Neuer Bußgeldkatalog 2018 – Punktekatalog mit Bußgeldrechner

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Herzlich Willkommen, hier finden Sie den Punkte- und Bußgeldkatalog 2018 inkl. Bußgeldtabelle und Bußgeldrechner. Ständig aktuell, auf der StVO basierend und gültig seit dem 1. Mai 2014.

Die wichtigsten Bußgeldtabellen aus dem Bußgeldkatalog 2018:

Nutzen Sie auch unseren Bußgeldrechner!

Die wichtigsten Bußgeldtabellen in der Übersicht

Hier erfahren Sie wie hoch Bußgelder, Punkte und Fahrverbote für Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Straßenverkehr ausfallen können.

Bußgeldkatalog Abstand

TatbestandBußgeldPunkteFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
Ohne zwingenden Grund stark gebremst mit Gefährdung20 EUR
Ohne zwingenden Grund stark gebremst mit Sachbeschädigung30 EUR
Sicherheitsabstand unterschritten bei einem Tempo bis 80 km/h25 EUR
Tempo bis 80 km/h mit Gefährdung30 EUR
Sicherheitsabstand unterschritten bei einem Tempo bis 80 km/h mit Sachbeschädigung35 EUR
Sicherheitsabstand unterschritten bei mehr als Tempo 80 und der Abstand in Metern nicht weniger als 1/4 des Tacho35 EUR
Sicherheitsabstand unterschritten bei mehr als Tempo 80 und der Abstand betrug weniger als 5/10 des Wertes »halber Tacho«75 EUR1Hier prüfen
weniger als 4/10100 EUR1 Hier prüfen
weniger als 3/10 (Fahrverbot bei mehr als 100 km/h)160 EUR2 1 MonatHier prüfen
weniger als 2/10 (Fahrverbot bei mehr als 100 km/h)240 EUR2 2 MonateHier prüfen
weniger als 1/10 (Fahrverbot bei mehr als 100 km/h)320 EUR2 3 MonateHier prüfen
Bei mehr als Tempo 130 war der Abstand weniger als 5/10 des Wertes »halber Tacho«100 EUR1 Hier prüfen
weniger als 4/10180 EUR1 Hier prüfen
weniger als 3/10240 EUR2 1 MonatHier prüfen
weniger als 2/10320 EUR2 2 MonateHier prüfen
weniger als 1/10400 EUR2 3 MonateHier prüfen
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Bußgeldkatalog Alkohol

TatbestandBußgeldPunkteFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
Verstoß gegen die 0,0 Promille­grenze bei weniger als 0,5 Promille250 EUR1
Verstoß gegen die 0,5 Promille­grenze beim ersten Mal500 EUR2 1 MonatHier prüfen
Verstoß gegen die 0,5 Promille­grenze beim zweiten Mal1.000 EUR2 3 MonateHier prüfen
Verstoß gegen die 0,5 Promille­grenze ab dem dritten Mal1.500 EUR2 3 MonateHier prüfen
Straßen­verkehrs­gefährdung unter Alkohol­einfluss3 Bemer­kung:
Entziehung der Fahrer­laubnis, Freiheits­strafe oder Geld­strafe
Hier prüfen
Hier finden Sie weitere Informationen: → Bußgeldkatalog Alkohol

Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts:

Geschwindig­keitsüber­schreitung InnerortsBußgeldPunkteFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
bis 10 km/h15 EUR
11 bis 15 km/h25 EUR
16 bis 20 km/h35 EUR
21 bis 25 km/h80 EUR1Hier prüfen
26 bis 30 km/h100 EUR1 Hier prüfen
31 bis 40 km/h160 EUR2 1 MonatHier prüfen
41 bis 50 km/h200 EUR2 1 MonatHier prüfen
51 bis 60 km/h280 EUR22 MonateHier prüfen
61 bis 70 km/h480 EUR2 3 MonateHier prüfen
über 70 km/h680 EUR2 3 MonateHier prüfen

