Umweltschutz, Naturschutz und Klimaschutz

Hier finden Sie den aktuellen Bußgeldkatalog Umwelt 2017, der die Bußgelder bei Umweltverschmutzung definiert.

Bußgeldkataloge für spezifische Umweltvergehen

Betrieblicher Umweltschutz muss nicht immer im großen Maßstab erfolgen. Oft reichen kleine Verhaltensanpassungen.

Betrieblicher Umweltschutz muss nicht immer im großen Maßstab erfolgen. Oft reichen kleine Verhaltensanpassungen.

Die Umweltbelastung durch den Menschen nimmt seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert stetig zu. Durch das andauernde Bevölkerungswachstum ist die Natur und das Klima heute in größerer Gefahr als je zuvor. Die Industriestaaten haben in Sachen Umweltschutz aufgrund der erhöhten Müll- und Emission-Konzentration ihrer Unternehmen eine besondere Verantwortung. Die Wirtschaft in Europa und im Rest der Welt hängt immer mit Umweltverschmutzung zusammen.

Der folgende Artikel betrachtet die Umweltpolitik und den Naturschutz in Deutschland von Seiten des Gesetzgebers. Dazu ist zunächst zu klären, wo Umweltprobleme auftreten. Außerdem nehmen wir den Unterschied zwischen Naturschutz und Umweltschutz ins Visier.

Was ist Umweltschutz?


Der Unterschied zwischen Naturschutz und Umweltschutz ist für den Bußgeldkatalog Umwelt nicht maßgebend, spielt aber bei der Beurteilung von Maßnahmen zum Umweltschutz in Deutschland durchaus eine Rolle, wobei Europa und der Rest der Welt nicht ausgeschlossen sein sollen.

Umweltschutz befasst sich mit der Umwelt des Menschen und wie diese durch verschiedene Verhaltensweisen beeinflusst wird.

Es geht beim Umweltschutz also um die Erhaltung gewisser Lebensstandards und die Folgen der Umweltverschmutzung für den Menschen selbst. Die Probleme für Pflanzen und Tiere spielen insofern eine Rolle, als sie durch die täglichen Abläufe des menschlichen Lebens betroffen sind.

Natur und Umwelt in Deutschland sind vielseitig und bedürfen eines gezielten Schutzes, um ein gesundes Leben hier auch weiterhin zu ermöglichen. Kernbereiche des Umweltschutzes sind die Beobachtung und der Schutz von:

  • Boden ( z.B. Pestizide in der Landwirtschaft und Müllhalden, die den Boden belasten)
  • Luft (z.B. Treibhausgase oder Feinstaub)
  • Wasser (z.B. Chemikalien, die die Flüsse und Meere verunreinigen)
  • Pflanzen (z.B. Abholzung des Waldes und Zerstörung seltener Moore)
  • Tiere (z.B. Massentierhaltung, Lebensraum von Wildtieren)
Der Naturschutz betrachtet Umweltverschmutzung und die Folgen für das Ökosystem als Ganzes.

Der Mensch beeinflusst seine Umwelt durch beinahe jede Handlung automatisch. Luft- und Wasserverschmutzung durch große Fabriken fallen besonders schwer ins Gewicht: Doch Flora und Fauna werden auch durch einfache Baumaßnahmen zum Teil stark gestört. Der Naturschutz konzentriert sich deshalb unter anderem auf:

  • Erhaltung der Vielfalt von Pflanzen und Landschaft
  • nachhaltige Nutzbarkeit der Natur
  • Erhaltung der Vielfalt von Tierarten
Klimaschutz: Die Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke soll durch den Einsatz von Windrädern eingedämmt werden.

Klimaschutz: Die Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke soll durch den Einsatz von Windrädern eingedämmt werden.

Ein anschauliches Beispiel zur Unterscheidung von Naturschutz und Umweltschutz ist die Beurteilung vom Bau von Windrädern. Einerseits ermöglichen diese es, Energie, die der moderne Mensch nun mal in großen Mengen braucht, auf umweltfreundliche Weise zu produzieren. Schließlich kommt es dabei weder zu Schadstoffausstoß, noch fällt radioaktiver Müll an. Umweltschützer befürworten also den Bau von Windkrafträdern prinzipiell zur Gewinnung von Energie. Andererseits beeinträchtigen die baulichen Maßnahmen den Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten, was den Naturschützern sehr missfällt.

