Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz – das erwartet Sie

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Womit müssen Sie rechnen, wenn Sie eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz begehen?

Womit müssen Sie rechnen, wenn Sie eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz begehen?

Ob Sie im Winter Skifahren wollen, einen Wanderurlaub in den Alpen planen oder einen der traumhaften Seen für ein paar Tage zu Ihrem Refugium machen wollen – die Schweiz ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Jährlich fahren 1,4 Millionen alltagsmüde Bundesbürger in das kleine Nachbarland. Insgesamt beherbergt die Schweiz mit ihren acht Millionen Einwohnern jährlich über zehn Millionen Touristen.

Daher überrascht es nicht, dass es auf den Straßen schon mal etwas voller wird. Wenn so viele Menschen aus verschiedenen Ländern unter einer Straßenverkehrsordnung zusammenkommen, dann sind Verstöße vorprogrammiert. Doch was haben Sie als Tourist zu erwarten, wenn Sie eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz begehen? Mit welchen Geschwindigkeitsbussen aus der Schweiz müssen Sie rechnen? Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

Vom Blitzer in der Schweiz erwischt – welche Geschwindigkeitsbussen erwarten Sie?

Die Politik der Schweiz kennt bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung kein Pardon. Radarbussen in der Schweiz fallen oft viel höher aus als in Deutschland. Werden Sie zum Beispiel mit einer Geschwindigkeit in der Schweiz geblitzt, die das Tempolimit um nur einen bis fünf km/h überschreitet, dann müssen Sie bereits mit einer Busse von 40 Franken rechnen. Sind Sie zwischen 11 und 15 km/h zu schnell, dann sind es bereits 250 Franken. Überschreiten Sie die Grenze von 15 km/h, dann ist kein fixes Bußgeld mehr festgesetzt, sondern vielmehr wird dieses im Einzelfall entschieden. Für extreme Geschwindigkeiten, wie eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz auf der Autobahn um 80 km/h, hat die Schweiz einen eigenen Strafbestand erhoben. Wer die Straftat des “Rasens” begeht, muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen.

Überschreitung bisSanktionen
5 km/h40 CHF
10 km/h120 CHF
15 km/h250 CHF
über 15 km/hKein genaues Bußgeld festgesetzt; Es besteht die Möglichkeit einer strafrechtlichen Anzeige, Fahrverbot oder des Führerscheinentzugs.
Eine der vielen Besonderheiten der deutschsprachigen Schweiz ist, dass es im Vokabular kein “ß” gibt. Daher werden hier die Bußgelder als “Bussen” für Geschwindigkeit bezeichnet.
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Muss eine Geschwindigkeitsüberschreitung aus der Schweiz in Deutschland bezahlt werden?

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz sollten Sie auch in Deutschland begleichen.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz sollten Sie auch in Deutschland begleichen.

Zwischen den Staaten der Europäischen Union gilt der Rahmenbeschluss 2005/214/JI des Rates der EU. Durch diesen können Ordnungsbussen zur Geschwindigkeit ab einer Bagatellgrenze von 70 € auch in anderen Mitgliedsstaaten verfolgt werden. In diesem Fall würde es also rechtliche Konsequenzen haben, ein Bußgeld aus dem Ausland zu ignorieren.

Dieser Rahmenbeschluss gilt allerdings nicht für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz, da diese nicht Teil der EU ist. Stattdessen gilt zwischen der Schweiz und Deutschland der bilaterale Deutsch-Schweizerische Polizeivertrag, der die Zusammenarbeit der Behörden beider Länder verbessern soll. Sein Artikel 37 gewährleistet eine gegenseitige Vollstreckungshilfe.

Artikel 37 ist allerdings, zusammen mit anderen Teilen des Vertrages, bis heute nicht in Kraft getreten. Wenn Sie also die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Schweiz überschreiten, müssen Sie zwar mit einer Geschwindigkeitsbusse rechnen, die Schweiz kann diese aber in Deutschland in der Regel nicht durchsetzen. Sie werden dennoch einen Bußgeldbescheid erhalten, der Sie über Ihre gefahrene Geschwindigkeit in der Schweiz aufklärt und eine Busse einfordert.

Obwohl Sie in Deutschland in der Regel nicht verpflichtet sind, diese auch zu bezahlen, empfiehlt es sich, eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz und ihre Konsequenzen ernst zu nehmen. Generell sollten Sie also die Bussen für erhöhte Geschwindigkeit aus der Schweiz bezahlen. Tun Sie dies nicht, müssen Sie bei einer Wiedereinreise bei einer Routinekontrolle damit rechnen, dass die alten Kosten erneut eingefordert werden. Es kann sogar das Auto beschlagnahmt werden.

Die Verjährungsfrist im Nachbarland für Verstöße gegen den Schweizer Bußgeldkatalog beträgt drei Jahre. Wer also die Höchstgeschwindigkeit der Schweiz übertritt und das Bußgeld nicht zahlt, muss noch drei Jahre lang damit rechnen, bei erneutem Betreten des Landes belangt zu werden.
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