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Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts:
Geschwindig­keitsüber­schreitung AußerortsBußgeldPunkteFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
bis 10 km/h10 EUR
11 bis 15 km/h20 EUR
16 bis 20 km/h30 EUR
21 bis 25 km/h70 EUR1Hier prüfen
26 bis 30 km/h80 EUR1 Hier prüfen
31 bis 40 km/h120 EUR1 Hier prüfen
41 bis 50 km/h160 EUR2 1 MonatHier prüfen
51 bis 60 km/h240 EUR2 1 MonatHier prüfen
61 bis 70 km/h440 EUR2 2 MonateHier prüfen
über 70 km/h600 EUR2 3 MonateHier prüfen

Hier finden Sie weitere Informationen: → Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung

Bußgeldkatalog Halten & Parken

TatbestandBußgeldPunkte
Halten an engen oder unübersichtlichen Stellen, in scharfen Kurven, auf Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen, im Bereich von Fußgängerüberwegen und Bahnübergängen und soweit es durch Markierungen, Lichtzeichen und Verkehrsschilder untersagt ist10 EUR
mit Behinderung15 EUR
Parken an engen oder unübersichtlichen Stellen, in scharfen Kurven, auf Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifen, im Bereich von Fußgängerüberwegen und Bahnübergängen und soweit es durch Markierungen, Lichtzeichen und Verkehrsschilder untersagt ist, mit Parken an genannten Stellen oder auf Rad- und Gehwegen15 EUR
mit Behinderung25 EUR
länger als eine Stunde25 EUR
zusätzlich mit Behinderung35 EUR
Parken an Engstellen und dadurch Behinderung von Rettungsfahrzeugen60 EUR 1
Halten vor oder in Feuerwehrzufahrten10 EUR
Parken vor oder in Feuerwehrzufahrten35 EUR
mit Behinderung von Einsatzfahrzeugen65 EUR 1
Halten in zweiter Reihe15 EUR
mit Behinderung20 EUR
Parken in zweiter Reihe20 EUR
mit Behinderung25 EUR
länger als 15 Minuten30 EUR
zusätzlich mit Behinderung35 EUR
Parken auf Sperrflächen25 EUR
Unzulässiges Parken in verkehrsberuhigten Zonen10 EUR
mit Behinderung15 EUR
länger als 3 Stunden20 EUR
zusätzlich mit Behinderung30 EUR
Parken im 5-Meter-Bereich von Kreuzungen und Einmündungen, vor Grundstücksein- und -ausfahrten, im Bereich von Haltestellen und Taxiständen, vor und hinter Andreaskreuzen, über Schachtdeckeln und soweit es durch Verkehrszeichen verboten ist10 EUR
mit Behinderung15 EUR
länger als 3 Stunden20 EUR
zusätzlich mit Behinderung30 EUR
Parken an abgelaufener Parkuhr ohne Parkschein oder ohne Parkscheibe
bis zu 30 Minuten10 EUR
bis zu 1 Stunde15 EUR
bis zu 2 Stunden20 EUR
bis zu 3 Stunden25 EUR
über 3 Stunden30 EUR
Parken auf Schwerbehinderten-Parkplatz35 EUR
Nicht platzsparend gehalten oder geparkt10 EUR
Parklücke einem Berechtigten weggenommen10 EUR
Parken in Fußgängerbereichen30 EUR
mit Behinderung35 EUR
länger als 3 Stunden35 EUR
Parken oder Abstellen eines Fahrzeuges mit Versperren d. Abfahrtsweges eines anderen20 EUR
Beim Ein- oder Aussteigen andere Verkehrsteilnehmer gefährdet20 EUR
mit Sachbeschädugung25 EUR
Fahrzeug verlassen ohne Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen oder Verkehrsstörungen15 EUR
mit Sachbeschädigung25 EUR
In einer Nothalte- oder Pannenbucht unberechtigt halten20 EUR
In einer Nothalte- oder Pannenbucht unberechtigt parken25 EUR
Hier finden Sie weitere Informationen: → Bußgeldkatalog Halten & Parken

