachrichtigt wird. Bei einem Punktestand von 4 bis 5 Punkten wird der Betroffene von der Behörde erstmals gebührenpflichtig ermahnt und zur Änderung seines Fahrverhaltens aufgefordert. Hierbei wird er zudem auf die Möglichkeit hingewiesen, an einem Fahreignungsseminar freiwillig teilzunehmen um Punkte abzubauen. Zudem wird der Betroffene eingehend über das Fahrereignungssystem informiert.

Bei 6 bis 7 Punkten erfolgt eine gebührenpflichtige Verwarnung. Mit dem Erreichen von 8 Punkten wird der Betroffene unwiderlegbar als ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeuges angesehen. Es folgt die Entziehung der Fahrerlaubnis. Frühestens nach 6 Monaten darf eine neue Fahrberechtigung erteilt werden, sofern der Betroffene nachweisen kann, dass er zum Führen eines Kraftfahrzeuges wieder geeignet ist. Dies geschieht regelmäßig durch eine positive medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU).

Fahrerin mit FührerscheinAllerdings sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass es im Mai 2014 eine Reform des Bußgeldkatalogs gab. Daraus resultiert, dass einem Autofahrer nach dem neuen Punktesystem eine Fahrerlaubnis nur dann entzogen werden darf, wenn die Maßnahmen beider Vorstufen (Ermahnung und Verwarnung) ergriffen wurden! Das bedeutet, dass jemand, der ohne Ermahnung bereits 6 bis 8 Punkte in Flensburg hat, auf 5 Punkte zurückgesetzt wird. Jemand, der zwar ermahnt, aber vor Erreichen von 8 Punkten noch nicht verwarnt wurde, wird auf 7 Punkte zurückgestuft. Somit soll das neue Punktesystem sicherstellen, dass jeder Betroffene vor der endgültigen Entziehung der Fahrerlaubnis zweimal von der Behörde angeschrieben und mit den Folgen des Punktesystems konfrontiert wurde.

Zudem kommt es für das Ergreifen der Maßnahme nicht auf das Datum der Rechtskraft, sondern auf das Begehungsdatum an. So entstehen die Punkte bereits mit der Begehung der Tag, sofern diese zu einem späteren Zeitpunkt rechtskräftig geahndet wird. Mit diesem Tattagsprinzip soll eine taktische Verzögerung durch die Einlegung eines Rechtsmittels vermieden werden.

Wann werden die Punkte gelöscht?

Somit werden Ordnungswidrigkeiten werden nach 2,5 Jahren, grobe Ordnungswidrigkeiten und Straftaten nach 5 Jahren und Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis nach 10 Jahren gelöscht. Dies geschieht völlig unabhängig von einer gegebenenfalls neuen Eintragung in Flensburg. Es gibt hier keine Tilgungshemmung, das bedeutet, selbst wenn zwischendurch neue Verstöße auf Ihrem Konto landeten, die Punkte verfallen dennoch. Dies gilt nur bedingt für Fahranfänger, da in der Probezeit keine Punkte verfallen.

Wenn Sie Verstöße auf Ihrem Punktekonto angesammelt haben und dies vor dem 01.05.2014  geschah, so gilt weiterhin eine Tilgungshemmung. Eine neue Eintragung ab dem 01.05.2014 wirkt allerdings nicht tilgungshemmend, selbst dann nicht, wenn die zugrunde liegende Tat vor dem 01.05.2014 begangen wurde.

Verkehrsverstoß
Tilgungszeitpunkt für Verstöße vor dem 01.05.2014
Tilgungszeitpunkt ab 01.05.2014
Ordnungswidrigkeiten2 Jahre2,5 Jahre
grobe Ordnungswidrigkeiten2 Jahre5 Jahre
Straftaten5 Jahre5 Jahre
Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis10 Jahre10 Jahre

Wie können Punkte abgebaut werden?

Bei einem Punktestand von bis zu 5 Punkten, also bis zu dem Zeitpunkt, bei dem eine ErmahnungBei einer verkehrspsychologischen Beratung erfolgt, kann der Betroffene durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar einen Punkt abbauen. Hierbei kommt es nach dem geltenden Tattagsprinzp darauf an, dass noch keine weitere Tat begangen wurde, die später zum Anstieg des Punktekontos auf über 5 Punkte führt.

