Bußgeldkatalog USA: Die wichtigsten Verkehrsregeln im Überblick

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Das Land der unendlichen Weiten und unbegrenzten Möglichkeiten bietet viele Sehenswürdigkeiten und Orte, die anziehend wirken. Diese mit dem Auto zu erkunden, stellt für viele einen großen Reiz dar. Kennen sich Urlauber allerdings nicht mit den gültigen Verkehrsregeln aus, kann der Bußgeldkatalog der USA eine böse Überraschung sein.

Auszug aus dem Bußgeldkatalog der USA: Beispiel Texas und Kalifornien

VerstoßSanktionen in US-Dollar
Alkohol am Steuer
… Texasab 1000
… Kalifornienab 390
20 km/h zu schnell
… Texas100 *
… Kalifornien35 *
mehr als 50 km/h zu schnell
… Texasab 500 *
… Kalifornien100 *
Rotlichtverstoß
… Texas75
(ab 230 bei Kontrolle durch Beamte)
… Kalifornienab 490
Handy am Steuer
… Texasbis 500
… Kalifornienab 162
Verstoß gegen die Gurtpflicht
… Texasab 125
… Kalifornienab 162
Parkverstoß
… Texasab 50
… Kalifornienab 50

* Weitere Gebühren und Auslagen sind hier mit einzurechnen.
** Bußgelder variieren je nach Bundesstaat und auch innerhalb des Staates je nach County, dieser Bußgeldkatalog der USA ist deshalb nur ein Beispiel.

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Autofahren in den USA: Das gilt es zu beachten!

Der Bußgeldkatalog der USA ist nicht einheitlich. Jeder Bundesstaat kann eigene Regelungen haben.

Der Bußgeldkatalog der USA ist nicht einheitlich. Jeder Bundesstaat kann eigene Regelungen haben.

Wer die USA mit dem Auto erkunden möchte, sollte sich von Anfang an von dem Gedanken verabschieden, dass überall die gleichen Regelungen gelten. Denn das Verkehrsrecht ist in den Vereinigten Staaten größtenteils Sache der jeweiligen Bundesstaaten. Einen einheitlichen Bußgeldkatalog für die USA gibt es also nicht.

Auch fallen die Regelungen und die daraus resultierenden Sanktionen nicht nur je nach Bundesstaat unterschiedlich aus, sondern können auch innerhalb des Staates von County zu County (Landkreis) stark variieren. In der Regel werden die Bußgelder individuell festgelegt, die Strafen für eine Straftat im Straßenverkehr gelten üblicherweise jedoch für den gesamten Bundesstaat.

Möchten Urlauber also selbst mit dem Auto fahren und die USA entdecken, sollten sie sich vorab über die Regelungen auf der geplanten Route informieren. Denn auch in den Staaten kann ein Bußgeldbescheid drohen. Neben den allgemeinen Verkehrsvorschriften können sich vor allem die Vorgaben in Bezug auf die Geschwindigkeit, die Promillegrenze und die Höhe der Sanktionen unterscheiden.

Wichtige amerikanische Verkehrsregeln

Obwohl die Verkehrsregeln und somit auch der Bußgeldkatalog in den USA auf Bundesebene nicht einheitlich sind, gibt es dennoch einige Vorgaben, die in der Regel in den meisten Bundesstaaten gelten.

Wer in Amerika mit dem Auto fahren will, muss einen gültigen Führerschein vorweisen. In der Regel reicht der nationale Führerschein bei einer Urlaubsreise aus. Einige Bundesstaaten erkennen einen internationalen Führerschein zudem auch nicht an. Reisende sollten sich im Vorfeld immer informieren und gemeinsam mit dem nationalen Führerschein auch das Ausweisdokument parat haben. Oftmals kann auch der Mietwagenverleih darüber Auskunft erteilen, welche Dokumente notwendig sind, um in den USA fahren zu dürfen.
Amerikanische Verkehrsregeln schreiben im Allgemeinen einen gültigen Führerschein vor.

Amerikanische Verkehrsregeln schreiben im Allgemeinen einen gültigen Führerschein vor.

Zu den allgemein gültigen Verkehrsregeln in den USA gehören auch die Gurtpflicht (außer New Hampshire) sowie die Lichtpflicht (in den meisten Bundesstaaten) tagsüber. Sind sich Urlauber nicht sicher, ob dies in dem Bundesstaat gilt, in dem sie unterwegs sind, sollten sie, um eine Sanktion gemäß Bußgeldkatalog in den USA zu umgehen, immer angeschnallt und mit eingeschaltetem Abblendlicht fahren.

Ebenfalls zu diesen allgemeinen Vorschriften gehört die Pflicht, Kinder in einem Kindersitz zu befördern. Allerdings gibt es hier je nach Landkreis und Region Unterschiede bezüglich des Alters, der Körpergröße oder des Gewichts des Kindes. Zudem ist allgemein das Rauchen im Fahrzeug untersagt, wenn Minderjährige mitfahren.

In der Regel gibt es keine allgemeine Winterreifenpflicht oder die Vorgaben, Verbandskasten, Warndreieck oder Warnweste mitführen zu müssen. Hier müssen die jeweiligen Vorschriften der Bundesstaaten beachtet werden.

Neben den Verkehrsregeln sollten Autofahrer auch bedenken, dass sich amerikanische Verkehrsschilder teils stark von den gewohnten europäischen Verkehrszeichen unterscheiden können. Nicht nur sind Entfernungen in anderen Einheiten dargestellt, auch die Farbgebung sowie die Form der Verkehrsschilder in den USA sind meist anders und können zu Verwirrungen führen.