Bußgeldkatalog Handy am Steuer

TatbestandBußgeldPunkteFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
Neue Bußgelder (gelten seit dem 19.10.2017)
Das Handy am Steuer benutzt (als Fahrer eines Kfz)100 EUR1Hier prüfen
- mit Gefährdung150 EUR21 MonatHier prüfen
- mit Sachbeschädigung200 EUR21 MonatHier prüfen
Das Handy beim Radfahren benutzt55 EUR
Alte Bußgelder (galten bis zum 18.10.2017)
Das Handy am Steuer benutzt (als Fahrer eines Kfz)60 EUR1Hier prüfen
Das Handy beim Radfahren benutzt25 EUR
Hier finden Sie weitere Informationen: → Bußgeldkatalog Handy am Steuer

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Bußgeldkatalog Rotlichtverstoß

TatbestandBußgeldPunkteFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
Rotlicht missachtet90 EUR1Hier prüfen
mit Gefährdung200 EUR21 MonatHier prüfen
mit Sachbeschädigung240 EUR21 MonatHier prüfen
Rotlicht missachtet bei Rotphase länger als 1 Sekunde200 EUR21 MonatHier prüfen
mit Gefährdung320 EUR21 MonatHier prüfen
mit Sachbeschädigung360 EUR21 MonatHier prüfen
Hier finden Sie weitere Informationen: → Bußgeldkatalog Rotlichtverstoß

Bußgeldkatalog Unfall

TatbestandBußgeldPunkteBemer­kung
Liegengebliebenes Fahrzeug nicht abgesichert und als Hindernis kenntlich gemacht30 EUR
Als Unfallbeteiligter den Verkehr nicht gesichert oder bei Bagatellen nicht sofort beiseite gefahren30 EUR
mit Sachbeschädigung35 EUR
Unfallspuren beseitigt vor den notwendigen polizeilichen Feststellungen30 EUR
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort nach § 142 StGB3
Unterlassene Hilfeleistung3Straftat nach StGB
Fahrlässige Tötung3Straftat nach StGB
Fahrlässige Körperverletzung3Straftat nach StGB
Hier finden Sie weitere Informationen: → Bußgeldkatalog Unfall

Bußgeldkatalog Vorfahrt

TatbestandBußgeldPunkteBemer­kung
An eine Vorfahrts­straße zu schnell heran­gefahren10 EUR
Vorfahrt nicht beachtet mit Behinderung25 EUR
Vorfahrt oder Stoppschild nicht beachtet mit Gefährdung70 EUR 1Je nach Tatbegehung Geldstrafe, Führerschein­entzug und Freiheits­strafe bis zu fünf Jahren gemäß § 315c StGB
An beschilderten Engstellen Entgegen­kommenden Vorrang nicht gewährt5 EUR
An der Haltelinie nicht gehalten10 EUR
Hier finden Sie weitere Informationen: → Bußgeldkatalog Vorfahrt
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Beliebte Ratgeber 2018

Bin ich ein Wiederholungstäter? Welche Fristen sind bei einem Bußgeldbescheid zu beachten? Wann muss ich das Fahrverbot antreten und ist es möglich es zu umgehen? In unseren Ratgebern finden Sie Antworten auf diese Fragen und noch zahlreiche weitere Informationen rund um Bußgelder, Verkehrsregeln, richtigen Verhaltensweisen (z. B. beim Unfall) etc. Klicken Sie hier auf ein Thema, um weiterführende Infos zu erhalten:

Alle Ratgeber von Bussgeld-Info.de finden Sie in unserer Ratgeber-Übersicht.

Beliebte Bußgeldkataloge 2018

Wie funktioniert das Punktesystem?

