Rettungskarte

Die Rettungskarte: Auto-Konstruktionsplan für Nothelfer

Zu viert im Auto Rettungskarte dabei Gerade bei mehreren Insassen wichtig.

Im Auto: Rettungskarte unter der Sonnenblende? Bei mehreren Insassen besonders wichtig.

Nach einem Unfall sind Rettungskräfte oft schnell vor Ort. Doch Unfallopfer können manchmal erst eine Stunde später ins Krankenhaus transportiert werden. Der ADAC berichtet, dass die Feuerwehr oft so lange benötigt, bis sie die Insassen aus ihren Unfallfahrzeugen herausgeschnitten hat. Das liegt zum einen an der massiven Bauweise moderner Fahrzeuge.

Diese Konstruktion sorgt natürlich für mehr Sicherheit und konnte schon so manches Unglück abdämpfen. Doch auf der anderen Seiten werden im Fall eines schweren Unfalls Rettungsarbeiten erschwert. Gerade die Fahrzeugmodelle, die in den Jahren 2005 bis 2007 hergestellt wurden, sind durch verstärkende Bauteile mit besonders massivem Stahl im Fahrgastraum Problemfälle für Rettungsarbeiten.

Doch es gibt noch ein anderes Problem. Die verschiedenen Fahrzeugmodelle der Hersteller unterscheiden sich zum Teil erheblich in ihrer Konstruktion, sodass Einsatzkräfte der Feuerwehr Probleme haben, den schnellsten Weg zu finden, ein Kfz aufzuschneiden.

Was ist eine Rettungskarte?

Dabei sollen Rettungskarten helfen. Sie zeigen wichtige Konstruktions-Eigenheiten für jedes Automodell. So werden die Nothelfer über die Position von Batterie, Kraftstoff- und Gastank genauso aufgeklärt wie über den Sitz der besonders harten Karosserie-Verstärkung. So kann schnell ersehen werden, wo die Kreissäge angesetzt werden kann, um rasch die Bergung der Unfallopfer voranzutreiben.

Vorteile einer Rettungskarte:

  • Völlig kostenloser Service, der im Notfall Leben retten kann
  • Rettungskräfte können schnell erkennen, welche Eigenheiten ein Auto hat
  • Sie leisten selbst Hilfe, indem Sie die Rettungskarte auf dem neuesten Stand halten (zum Beispiel bei Tuning oder anderen Veränderungen am Originalmodell)

Seit wann gibt es die Rettungskarte?

Der “Verband der Automobilindustrie” (VDA) war schon länger bemüht, der Feuerwehr über verschiedene Fahrzeugmodelle Informationen bereitzustellen, die nach einem Unfall dabei helfen sollten, die Insassen zu bergen. Gemeinsam mit der “Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V.” (vfdb) entwickelte er das Konzept der Rettungskarte.

2009 stellten die Verbände ihre Entwicklung vor. Der “Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V.” (ADAC) schloss sich an und startete Kampagnen, die die Autofahrer von der neuen Idee überzeugen sollten. Nun wird daran gearbeitet, früher oder später alle Fahrzeuge mit einer individuellen Rettungskarte auszustatten.

Wo kann die Rettungskarte im Auto aufbewahrt werden.

Die Rettungskarte: Das Auto wird schematisch dargestellt.

Die Rettungskarte: Das Auto wird schematisch dargestellt.

Im Idealfall soll jedes Auto eine Rettungskarte haben, die unter der Sonnenblende der Fahrerseite angebracht ist. So wird die Wahrscheinlichkeit minimiert, dass sie bei einem Zusammenstoß verrutscht oder verloren geht. Auch kann ein Aufkleber auf die Rettungskarte hinweisen. Gut sichtbar sorgt er dafür, dass die Einsatzkräfte im Zweifel nicht lange suchen müssen nach der Rettungskarte. Der Aufkleber kann zum Beispiel an der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht sein.

So können Sie Ihr Fahrzeug mit der richtigen Rettungskarte ausstatten

Die folgenden Links führen Sie zu den wichtigsten Karten. Sollten Sie ein anderes Fahrzeug haben, finden Sie weiter unten andere Modelle.

Diese Rettungskarten werden häufig gesucht:

Oftmals werden Sie Ihr Modell vielleicht nicht finden, oder es weicht von der offiziellen Bauweise ab. In dem Fall können auf den Rettungskarten Anmerkungen gemacht werden, die den Rettungskräften wertvolle Informationen liefern. Doch achten Sie darauf, besonders leserlich zu schreiben, am besten in Druckbuchstaben. Außerdem sollten die Anmerkungen absolut klar verständlich und kurz sein. Die Rettunngskarte wird in einem Notfall gelesen und gebraucht, daran sollten Sie denken. So kann zum Beispiel die VW-Rettungskarte angepasst werden, aber auch jede andere, etwa von BMW.

Rettungskarte: Hier finden Sie Ihren Hersteller

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) hat eine lückenlose Linksammlung zusammengestellt. Hier finden Sie Ihr Fahrzeug und können auch Vergleiche mit anderen Fahrzeugen anstellen.

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