Bußgeldkatalog: Papierrecycling

Hier finden Sie die aktuellen Bußgeldkataloge 2017 für die einzelnen Bundesländer, die die Bußgelder definieren für die ordnungswidrige Entsorgung von Papier, wodurch das Papierrecycling verhindert wird:

BundeslandBußgeld für ordnungswidrig entsorgtes Papier (kleine Mengen bis über zwei Kilogramm)
Baden-Württemberg25 Euro bis 500 Euro
Bayern35 Euro bis 320 Euro
Berlin35 Euro
Brandenburg20 Euro bis 200 Euro
Bremen25 Euro bis 1.000 Euro
Hamburg50 Euro bis 600 Euro
Hessen20 Euro bis 1.500 Euro
Mecklenburg-Vorpommern10 Euro bis 200 Euro
Niedersachsen50 Euro bis 1.000 Euro
Nordrhein-Westfalen25 Euro bis 510 Euro
Rheinland-Pfalz26 Euro bis 512 Euro
Saarland25 Euro bis 500 Euro
Sachsen20 Euro bis 120 Euro
Sachsen-Anhalt(keine Angaben)
Schleswig-Holstein20 Euro bis 200 Euro
Thüringen20 Euro bis 1.500 Euro

Papierentsorgung und Papierrecycling funktionieren in Deutschland schon sehr gut.

Papierentsorgung und Papierrecycling funktionieren in Deutschland schon sehr gut.

Papier und Recycling: Ein Wortpaar, das in Deutschland besonders gut zusammen passt. Die umweltschonende Papierverwertung funktioniert hier sehr effizient. Annähernd 100 Prozent des Papiers für Zeitungen und Verpackungen besteht aus recyceltem Altpapier. Denn fast alle 8 Millionen Tonnen Altpapier, die in Deutschland jährlich anfallen, werden recycelt. Dabei werden die Fasern des Papieres neu zusammengesetzt, um aus Altpapier wieder druckfertiges Papier zu machen.

Voraussetzung dafür ist die Mülltrennung in den Fabriken und Haushalten. Unternehmen sind dabei natürlich in einer besonderer Pflicht, da sie prozentual größere Mengen Papier verwenden. Doch auch Privatleute können ihren Teil zur umweltgerechten Papierentsorgung durch Recycling beitragen.

Dieser Ratgeber soll Ihnen dabei eine Hilfe sein. Sollten für Sie noch Fragen zur Altpapierentsorgung ungeklärt bleiben, helfen wir Ihnen gerne im Kommentarbereich weiter.

Papierecycling – Umweltschutz auf allen Ebenen

Der Papierrecycling-Prozess schont Ressourcen und spart Energie. Das Bundesumweltamt gab bekannt, dass 60 Prozent an Energieaufwand und 70 Prozent Wasserverbrauch eingespart werden können, wenn Unternehmen auf Recyclingpapier setzen.

Deshalb wird Papierrecycling im Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichtend festgeschrieben.

Die richtige Papierentsorgung

Jeder Haushalt hat mehrere Mülltonnen im Hinterhof oder auf der Straße stehen. Sie sind farblich voneinander verschieden und zeigen so schnell und unkompliziert an, welcher Abfall darin zu entsorgen ist.

Während die gelbe Tonne für Verpackungen mit dem grünen Punkt der richtige Behälter ist, ist Biomüll in der braunen (manchmal grünen) Tonne zu entsorgen. Restmüll wird in die graue Tonne gegeben.

Altpapier, Pappen und Kartonagen sind in der blauen Tonne zu versenken. Nur so kann der Papiereecycling-Prozess in Gang gebracht werden.

Dabei ist zu beachten, dass nur unbehandeltes oder wenig behandeltes Altpapier hier entsorgt werden darf. Zulässig sind:

  • alte Zeitschriften und Zeitungen sowie Bücher
  • Pappe, Karton und Papiere die als Verpackung dienten
  • Druckpapier aus Büros und Verwaltungen
  • Broschüren und Schulmaterial aus Papier
  • (unbeschichtetes) Geschenkpapier
  • Geschenk- Schuh- oder Eierkartons

Stark behandeltes Papier kann nicht oder nur sehr aufwendig recycelt werden, weshalb es nicht in die blaue Tonne gehört. Darunter zählen:

Die richtige Altpapierentsorgung mit anschließender Papierverwertung führt dazu, dass ein großer Teil des täglich genutzten Papieres recycelt wird.

Die richtige Altpapierentsorgung mit anschließender Papierverwertung führt dazu, dass ein großer Teil des täglich genutzten Papieres recycelt wird.

  • Getränkekartons (gehören in die gelbe Tonne)
  • Tapeten (aufgrund Rückstände von Leim oder anderen Klebemitteln)
  • Kohlepapier
  • Wachspapier
  • Paraffinpapier
  • Ölpapier

Wenn größere Mengen unbehandelten Altpapiers entsorgt werden müssen, empfiehlt es sich, eine größere blaue Tonne bzw. einen Container zu bestellen. Auch kann der örtliche Wertstoffhof den Abfall entgegennehmen und dafür sorgen, dass er Teil des Papierrecycling-Prozesses wird.

Papierrecycling: Der Prozess

Nachdem die blauen Tonnen entleert wurden, wird das Altpapier in Sortieranlagen in verschiedene Qualitäts-Kategorien eingeteilt und dann entsprechend weiterverarbeitet.

Der Deinking-Prozess

“Deinking” ist ein englsiches Wort und bedeutet soviel wie “Tinte entfernen”. Gerade das Papier alter Zeitungen muss von der enthaltenen Tinte gereinigt werden, um eine gewinnbringende Papierverwertung zu gewährleisten. Im Deinking-Prozess wird das Papier also entfärbt. Zusätzlich kann das Papier nach dem Recycling gebleicht werden. Für beide Prozesse werden Chemikalien eingesetzt.

Der Einsatz von Chemikalien ist umweltpolitisch natürlich immer problematisch. Um sicher zugehen, dass das von Ihnen gekaufte Recyclingpapier hohen Umweltschutz-Standards entspricht, können Sie auf Gütesiegel achten. Der Blaue Engel etwa steht für einen besonderen Wald- und Ressourcenschutz beim Papierrecycling.

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