Bußgeldkatalog

Der deutsche Bußgeldkatalog unterteilt Verstöße in Ordnungswidrigkeiten und Straftaten.

Um die Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen zu gewährleisten, gibt es ein mehrstufiges Sanktionssystem. Dieses soll Autofahrer auf Fehlverhalten im Straßenverkehr hinweisen; bleibt dies fruchtlos, so wird der Führerschein entzogen. Die Höhe der Strafen für einzelne Verstöße gegen das Verkehrsrecht entnimmt das Punktesystem dem aktuellen Bußgeldkatalog. Bis zu 8 Punkte darf jeder Autofahrer sammeln, und bleibt dabei bis auf kurze Fahrverbote und Bußgelder straffrei. Doch sobald das Konto des Autofahrers über 8 Punkte aufweist, ist der Führerschein weg und kann erst nach einer Sperrfrist und einer MPU wieder gemacht werden. Wie viele Punkte es für einen Verkehrsverstoß gibt, das ist abhängig von der Schwere der Tat. Man unterscheidet zwischen

  • schweren Ordnungswidrigkeiten,
  • groben Ordnungswidrigkeiten,
  • einfachen Straftaten und
  • Straftaten, die zur Entziehung der Fahrerlaubnis führen.

Maßgeblich für diese Kategorisierung ist die Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit. Verstöße, die die Verkehrssicherheit nicht unmittelbar gefährden, werden lediglich als Ordnungswidrigkeit eingeordnet. Dann gibt es zwar ein Bußgeld, jedoch keinen Punkt. Anders als bei den schweren Ordnungswidrigkeiten, die einen Punkt nach sich ziehen. Das Punktesystem unterscheidet folgende Strafen:

VerkehrsverstoßAnzahl der Punkte
Schwere Ordnungswidrigkeiten1 Punkt
Grobe Ordnungswidrigkeit mit Regelfahrverbot2 Punkte
Straftat2 Punkte
Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis3 Punkte

Weiterführende Informationen zum Punktesystem:

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Was wird eingetragen?

Straftaten

Straftaten werden dann in Flensburg registriert, wenn sie wegen ihrer besonderen Schwere in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) aufgeführt ist. So führen rechtskräftige Verurteilungen wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, das Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Trunkenheit im Verkehr immer zu einer Eintragung, wohingegen die Beleidigungen im Straßenverkehr nicht zu einer Speicherung in Flensburg führen.

Weitere Verkehrsverstöße werden nur dann im Fahrereignungsregister vermerkt, wenn auch ein Fahrverbot ausgesprochen wurde. Hierzu zählen Kennzeichenmissbrauch, unterlassene Hilfeleistung, Vollrausch, Nötigung, fahrlässige Körperversetzung und fahrlässige Tötung.

Im Punktekatalog wird zwischen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten unterschieden.

Im Punktekatalog wird zwischen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten unterschieden.

Ordnungswidrigkeiten

Nicht jeder Verstoß führt zu einer Eintragung in Flensburg. So bleiben Verwarnungen für Ordnungswidrigkeiten bis zu einem Betrag von 55 € im Punktesystem unberücksichtigt. Diese Verstöße werden zwar geahndet und mit einem Bußgeld belegt, aber nicht im Fahrereignungsregister aufgeführt. Gleiches gilt für das Überschreiter der Lenk- und Ruhezeiten und für Verstöße, die im Ausland begangen und dort geahndet wurden.

Generell werden nur die Verstöße ins Fahrereignungsregister eingetragen, die sich unmittelbar auf die Verkehrssicherheit auswirken. So führen zum Beispiel Verstöße gegen die Umweltzone oder die Nichteinhaltung von Sonntagsfahrverboten unabhängig von der Höhe des Bußgeldes nicht zu einer Eintragung in Flensburg. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen einige Ordnungswidrigkeiten laut aktuellem Bußgeldkatalog, die nur mit einem Bußgeld belegt werden, aber sonst keine Konsequenzen haben.

