Auffahrunfall: Welches Bußgeld haben Sie zu erwarten?

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Bußgelder, die in Verbindung mit Auffahrunfällen auftreten

Tat­bestandBußgeldPunkteFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
Ohne zwingen­den Grund stark gebremst mit Gefähr­dung20 EUR
Ohne zwingen­den Grund stark gebremst mit Sach­beschä­digung30 EUR
Sicher­heits­abstand unter­schritten bei einem Tempo bis 80 km/h25 EUR
Sicher­heits­abstand unter­schritten bei einem Tempo bis 80 km/h mit Gefähr­dung30 EUR
Sicher­heits­abstand unter­schritten bei einem Tempo bis 80 km/h mit Sach­beschä­digung35 EUR
Sicher­heits­abstand unter­schritten bei mehr als Tempo 80 und der Abstand betrug weniger als 5/10 des Wertes »halber Tacho«75 EUR1Hier prüfen
weniger als 4/10100 EUR1 Hier prüfen
weniger als 3/10 (Fahr­verbot bei mehr als 100 km/h)160 EUR2 1 MonatHier prüfen
weniger als 2/10 (Fahr­verbot bei mehr als 100 km/h)240 EUR2 2 MonateHier prüfen
weniger als 1/10 (Fahr­verbot bei mehr als 100 km/h)320 EUR2 3 MonateHier prüfen
Bei mehr als Tempo 130 war der Abstand weniger als 5/10 des Wertes »halber Tacho«100 EUR1 Hier prüfen
weniger als 4/10180 EUR1 Hier prüfen
weniger als 3/10240 EUR2 1 MonatHier prüfen
weniger als 2/10320 EUR2 2 MonateHier prüfen
weniger als 1/10400 EUR2 3 MonateHier prüfen
Wann folgt auf einen Auffahrunfall ein Bußgeld?
Wann folgt auf einen Auffahrunfall ein Bußgeld?

Der Straßenverkehr birgt viele Gefahren, doch die meisten von ihnen entstehen durch die Unachtsamkeit und Risikofreudigkeit der Teilnehmer. Stellen Sie sich vor, Sie sind in Ihrem Fahrzeug auf dem Heimweg. Nach einem langen Arbeitstag wünschen Sie sich nichts lieber, als sich endlich in Ihre Couch fallen zu lassen und die Füße hochzulegen.

Doch der Schleicher auf der Überholspur vor Ihnen hat es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, Ihre Nerven zu strapazieren und fährt in unerträglich langsamem Tempo vor Ihnen her. Durch Drängeln signalisieren Sie ihm, dass er schneller fahren soll. Aber genau da liegt der Fehler. Denn ein Schlagloch oder ein auf die Fahrbahn geworfener Gegenstand reichen in diesem Fall oft aus, um einen Auffahrunfall zu provozieren.

Doch was passiert dann? Wann haben Sie bei einem Auffahrunfall mit einem Bußgeld zu rechnen? Wer zahlt überhaupt das Bußgeld bei einem Auffahrunfall und wie hoch kann der Bußgeldbescheid ausfallen? Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen.

Dies besagt der Bußgeldkatalog beim Auffahrunfall

Ein Auffahrunfall an sich stellt noch keine Ordnungswidrigkeit dar. Allerdings ist ein solcher Unfall, wie im oberen Beispiel gezeigt, oft mit einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) oder anderen Gesetzestexten verbunden.

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Ob und inwiefern für einen Auffahrunfall ein Bußgeld anfällt, hängt also von der Situation ab. Auch, wer das Bußgeld zu bezahlen hat, kann sich von Fall zu Fall unterscheiden und ist oft nicht leicht zu ermitteln.

Ein Abstandsverstoß ist oft ein Grund, warum auf einen Auffahrunfall ein Verwarnungsgeld folgt.
Ein Abstandsverstoß ist oft ein Grund, warum auf einen Auffahrunfall ein Verwarnungsgeld folgt.

In den meisten Fällen sind Auffahrunfälle mit der Missachtung des Sicherheitsabstands verbunden, sodass ein entsprechendes Bußgeld anfallen kann.

Wenn es bei einer Geschwindigkeit von weniger als 80 km/h zum Unfall kommt, weil Sie den nötigen Sicherheitsabstand nicht eingehalten haben, dann müssen Sie mit einem Bußgeld von 35 Euro rechnen.

Je höher die Geschwindigkeit und je geringer der Abstand, desto höher kann das Bußgeld werden. Beachten Sie jedoch, dass neben dem Bußgeld fürs Auffahren auch die eigentlichen Kosten für den Unfall auf den Schuldigen zukommen, oder vielmehr auf dessen Versicherung.

Auch kann in Verbindung mit einem Auffahrunfall ein Bußgeld anfallen, wenn durch Fahrlässigkeit des Verursachers dem Unfallgegner eine Verletzung entstanden ist. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie betrunken waren und deshalb nicht rechtzeitig reagieren konnten. Doch droht Ihnen in diesem Fall für den Auffahrunfall ein Bußgeld? Bei einem Auffahrunfall bedeutet fahrlässige Körperverletzung aber kein Bußgeld, denn hierbei handelt es sich um eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe (nach Tagessätzen) bestraft wird.

Wie wird die Schuld bei einem Auffahrunfall festgestellt?

Um festzustellen, wer beim Auffahrunfall ein mögliches Bußgeld zu zahlen hat, muss zuerst die Schuld der beteiligten Fahrer festgestellt werden. Dabei gilt: Obwohl in der Regel der Verdacht auf dem Auffahrenden lastet, muss dessen Schuld von der Polizei durch eine Untersuchung und eventuell durch Zeugenbefragungen erst ermittelt werden.

Der Verdacht fällt deshalb auf den Auffahrenden, weil hier der sogenannte Anscheinsbeweis vorliegt. Gemäß § 4 StVO hat ein Fahrer genug Abstand zum Vordermann zu halten, dass er bei dessen plötzlicher Bremsung noch genug Zeit und Platz hat, um selbst zu halten. Dementsprechend liegt die Verantwortung oft beim Hintermann, der in vielen Fällen beim Auffahrunfall auch das Bußgeld zu zahlen hat.
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