Die Umweltverschmutzung in Deutschland betrifft zu großen Teilen den Menschen selbst, weil nur noch vergleichsweise wenige Gebiete naturbelassen sind. Die Umwelt zu schützen ist also vor allem im Interesse der einheimischen Menschen. Dabei profitiert die Pflanzen- und Tierwelt in den Wäldern, Bergen und Gewässern Deutschlands natürlich auch von den Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz. Gerade die deutsche Landwirtschaft ist auf ein gesundes, das heißt funktionierendes Ökosystem angewiesen. Doch auch andere Unternehmen der deutschen wirtschaft sind in der Pflicht, ihre Herstellungsprozesse umweltverträglich anzupassen.

Maßnahmen zum Umweltschutz für jeden Einzelnen

Um die Umwelt und das Klima schützen zu können, muss bekannt sein, wo für Luftverschmutzung oder Umweltverschmutzung die Ursachen liegen. Nur wer weiß, was schädlich ist, kann den Schaden abwenden.

Die Bildung in Deutschland ist diesbezüglich sehr gut. Die Menschen wissen um die Gefahr von Chemikalien oder Abgasen für die Umwelt. Einige der folgenden Beispiele werden Sie deshalb wahrscheinlich schon kennen und einhalten. Doch vielleicht ist auch eine Verhaltensweise dabei, die Sie zu einem veränderten Verhalten inspiriert.
  • Stromfresser vermeiden: Die Energieeffizienz-Klassen auf elektrischen Geräten zeigen schnell an, wie effizient diese den Strom nutzen. Sie werden in Buchstaben angegeben und durch Plus-Zeichen ergänzt, um besonders sparsame Geräte auszuzeichnen (Die höchste Energieeffizienz-Klasse lautet A+++). Darüber hinaus muss das EU-Energielabel an jedem Elektrogroßgerät angebracht sein. Ein geringer Stromverbrauch sorgt nicht nur für Umweltschutz, sondern zahlt sich auch für den Verbraucher aus. Denn die verbrauchte Energie muss er als Stromrechnung auch begleichen.
  • Fortbewegungsmittel überdenken: Öffentliche Verkehrsmittel sind dem eigenen Kfz vorzuziehen, denn so kann der Schadstoffaustoß drastisch reduziert werden. Menschen, die zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, halten sich fit und belasten die Umwelt überhaupt nicht.
  • Lebensmittel bewusst kaufen: Saisonales Obst und Gemüse kann in der Nähe des Marktes produziert werden, in dem es verkauft wird. So werden lange Fahrten vermieden, die für Luftverschmutzung sorgen.
  • Wasser sparen: Wasser ist ein begrenztes, lebenswichtiges Nahrungsmittel. Wir verwenden es jedoch nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Waschen und für andere Dinge. Beim Kauf einer Waschmaschine oder Spülmaschine sollte also auf deren Wasserverbrauch geachtet werden.In andern alltäglichen Situationen kann jeder auf seinen eigenen Wasserverbrauch achten. Die Klospülung muss selten bis zum letzten Tropfen geleert werden. Auch kann der Wasserhahn beim Einseifen oder Zähneputzen geschlossen bleiben. Die tägliche Dusche bedeutet Wasserverschwendung und reduziert außerdem den Anteil wichtiger Bakterien auf der Haut, sodass dieses Ritual sowohl für den Menschen schädlich ist als auch für die Umwelt.
  • Abfallentsorung mit Bedacht: Der Hausmüll sollte getrennt werden. Papier kann zum Beispiel wiederverwertet werden, was Ressourcen spart. Das Gleiche gilt für Glas. Dieser Abfall gehört also in Recycling-Container. Doch auch Plastik wird im Idealfall einzeln gesammelt und entsorgt, um die Nachbereitung unkompliziert und effizient zu gestalten. Plastik verrottet nicht und kann nur in den seltensten Fällen wiederverwertet werden. Deshalb könnten Sie auch darauf achten, den Gebrauch von Plastiktüten zu reduzieren und nach dem Einkauf für andere Zwecke zu verwenden, anstatt sie einfach wegzuwerfen.

Welche Umweltschutzgesetze gibt es?

Klimaschutz: Die Umwelt zu schützen kann ganz einfach sein.

Klimaschutz: Die Umwelt zu schützen kann ganz einfach sein.