VerkehrsverstoßBußgeld
Sonn- und Feiertagsfahrt (LKW)
120 €
Umweltzone80 €
Fehlendes Kennzeichen60 €
Abgedecktes Kennzeichen65 €
Fahrtenbuchauflage100 €

In Ihr Fahreignungsregister werden Verstöße eingetragen, die ein Bußgeld von über 60 € verlangen. In der Tabelle sehen Sie einige Ordnungswidrigkeiten, die zwar keine Punkte nach sich ziehen, die aber dennoch auf Ihrem Punktekonto vermerkt werden.

VerkehrsverstoßBußgeld
Winterreifenpflicht missachtet60 €
Parken an Engstellen und Rettungsfahrzeug behindert60 €
Behinderung von Rettungsfahrzeug durch verbotswidriges Parken an Feuerwehrzufahrt65 €
Liegen gebliebenes Fahrzeug nicht richtig kenntlich gemacht und dadurch andere gefährdet60 €
Kein Abblendlicht bei Regen, Nebel oder Schnee am Tag außerorts60 €
Rechtswidriges Verhalten an Schulbussen60 €
Missachtung der Kindersicherungspflicht60 €
Verstoß gegen Ladungssicherungspflichten 60 €
Vorfahrt oder Stoppschild nicht beachten mit Gefährdung70 €
Fahren ohne Zulassung70 €
Hauptpflichtuntersuchung um 4 bis 8 Monate versäumt60 €

Werden mit einer Tat mehrere Verkehrsverstöße gleichzeitig begangen (Tateinheit), wird laut Punktesystem nur das schwerste Delikt mit seinen Punkten eingetragen. So erhält ein Betrunkener, der zu schnell fährt, nur die Punkte für seine Alkoholfahrt. Werden hingegen verschiedene Verkehrsverstöße durch verschiedene Taten begangen (Tatmehrheit), wie etwa mehrere Tempoverstöße mit einem gewissen zeitlichen Abstand, werden diese Delikte gesondert erfasst und jeweils mit ihren Punkten in Flensburg gespeichert.

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VerkehrsverstoßPunkte
Gefährliches Überholmanöver1 Punkt
Rote Ampel überfahren1 Punkt
26 – 30 km/h zu schnell1 Punkt
Innerorts 31 – 40 km/h zu schnell2 Punkte
51 – 60 km/h zu schnell2 Punkte
Unterlassene Hilfeleistung3 Punkte
Fahren ohne Führerschein3 Punkte
Verkehrsgefährdung nach Alkoholkonsum3 Punkte

Welche Maßnahmen drohen?

Die Maßnahmen des Punktesystems sind ebenso abgestuft wie das Bewertungssystem selbst. Es genügen bereits wenige Punkte zum Auslösen einer solchen Maßnahme.

MaßnahmePunktestand
Vormerkung1 - 3 Punkte
Ermahnung4 - 5 Punkte
Verwarnung6 - 7 Punkte
Entziehung der Fahrerlaubnis8 Punkte
Beim aktuellen Bußgeldkatalog droht beim Erreichen von 8 Punkten der Entzug des Führerscheins

Beim aktuellen Bußgeldkatalog droht beim Erreichen von 8 Punkten der Entzug des Führerscheins

Bei 1 bis 3 Punkten wird lediglich eine Bewertung der Fahrereignung im System vorgemerkt. Dies geschieht automatisch und ohne, dass der Fahrer hiervon benachrichtigt wird. Bei einem Punktestand von 4 bis 5 Punkten wird der Betroffene von der Behörde erstmals gebührenpflichtig ermahnt und zur Änderung seines Fahrverhaltens aufgefordert. Hierbei wird er zudem auf die Möglichkeit hingewiesen, an einem Fahreignungsseminar freiwillig teilzunehmen um Punkte abzubauen. Zudem wird der Betroffene eingehend über das Fahrereignungssystem informiert.

