Verkehrsregeln in Norwegen: Hohe Bußgelder sind nicht selten

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Norwegen mit dem Auto zu erkunden, bedeutet für viele die Möglichkeit, das Land besser kennen zu lernen und Ort zu sehen, die sonst nicht so leicht erreichbar wären. Zu den Reisevorbereitungen sollte auch das Befassen mit den Verkehrsregeln in Norwegen gehören. Nachfolgend finden Sie auch einen Überblick über Sanktionen, die drohen können.

VerstoßSanktionen
Verstoß gegen die Promillegrenzeab 550 EUR
ab 20 km/h zu schnellab 375 EUR
mehr als 50 km/h zu schnellab 900 EUR
Rotlichtverstoß570 EUR
Handy am Steuer140 EUR
Nicht angeschnalltab 165 EUR
Parkverstoßab 80 EUR

(Stand: März 2017)

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Norwegen: Die wichtigsten Verkehrsregeln

Die Verkehrsregeln in Norwegen unterscheiden sich teils erheblich von den deutschen.

Die Verkehrsregeln in Norwegen unterscheiden sich teils erheblich von den deutschen.

Sich vor dem Reisantritt mit den Verkehrsregeln in Norwegen zu beschäftigen, kann für die Urlaubskasse am Ende Bedeutung hab. Wer sich etwa mit Promillegrenzen oder Geschwindigkeitsbeschränkungen im Urlaubsland auskennt, kann Bußgelder vermeiden bzw. auch das Unfallrisiko minimieren.

Norwegen gehört zu einem beliebten Reiseziel der Deutschen. Das eigene Auto, Wohnmobil oder einen Mietwagen zur Verfügung zu haben, bedeutet für viele ein anderes Urlaubserlebnis. Gemäß den Verkehrsregeln in Norwegen dürfen nur Personen ab 18 Jahren ein Fahrzeug führen. Dafür ist auch in Norwegen ein gültiger Führerschein notwendig. Ob wohl das Land nicht Mitglied in der EU ist, wird der EU-Führerschein in der Regel ohne Probleme anerkannt. Ein besonderer Führerschein ist für Norwegen daher nicht notwendig.

Eine Besonderheit besteht darin, dass Fahrer über dem 70. Lebensjahr ein Gesundheitsattest mitführen müssen. Ebenfalls bei der Fahrt im Fahrzeug vorhanden sein müssen die Ausweispapier sowie der Nachweis einer Versicherung. Daher ist zu empfehlen, die „Grüne Versicherungskarte“ dabei zu haben.

Laut Verkehrsregeln müssen in Norwegen alle Insassen im Fahrzeug angeschnallt sein. Zudem dürfen Kinder unter vier Jahren nur in einem passenden Kindersitz befördert werden. Sind Kinder älter als vier jedoch kleiner als 135 cm, ist ebenfalls ein Kindersitz vorgeschrieben. Eine Sitzerhöhung mit Sicherheitsgurt ist für Kinder zwischen 135 cm und 150 cm zulässig.

Die Nutzung des Handys ist nur zusammen mit einer Freisprechanlage gestattet. Werden Fahrer mit dem Handy hinterm Steuer erwischt, wird dies gemäß der Vorgaben im Bußgeldkatalog in Norwegen mit Sanktionen ab 140 Euro geahndet.

Vorfahrt, Parken, Warnwestenpflicht und weiter Regelungen in Norwegen

In Norwegen erlauben die Verkehrsregeln eine Handynutzung nur mit einer Freisprechanlage.

In Norwegen erlauben die Verkehrsregeln eine Handynutzung nur mit einer Freisprechanlage.

Wie in Deutschland ist die Vorfahrt in Norwegen durch Verkehrszeichen oder Ampeln geregelt. Ist dies nicht der Fall, gilt hier ebenfalls die Rechts-vor-Links Regelung. Eine Missachtung der Vorgaben kann laut Verkehrsregeln in Norwegen ein Bußgeld ab 130 Euro zur Folge haben.

Das Parken ist in Norwegen durch Verkehrszeichen und Markierungen geregelt. Eine durchgezogene weiße Linie am Fahrbahnrand bedeutet, dass ein Parkverbot besteht. Ebenfalls verboten ist das Parken in Bereichen, die mit „All stans forbudt“ gekennzeichneten sind.

Ein Parkverstoß kann mit einem Bußgeld ab 80 Euro geahndet werden. So ein Strafzettel aus Norwegen kann dann schnell die Urlaubskasse belasten.

Ebenfalls hohe Bußgelder drohen in Norwegen, wenn die Pflicht zum ganzjährigen Gebrauch des Tagfahrlichts nicht beachtet wird oder die Warnwestenpflicht missachtet wird. In Norwegen muss die Warnweste so im Auto transportiert werden, dass sie vom Fahrersitz aus gut zu erreichen ist. Zudem muss in Norwegen das Tagfahrlicht sowohl innerhalb als auch außerhalb geschlossener Ortschaften eingeschaltet sein. Hier kann ein Bußgeld von umgerechnet 260 Euro anstehen, wenn Fahrer diese Verkehrsregeln in Norwegen nicht beachten.

Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es laut Verkehrsregeln in Norwegen für PKW bis 3,5 t nicht. Werden sie bei winterlichen Verhältnissen dennoch genutzt, müssen sie eine Profiltiefe von mindestens 3 mm aufweisen. Sind Fahrer mit Sommerreifen unterwegs, sind Schneeketten vorgeschrieben. Werden diese nicht mitgeführt, kann das umgerechnet etwa 80 Euro an Sanktionen bedeuten.

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Alkohol am Steuer und Geschwindigkeitsüberschreitungen: In Norwegen wird das teuer

Hohe Bußgelder drohen in Norwegen bei Alkohol am Steuer.

Hohe Bußgelder drohen in Norwegen bei Alkohol am Steuer.

Die Promillegrenze liegt in Norwegen bei 0,2 und ist somit unter der in Deutschland festgelegten. Alkohol am Steuer wird laut Verkehrsregeln in Norwegen auch härter sanktioniert. So kann ein Verstoß gegen die Promillegrenze bereits mit mindestens umgerechnet 550 Euro zu Buche schlagen. Bei höheren Promillewerten sind zudem Bußgelder in Höhe von eineinhalb Monatsgehältern fällig. Auch die Einbehaltung des Führerscheins oder Freiheitsstrafen können verhängt werden.

Urlauber sollten sich daher gut überlegen, ob sie abends im Restaurant noch ein Glas Wein bestellen oder den Autoschlüssel doch lieber abgeben, wenn das Bier unverzichtbar ist.

Ebenfalls empfindliche Sanktionen müssen Fahrer befürchten, die in Norwegen eine Geschwindigkeitsüberschreitung begehen. Ist die Geschwindigkeit nicht durch Verkehrsschilder geregelt, gelten laut Verkehrsregeln in Norwegen folgende allgemeine Vorgaben:

  • Innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h
  • Außerhalb geschlossener Ortschaften: 80 km/h
  • Auf Autobahnen und Schnellstraßen: 90 km/h oder 100 km/h, durch Beschilderung gekennzeichnet

Für Gespanne über 3,5 t gelten innerorts ebenfalls 50 km/h sowie außerorts 80 km/h als Höchstgeschwindigkeit.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann in Norwegen bereits ab 5 km/h zu schnell geahndet werden. Dies hat dann ein Bußgeld von umgerechnet etwa 80 Euro zur Folge. Überschreitungen ab 20 km/h bedeuten dann schon Sanktionen ab 375 Euro. Ab 50 km/h zu schnell können es dann schon 900 Euro sein.

Maut in Norwegen

In Norwegen gilt eine Maut für fast alle Autobahnen und Brücken. In der Regel sind diese Straßen gemäß den Verkehrsregeln in Norwegen durch Verkehrsschilder gekennzeichnet. Meist können die Gebühren an den Mautstationen entrichtet werden.

In der Regel wird jedoch das System „AutoPass“ in Norwegen verwendet. Hierbei registrieren Reisende das Kennzeichen ihres Fahrzeugs im System. Dies wird dann beim Befahren der mautpflichtigen Strecke erkannt und die Gebühren von einer vorher angegebenen Kreditkarte abgebucht. Dies geschieht bei jeder Durchfahrt automatisch.
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Muss ein Bußgeld aus Norwegen bezahlt werden?

Ein Bußgeld aus Norwegen sollte nicht ignoriert werden, auch wenn es in Deutschland nicht vollstreckt werden kann.

Ein Bußgeld aus Norwegen sollte nicht ignoriert werden, auch wenn es in Deutschland nicht vollstreckt werden kann.

Nach einem Verstoß gegen die Verkehrsregeln in Norwegen kann das Bußgeld entweder vor Ort verlangt werden oder in Form eines Bußgeldbescheids aus dem Ausland nach dem Urlaub bei den Betroffenen im Briefkasten landen. Doch muss ein solches Bußgeld überhaupt bezahlt werden?

Da Norwegen, wie bereits erwähnt, nicht Mitglied der Europäischen Union ist, kann der Rahmenbeschluss zu Geldsanktionenvollstreckung (RBGeld) hier nicht zur Anwendungen kommen. Das heißt norwegische Behörden können keine Vollstreckungshilfe bei ihren deutschen Kollegen für diese Art von Bußgeldern beantragen.

Dennoch kann es zu Problemen kommen, wenn ein Bußgeldbescheid aus Norwegen ignoriert wird. Insbesondere, wenn eine weitere Reise in das Land geplant ist. Kommt es hier zu einer Kontrolle kann die Weiter- oder Einreise untersagt werden, solange die offenen Bußgelder nicht beglichen sind. Darüber hinaus sollten Urlauber beachten, dass ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln in Norwegen nicht so schnell verjährt. In der Regel ist dies erst nach einem Jahr der Fall.

Sind sich Betroffene sicher, dass sie gegen keine Verkehrsregel verstoßen haben oder weist der Bescheid Fehler auf, kann gegen diesen Einspruch eingelegt werden. Dieser muss in der Regel in der Landessprache verfasst und an die richtige Behörde adressiert sein. Im Zweifel ist empfehlenswert, einen deutschsprachigen Anwalt in Norwegen zu konsultieren.
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