Übliche Geschwindigkeit in den USA

Für die meisten Europäer ist die Art der Angabe der Geschwindigkeit in Amerika mit Sicherheit gewöhnungsbedürftig. Denn diese erfolgt in „Miles per Hour / mph“ (Meilen pro Stunde). Auch die Entfernungen werden in den USA mit „Miles“ (Meilen) angegeben. Um die allgemeinen Angaben und Vorgaben auf den Verkehrszeichen richtig einschätzen zu können, müssen die Werte mit 1,6 multipliziert werden. So erhalten Fahrer den Kilometerwert.

Um keine Sanktion gemäß dem Bußgeldkatalog in den USA zu riskieren, sollten sich Reisende immer über die geltenden Tempolimits in den Bundesstaaten informieren. In der Regel darf in geschlossenen Ortschaften nicht schneller als 20 bis 30 mph (ca. 40 bis 48 km/h) gefahren werden. Einen Strafzettel in den USA riskieren Fahrer, die die Geschwindigkeit vor Schulen nicht auf 15 mph (24 km/h) reduzieren.

Die zulässige Geschwindigkeit ist in den USA in den Bundesstaaten unterschiedlich geregelt.

Die zulässige Geschwindigkeit ist in den USA in den Bundesstaaten unterschiedlich geregelt.

Die Geschwindigkeit außerorts ist üblicherweise auf 55 bis 65 mph (88 bzw. 104 km/h) begrenzt. Auf den Interstate Highways, die ähnlich wie europäische Autobahnen fungieren, sind meist zwischen 70 bis 75 mph (112 bzw. 120 km/h) erlaubt. Jeder Bundesstaat regelt die Tempolimits selbst.

Spezielle Spuren und das Parken

Sowohl in den Städten als auch auf den Zubringer-Autobahnen kann es bestimmte Spuren geben, die Fahrgemeinschaften vorbehalten sind. Es müssen in der Regel dann immer mindestens zwei Personen im Fahrzeug sein, damit diese Spuren genutzt werden dürfen. Meist sind diese durch Schilder wie „Carpool Lane“ oder „Diamant Lane“ gekennzeichnet und manchmal auch farblich markiert oder hervorgehoben.

Markierungen spielen in den Staaten auch oft beim Parken eine große Rolle. Diese befinden sich am Fahrbahnrand oder am Bordstein. Rote Markierungen kennzeichnen üblicherweise ein absolutes Halteverbot, gelbe eine Ladezone. Sind die Flächen blau, handelt es sich meist um Behindertenparkplätze. Weiße Zonen sind meist Kurzzeitparkplätze, die währen der Geschäftszeiten maximal für fünf Minuten genutzt werden dürfen.

Verstöße werden laut Bußgeldkatalog in den USA unterschiedlich streng geahndet. Auch hier spielen die jeweiligen Vorgaben des Countys oder des Bundesstaates eine Rolle.

Promillegrenze: Was sagt der Bußgeldkatalog in den USA?

Allgemein gilt in den USA für Fahrer über 21 Jahren eine Promillegrenze von 0,8. Allerdings können dies die Bundesstaaten auch hier wieder individuell festlegen. Ist im Bundesstaat der Alkohohlkonsum unter 21 Jahren erlaubt, kann die Promillegrenze zwischen 0,0 und 0,4 variieren. Ist dieser untersagt, liegt die Grenze bei 0,0 Promille.

Für Alkohol am Steuer kann das Bußgeld in den USA teilweise sehr hoch ausfallen.

Für Alkohol am Steuer kann das Bußgeld in den USA teilweise sehr hoch ausfallen.

Die Sanktionen, die laut Bußgeldkatalog in den USA für Alkohol am Steuer möglich sind, können sehr vielfältig ausfallen. Neben Bußgeldern und Geldstrafen, können auch Fahrverbote, Freiheitsstrafen und die Entziehung der Fahrerlaubnis drohen. Auch ausländische Fahrer müssen bereits beim ersten Verstoß in einigen Bundesstaaten mit mehrmonatigen Fahrverboten rechnen.

In der Regel beeinflusst der gemessene Promillewert die Höhe des Bußgeldes beziehungsweise der weiteren Sanktionen. Da zu den Bußgeldern üblicherweise auch zusätzliche Verwaltungsgebühren addiert werden, kann sich die Summe schnell auf über 1.000 US-Dollar belaufen, was einen Urlaub auch schon mal unverhofft beenden kann. Daher ist es ratsam, sich nach einem alkoholischen Getränk nicht mehr hinters Steuer zu setzten.

Was ist bei einem Bußgeld aus den USA zu tun?

Sanktionen können laut Bußgeldkatalog in den USA sofort vor Ort erhoben werden. Einfordern können die Beamten diese jedoch nicht. Zu zahlen ist ein Bußgeld dann direkt bei der Behörde oder per Bankanweisung.

Sind Urlauber allerdings schon wieder zu Hause, wenn sie einen solchen Bußgeldbescheid aus dem Ausland erhalten, stellt sich die Frage, was dann zu tun ist. Eine Vollstreckung ist in Deutschland nicht möglich, denn es gibt kein Abkommen zwischen den beiden Ländern.

Wird der Bescheid jedoch an die Mietwagenfirma gesandt, kann diese das Bußgeld mit der Rechnung für den Wagen einfordern, was oftmals über die hinterlegte Kreditkarte erfolgt. Auch bei der erneuten Einreise können nicht bezahlte Bußgelder Schwierigkeiten verursachen.
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