Bei 6 bis 7 Punkten erfolgt eine gebührenpflichtige Verwarnung. Mit dem Erreichen von 8 Punkten wird der Betroffene unwiderlegbar als ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeuges angesehen. Es folgt die Entziehung der Fahrerlaubnis. Frühestens nach 6 Monaten darf eine neue Fahrberechtigung erteilt werden, sofern der Betroffene nachweisen kann, dass er zum Führen eines Kraftfahrzeuges wieder geeignet ist. Dies geschieht regelmäßig durch eine positive medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU).

Allerdings sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass es im Mai 2014 eine Reform des Bußgeldkatalogs gab. Daraus resultiert, dass einem Autofahrer nach dem neuen Punktesystem eine Fahrerlaubnis nur dann entzogen werden darf, wenn die Maßnahmen beider Vorstufen (Ermahnung und Verwarnung) ergriffen wurden! Das bedeutet, dass jemand, der ohne Ermahnung bereits 6 bis 8 Punkte in Flensburg hat, auf 5 Punkte zurückgesetzt wird. Jemand, der zwar ermahnt, aber vor Erreichen von 8 Punkten noch nicht verwarnt wurde, wird auf 7 Punkte zurückgestuft. Somit soll das neue Punktesystem sicherstellen, dass jeder Betroffene vor der endgültigen Entziehung der Fahrerlaubnis zweimal von der Behörde angeschrieben und mit den Folgen des Punktesystems konfrontiert wurde.

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Gleichzeitig zum Punktesystem wurde der neue Punktetacho eingeführt. Dieser soll die einzelnen Stufen im Punktesystem besser visualisieren:

Der aktuelle Punktetacho.

Der aktuelle Punktetacho.

Zudem kommt es für das Ergreifen der Maßnahme nicht auf das Datum der Rechtskraft, sondern auf das Begehungsdatum an. So entstehen die Punkte bereits mit der Begehung der Tat, sofern diese zu einem späteren Zeitpunkt rechtskräftig geahndet wird. Mit diesem Tattagsprinzip soll eine taktische Verzögerung durch die Einlegung eines Rechtsmittels vermieden werden.

Wann werden die Punkte gelöscht?

Bei einer verkehrspsychologischen Beratung

Bei einer verkehrspsychologischen Beratung zum Punkteabbau kann der Punktestand reduziert werden.

Somit werden Ordnungswidrigkeiten nach 2,5 Jahren, grobe Ordnungswidrigkeiten und Straftaten nach 5 Jahren und Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis nach 10 Jahren gelöscht. Dies geschieht völlig unabhängig von einer gegebenenfalls neuen Eintragung in Flensburg. Es gibt hier keine Tilgungshemmung, das bedeutet, selbst wenn zwischendurch neue Verstöße auf Ihrem Konto landeten, die Punkte verfallen dennoch. Dies gilt nur bedingt für Fahranfänger, da in der Probezeit keine Punkte verfallen.

Wenn Sie Verstöße auf Ihrem Punktekonto angesammelt haben und dies vor dem 01.05.2014 geschah, so gilt weiterhin eine Tilgungshemmung. Eine neue Eintragung ab dem 01.05.2014 wirkt allerdings nicht tilgungshemmend, selbst dann nicht, wenn die zugrunde liegende Tat vor dem 01.05.2014 begangen wurde.

Verkehrs­verstoßTilgungs­zeitpunkt für Verstöße vor dem 01.05.2014Tilgungs­zeitpunkt ab 01.05.2014
Ordnungs­widrigkeiten2 Jahre2,5 Jahre
grobe Ordnungs­widrigkeiten2 Jahre5 Jahre
Straftaten5 Jahre5 Jahre
Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis10 Jahre10 Jahre

Wie können Punkte abgebaut werden?