Bei dem Fahreignungsseminar handelt es sich um eine Kombination aus zwei verkehrspädagogischen Modulen von einer Dauer von jeweils 90 Minuten und zwei verkehrspsychologischen Einheiten mit einer Dauer von je 75 Minuten. Bei diesem Seminar, welches in Kleingruppen beim Fahrlehrer und in Einzelsitzungen beim Psychologen stattfindet, sollen die Hintergründe der Verkehrsverstöße aufgeklärt und eine nachhaltige Verhaltensänderung bewirkt werden. Das Fahreignungsseminar kostet ca. 400 € und kann nur einmal alle 5 Jahre zum Punkteabbau genutzt werden.

Was passiert mit den alten Punkten?

Falls Sie vor der Punktereform am 01.05.2014 bereits Punkte auf Ihrem Punktekonto angesammelt haben, werden diese auf das neue Konto übertragen und dem aktuellen Bußgeldkatalog angepasst. Punkte, die bereits nach dem alten System in Flensburg gespeichert sind, werden nach einem bestimmten Umrechnungsschlüssel in das neue Fahrereignungsregister übernommen. Allerdings werden zum 01.05.2014 alle Delikte automatisch gelöscht, die nach dem neuen Recht nicht mehr eintragungsfähig sind. Alle Verkehrsverstöße, die nicht die Verkehrssicherheit betreffen, werden gestrichen. Hierzu zählen insbesondere Verstöße gegen die Umweltzonen, Fahrtenbuchauflagen und Kennzeichnungsvorschriften. Die nicht gelöschten Delikte bleiben mit ihren entsprechenden Punkten bestehen und werden mit Hilfe eines bestimmten Schemas auf den Punktestand nach neuem Recht umgestellt.

Altes Punktesystem
Aktuelles Punktesystem ab 01.05.2014
1 – 3 Punkte1 Punkt
4 – 5 Punkte2 Punkte
6 – 7 Punkte3 Punkte
8 – 10 Punkte4 Punkte
11 – 13 Punkte5 Punkte
14 – 15 Punkte6 Punkte
16 – 17 Punkte7 Punkte
18 Punkte8 Punkte

Bei der Umstellung ist allerdings zu beachten, dass wenn bei einer alten Eintragung Tilgungsreife eintritt, wieder eine Umrechnung anhand des alten Punktestandes erfolgt. So wird der alte Punktestand wieder ermittelt, die entsprechenden Punkte gelöscht und anschließend wird anhand des Schemas der neue Punktestand errechnet. Hat zum Beispiel ein Betroffener 8 Punkte nach dem alten System, werden diese anhand des Schemas ab dem 01.05.2014 auf 4 Punkte umgerechnet. Soll nach dem 01.05.2014 eine alte Eintragung mit 3 Punkten gelöscht werden, werden die 4 Punkte wieder ins alte System übertragen. Der Betroffene hat nun wieder 8 Punkte, von denen 3 gelöscht werden. Die verbleibenden 5 Punkte werden wiederrum anhand des Schemas umgerechnet. Somit hat der Betroffene nach der Löschung noch 2 Punkte nach dem neuen Punktesystem.

 

Bußgelder im deutschen Verkehrsrecht

Kreuzung von obenDer Bußgeldkatalog definiert die Sanktionen für Kraftzeugfahrer. Dabei beruft er sich auf das Verkehrsrecht und vor allem auf die StVO, die Straßenverkehrsordnung. Aus den Regeln für sicheres Verhalten im Straßenverkehr leitet der Bußgeldkatalog die Strafen für Missachtung dieser Regeln ab. Dies geschieht in zahlreichen Unterkapiteln, in denen der Bußgeldkatalog Themen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Alkohol am Steuer, Parken, Überholen oder die Fristen für die Hauptuntersuchung vorgibt.

Durch die “Verordnung zur Neufassung der StVO” vom 06.03.2013 (bekannt gegeben am 12. März 2013 im BGBl Teil I Nr. 12, S. 367 ff) wurde die StVO weitgehend geändert und neu strukturiert. Dadurch haben sich auch Auswirkungen auf den Bußgeldkatalog ergeben.

Zum Thema “Parken” beispielsweise trifft der Bußgeldkatalog folgende Strafen:  10 Euro sind fällig, wenn die Parkzeit um mehr als 30 Minuten überschritten wurde. 15 Euro sind es bei 1 Stunde, bei bis zu 2 Stunden schon 20 Euro und bei bis zu 3 Stunden sogar 25 Euro. Wird um mehr als 3 Stunden überzogen, drohen 30 Euro Strafe. 35 Euro als Höchstsatz muss nun gezahlt werden, wenn etwa eine Feuerwehrzufahrt oder ein Behindertenparkplatz mit dem Auto zugeparkt wird. Benutzen Sie unseren Bußgeldrechner, um sich derartige Strafen übersichtlich anzeigen zu lassen.