Das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat schon viele Gesetze und Verordnungen zum Umweltschutz erlassen. Diese sind jedoch bisher nicht in einem allumfassenden “Umweltschutzgesetz” zusammengefasst worden. So kommt es, dass die Vorschriften zum Umweltschutz in verschiedenen Gesetzestexten zu finden sind.

Im Januar 2009 erklärte Sigmar Gabriel, der damalige Minister für Umwelt, den Versuch, ein einheitliches Umweltschutzgesetz zu etablieren, gar für “gescheitert”.

So erklärt sich auch, warum es keinen klaren Bußgeldkatalog zum Umweltschutz gibt, sondern viele verschiedene Bußgeldkataloge, die sich mit dem Thema befassen. Denn natürlich steht auf die verschiedenen Arten der Verschmutzung der Umwelt ein Bußgeld.

Bussgeld-Info.de hilft dem Bürger, den Bußgeldkatalog in Deutschland kennenzulernen und die einzelnen Sanktionen, die für Umweltverschmutzung vorgesehen sind, besser abschätzen zu können.

Die folgende Tabelle fasst einige Beispiele für Bußgelder zum Umweltschutz zusammen:

Vergehen gegen den UmweltschutzBußgeld
Gegenstände auf der Fahrbahn, die die Gesundheit anderer gefährden60 Euro (und ein Punkt in Flensburg)
Befahren einer Umweltzone ohne entsprechende Plakette80 Euro
Hausmüll falsch entsorgt10 bis 100 Euro
Altreifen falsch entsorgt oder gelagert200 bis 2500 Euro
Betreten von abgesperrten Waldflächen15 bis 125 Euro
Zelten im Wald10 bis 100 Euro
Reinigung eines Fahrzeugs an einem Gewässer150 bis 1250 Euro
Entsorgung von Behältern mit wassergefährdenden Stoffen in oberirdischen Gewässern1000 bis 7500 Euro

Umwelt- und Klimaschutz für Kfz-Besitzer

Umweltpolitik: Die Bundesregierung erlässt immer wieder Gesetze zum Umweltschutz.

Umweltpolitik: Die Bundesregierung erlässt immer wieder Gesetze zum Umweltschutz.

Einige Gesetze betreffen das tägliche Leben der Menschen in Deutschland stärker als andere. Ein Beispiel eines Gesetzes zum Klimaschutz, das jeden Autofahrer direkt betrifft, ist die schrittweise Einführung der Umweltplakette in den Städten.

Sie soll helfen beim Kampf gegen die Luftverschmutzung, deren Ursachen nicht nur um Betrieb von Kohlekraftwerken oder Feinstaub aus Düngemitteln zu suchen sind. Der massenhafte Gebrauch von Kfz hat einen besonders hohen Anteil an der Luftverschmutzung, weshalb Maßnahmen zum Klimaschutz hier ansetzen müssen.

Seit 2008 haben die meisten Städte diese Vorgabe zu den Umweltplaketten verwirklicht. So müssen die Abgaswerte von Kfz einer Prüfung standhalten. Danach wird eine der drei Plaketten vergeben. Die Farben rot, gelb und grün illustrieren dabei das Prüfungsergebnis. Autos mit einer roten Plakette dürfen demnach in den wenigsten Städten eine Umweltzone befahren. Die grüne Plakette dagegen verschafft Zugang zu allen Umweltzonen.

So soll der Feinstaubanteil in der Luft der betreffenden Wohngebiete verringert werden, damit die Lebensqualität steigen kann. Außerdem wird auf diese Weise der Klimaschutz vorangetrieben. Der Abbau des Ausstoßes von Treibhausgasen ist ein Projekt, das weltweit angegangen werden muss.

Eine andere Richtlinie der deutschen Umweltpolitik war die sogenannte Abwrackprämie, die einerseits die für Deutschland wichtige Auto-Industrie ankurbeln sollte und andererseits einen geringeren Schadstoffausstoß der Fahrzeuge zum Ziel hatte. Die Maßnahme mit dem offiziellen Namen Umweltprämie sah vor, dass eine einmalige Zahlung von 2500 Euro erhält, wer sein altes Auto entsorgt und ein neues kauft. Der Neuwagen musste dabei bestimmten Umweltschutz-Richtlinien entsprechen. Die Aktion wurde nach weniger als einem Jahr im Spätsommer 2009 wieder beendet, da die Finanzmittel erschöpft waren.

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