Bei einem Punktestand von bis zu 5 Punkten, also bis zu dem Zeitpunkt, bei dem eine Ermahnung erfolgt, kann der Betroffene durch die freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar einen Punkt abbauen. Hierbei kommt es nach dem geltenden Tattagsprinzp darauf an, dass noch keine weitere Tat begangen wurde, die später zum Anstieg des Punktekontos auf über 5 Punkte führt.

Bei dem Fahreignungsseminar handelt es sich um eine Kombination aus zwei verkehrspädagogischen Modulen von einer Dauer von jeweils 90 Minuten und zwei verkehrspsychologischen Einheiten mit einer Dauer von je 75 Minuten. Bei diesem Seminar, welches in Kleingruppen beim Fahrlehrer und in Einzelsitzungen beim Psychologen stattfindet, sollen die Hintergründe der Verkehrsverstöße aufgeklärt und eine nachhaltige Verhaltensänderung bewirkt werden. Das Fahreignungsseminar kostet ca. 400 € und kann nur einmal alle 5 Jahre zum Punkteabbau genutzt werden.

Bußgelder im deutschen Verkehrsrecht

Diese Bußgelder gibt es im deutschen Verkehrsrecht

Bußgelder gibt es im deutschen Verkehrsrecht für Kfz- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger.

Der Bußgeldkatalog definiert die Sanktionen für Kraftfahrzeugfahrer. Dabei beruft er sich auf das Verkehrsrecht und vor allem auf die StVO, die Straßenverkehrsordnung. Aus den Regeln für sicheres Verhalten im Straßenverkehr leitet der Bußgeldkatalog die Strafen für Missachtung dieser Regeln ab. Dies geschieht in zahlreichen Unterkapiteln, in denen der Bußgeldkatalog Themen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Alkohol am Steuer, Parken, Überholen oder die Fristen für die Hauptuntersuchung vorgibt.

Durch die “Verordnung zur Neufassung der StVO” vom 06.03.2013 (bekannt gegeben am 12. März 2013 im BGBl Teil I Nr. 12, S. 367 ff) wurde die StVO weitgehend geändert und neu strukturiert. Dadurch haben sich auch Auswirkungen auf den Bußgeldkatalog ergeben.

Zum Thema “Parken” beispielsweise trifft der Bußgeldkatalog folgende Strafen: 10 Euro sind fällig, wenn die Parkzeit um mehr als 30 Minuten überschritten wurde. 15 Euro sind es bei 1 Stunde, bei bis zu 2 Stunden schon 20 Euro und bei bis zu 3 Stunden sogar 25 Euro. Wird um mehr als 3 Stunden überzogen, drohen 30 Euro Strafe. 35 Euro als Höchstsatz muss nun gezahlt werden, wenn etwa eine Feuerwehrzufahrt oder ein Behindertenparkplatz mit dem Auto zugeparkt wird. Benutzen Sie unseren Bußgeldrechner, um sich derartige Strafen übersichtlich anzeigen zu lassen.

Weiterführende Informationen über Bußgelder in Deutschland

Der Bußgeldkatalog informiert Sie über die Verkehrs-Verstöße und ihre juristischen Folgen, wie Bußgeld, Geldstrafe, Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg und Fahrverbot (Alle Angaben im Bußgeldkatalog erfolgen ohne Gewähr!).

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Bußgeld als Konsequenz von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr

Diese Konsequenzen haben Ordnungswidrigkeiten

Konsequenzen von Ordnungswidrigkeiten können Verwarn- und Bußgelder sein.

Als Ordnungswidrigkeit wird ein einfacher Verstoß gegen das Straßenverkehrsrecht bezeichnet. Je nach der Schwere des Verstoßes wird die Regelwidrigkeit unterschiedlich geahndet: Bei „geringfügigen“ Verstößen fällt ein Verwarnungsgeld an, bei einem „gravierenden“ Verstoß ein Bußgeld mit Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und eventuell ein Fahrverbot von mindestens einem Monat.