Der Bußgeldkatalog informiert Sie über die Verkehrs-Verstöße und ihre juristischen Folgen, wie Bußgeld, Geldstrafe, Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg und Fahrverbot (Alle Angaben im Bußgeldkatalog erfolgen ohne Gewähr!).

Bußgeld als Konsequenz von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr

Als Ordnungswidrigkeit wird ein einfacher Verstoß gegen das Straßenverkehrsrecht bezeichnet. Je nach der Schwere des Verstoßes wird die Regelwidrigkeit unterschiedlich geahndet: Bei „geringfügigen“ Verstößen fällt ein Verwarnungsgeld an, bei einem „gravierenden“ Verstoß ein Bußgeld mit Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und eventuell ein Fahrverbot von mindestens einem Monat.Green paragraph

Wichtig: Auch wer nicht selber mit seinem Fahrzeug unterwegs ist, kann Bußgelder oder Punkte bekommen. Zum Beispiel dann, wenn er sein Fahrzeug verleiht, obwohl es nicht verkehrstüchtig ist. Der KFZ-Halter kann hier also genauso gegen das Verkehrsrecht verstoßen, wie der Fahrer, der z.B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem geliehen Auto begeht!

Mit einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h bekommt man als PKW Fahrer schon die ersten Punkte in Flensburg. Wenn man hierbei auch noch dem Verkehr und den anderen Verkehrsteilnehmern Gefahren aussetzt, Sachbeschädigung begeht oder Personen gefährdet, erhöht sich das Bußgeld und die Strafe deutlich.

Hat man eine Rote Ampel oder ein Vorfahrtschild überfahren, bei dem Abstand nicht auf den halben Tachowert geachtet, im Überholverbot überholt oder das Rechtsfahrgebot missachtet, kann es auch sehr schnell teuer werden und das Verkehrsrecht sieht hier auf Punkte in Flensburg zu.

Das Verwarnungsgeld aus dem Bußgeldkatalog bei geringfügigen Verstößen

Mit einer Verwarnung – meist verbunden mit einem Verwarnungsgeld von 5 bis 35 Euro – werden kleine Unachtsamkeiten und geringfügigere Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet wie beispielsweise:

  • das Fahren ohne Erste-Hilfe-Material,
  • das Unterlassen des Blinkens beim Abbiegen innerhalb geschlossener Ortschaften oder
  • das Überschreiten der Anmeldefrist für die Hauptuntersuchung

Keine weiteren Folgen zu befürchten hat, wer pünktlich bezahlt. Der kann die Mitteilung über das Verwarnungsgeld getrost abheften. Aber: Bei nicht fristgerechter Bezahlung steht ein Bußgeldverfahren ins Haus. Die Kosten dafür können sich dabei stark erhöhen.

Das Bußgeld bei gravierenden Überschreitungen

Wem ein „gravierender“ Verstoß gegen Verkehrsregeln angelastet wird, der bekommt einen Bußgeldbescheid. Wer diesen Bescheid akzeptiert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 40 Euro und mindestens einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg rechnen. Auch mehrere Monate Fahrverbot sind laut Bußgeldrechner  2014 möglich. Dieses ist im Bußgeldkatalog bzw. Bußgeldbescheid detailliert aufgeführt. Beispiele hierfür sind:

  • Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit mit mehr als 21 km/h (mit/ohne Sachbeschädigung)
  • Überfahren und Missachten von Verkehrszeichen (mit/ohne Sachbeschädigung)
  • Gefährdung des Verkehr mit einem KFZ oder PKW auf Autobahnen

Konsequenzen bei Straftaten im Straßenverkehr

Autobahn mit langer BelichtungWird gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen des Strafgesetzbuchs und anderer Gesetze verstoßen, spricht man nicht mehr von Ordnungswidrigkeiten. Diese Verstöße werden als Straftaten bezeichnet und geahndet. Das können beispielsweise sein:

  • Führen eines Kraftfahrzeugs ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbots,
  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort als Beteiligter oder
  • fahrlässige Verletzung oder Tötung eines anderen im Straßenverkehr.

Die Ahndung von Straftaten im Straßenverkehr

Je nach Schwere des Verstoßes und individueller Schuld können die Gerichte laut Bußgeldkatalog folgende Strafen verhängen:

  • ein bis drei Monate Fahrverbot,
  • den Entzug der Fahrerlaubnis, wobei nach Ablauf der Sperrfrist ein neuer Führerschein beantragt werden muss,
  • Geldstrafen entsprechend der individuellen Einkommensverhältnisse (Staffelung von fünf bis 360 Tagessätzen zu 1 bis 5.000 Euro) oder
  • eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.