Wichtig: Auch wer nicht selber mit seinem Fahrzeug unterwegs ist, kann Bußgelder oder Punkte bekommen. Zum Beispiel dann, wenn er sein Fahrzeug verleiht, obwohl es nicht verkehrstüchtig ist. Der KFZ-Halter kann hier also genauso gegen das Verkehrsrecht verstoßen, wie der Fahrer, der z.B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem geliehen Auto begeht!

Mit einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h bekommt man als PKW Fahrer schon die ersten Punkte in Flensburg. Wenn man hierbei auch noch dem Verkehr und den anderen Verkehrsteilnehmern Gefahren aussetzt, Sachbeschädigung begeht oder Personen gefährdet, erhöht sich das Bußgeld und die Strafe deutlich.

Hat man eine Rote Ampel oder ein Vorfahrtschild überfahren, bei dem Abstand nicht auf den halben Tachowert geachtet, im Überholverbot überholt oder das Rechtsfahrgebot missachtet, kann es auch sehr schnell teuer werden und das Verkehrsrecht sieht hier auf Punkte in Flensburg zu.

Das Verwarnungsgeld aus dem Bußgeldkatalog bei geringfügigen Verstößen

Mit einer Verwarnung – meist verbunden mit einem Verwarnungsgeld von 5 bis 35 Euro – werden kleine Unachtsamkeiten und geringfügigere Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet wie beispielsweise:

  • das Fahren ohne Erste-Hilfe-Material,
  • das Unterlassen des Blinkens beim Abbiegen innerhalb geschlossener Ortschaften oder
  • das Überschreiten der Anmeldefrist für die Hauptuntersuchung

Keine weiteren Folgen zu befürchten hat, wer pünktlich bezahlt. Der kann die Mitteilung über das Verwarnungsgeld getrost abheften. Aber: Bei nicht fristgerechter Bezahlung steht ein Bußgeldverfahren ins Haus. Die Kosten dafür können sich dabei stark erhöhen.

Das Bußgeld bei gravierenden Überschreitungen

Wem ein „gravierender“ Verstoß gegen Verkehrsregeln angelastet wird, der bekommt einen Bußgeldbescheid. Wer diesen Bescheid akzeptiert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 40 Euro und mindestens einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg rechnen. Auch mehrere Monate Fahrverbot sind laut Bußgeldrechner 2018 möglich. Dieses ist im Bußgeldkatalog bzw. Bußgeldbescheid detailliert aufgeführt. Beispiele hierfür sind:

  • Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit mit mehr als 21 km/h (mit/ohne Sachbeschädigung)
  • Überfahren und Missachten von Verkehrszeichen (mit/ohne Sachbeschädigung)
  • Gefährdung des Verkehr mit einem KFZ oder PKW auf Autobahnen

Konsequenzen bei Straftaten im Straßenverkehr

Bußgelder im Straßenverkehr

Bußgelder können auch bei Straftaten im Straßenverkehr verhängt werden.

Wird gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen des Strafgesetzbuchs und anderer Gesetze verstoßen, spricht man nicht mehr von Ordnungswidrigkeiten. Diese Verstöße werden als Straftaten bezeichnet und geahndet. Das können beispielsweise sein:

  • Führen eines Kraftfahrzeugs ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbots,
  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort als Beteiligter oder
  • fahrlässige Verletzung oder Tötung eines anderen im Straßenverkehr.

Die Ahndung von Straftaten im Straßenverkehr

Je nach Schwere des Verstoßes und individueller Schuld können die Gerichte laut Bußgeldkatalog folgende Strafen verhängen:

  • ein bis drei Monate Fahrverbot,
  • den Entzug der Fahrerlaubnis, wobei nach Ablauf der Sperrfrist ein neuer Führerschein beantragt werden muss,
  • Geldstrafen entsprechend der individuellen Einkommensverhältnisse (Staffelung von fünf bis 360 Tagessätzen zu 1 bis 5.000 Euro) oder
  • eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
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