E-Scooter im Straßenverkehr: Was ist erlaubt, was nicht?

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Verkehrsverstöße mit dem E-Scooter: Bußgeld oder Strafe?

Ver­stoßBuß­geld
Der Elektro-Tretroller verfügt nicht über die vor­geschrie­bene (und funk­tions­fähige) Glocke15 Euro
E-Roller ohne vorge­schrieben Beleuch­tungs­einrichtungen20 Euro
Be­fahren von Geh­wegen oder an­deren be­schränk­ten Zo­nen (z. B. Fuß­gänger­zone)15 Euro
... wenn da­bei an­dere behin­dert wer­den20 Euro
... wenn da­bei an­dere gefähr­det wer­den25 Euro
... wenn da­bei Dinge beschä­digt wer­den30 Euro
Neben­einan­der gefahren15 Euro
... wenn da­bei an­dere behin­dert wer­den20 Euro
... wenn da­bei an­dere gefähr­det wer­den25 Euro
... wenn da­bei Dinge beschä­digt wer­den30 Euro
E-Scooter ohne Ver­siche­rung fahren40 Euro
E-Scooter ohne Betriebs­erlaub­nis (ABE) fahren70 Euro
... wenn die Betriebs­erlaub­nis nur ab­gelau­fen ist30 Euro
Elektro­kleinst­fahrzeug bzw. E-Scooter auf der Straße fahren, obwohl es keine Fahr­zeug-Identi­fikations­nummer hat10 Euro
Keine Verzö­gerungs­einrich­tung 25 Euro
Elektro­kleinst­fahrzeug erfüllt die Sicher­heitsanfor­derung­en nicht25 Euro
Zu zweit auf dem E-Scooter fahren10 Euro
E-Scooter mit An­hänger fahren10 Euro
An ein anderes Kfz an­häng­en10 Euro
Freihän­dig E-Scooter fahren10 Euro
Richtungs­anzeiger beim Abbie­gen nicht betätigt10 Euro
... wenn da­bei an­dere gefähr­det wer­den20 Euro
... wenn da­bei Dinge beschä­digt wer­den25 Euro

Rotlicht- und Alkoholverstöße mit dem E-Scooter

Ver­stoßBuß­geldPunk­teFahr­ver­bot
Al­ko­hol am Len­ker des E-Scooters
Als Fahr­an­fäng­er oder unter 21-Jäh­riger Ver­stoß ge­gen Al­kohol­verbot250 Eu­ro2-
Ver­stoß ge­gen 0,5-Pro­mille­gren­ze500 Eu­ro21 Mo­nat
... zum 2. Mal1.000 Eu­ro23 Mo­na­te
... zum 3. Mal1.500 Eu­ro23 Mo­na­te
Bei relativer Fahr­untüch­tig­keit (0,3 Pro­mille mit auf­fäl­li­ger Fahr­wei­se)Geld­stra­fe3ggf. Frei­heits­stra­fe, Fahr­er­laub­nis­ent­zug
Bei ab­solu­ter Fahr­untüch­tig­keit (1,1 Pro­mille)Geld­stra­fe3ggf. Frei­heits­stra­fe, Fahr­er­laub­nis­ent­zug
Mit dem E-Scooter über eine ro­te Am­pel fah­ren
Ein­fa­cher Rot­licht­ver­stoß (Ampel < 1 Sek. rot)60 Eu­ro1-
... wenn da­bei an­dere gefähr­det wer­den100 Eu­ro1-
... wenn da­bei Dinge beschä­digt wer­den120 Eu­ro1-
Qua­lifi­zier­ter Rot­licht­ver­stoß (Am­pel > 1 Sek. rot)100 Eu­ro1-
... wenn da­bei an­dere gefähr­det wer­den160 Eu­ro1-
... wenn da­bei Dinge beschä­digt wer­den180 Eu­ro1-

Bußgeldrechner zum E-Scooter

Seit einiger Zeit können Sie in vielen Städten E-Scooter mieten und damit unkompliziert von A nach B gelangen – ganz ohne Muskelkraft. Auch privat sind E-Scooter erhältlich. Allerdings ist vor dem Erwerb Vorsicht geboten, denn längst nicht alle Modelle kommen mit einer Betriebserlaubnis.

In Deutschland dürfen nur E-Scooter mit Straßenzulassung bzw. mit Betriebserlaubnis am Verkehr teilnehmen.
In Deutschland dürfen nur E-Scooter mit Straßenzulassung bzw. mit Betriebserlaubnis am Verkehr teilnehmen.

Ohne ABE dürfen Sie mit dem Elektro-Roller aber nicht am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Doch selbst wenn der Roller den Vorschriften entspricht und eine Zulassung hat, gibt es noch einiges zu beachten. Schließlich handelt es sich um eine völlig neue Fahrzeugkategorie, die weder mit dem Auto noch dem Fahrrad gleichzusetzen ist.

Wo und unter welchen Bedingungen Sie mit den elektrischen Scootern fahren dürfen, welche Verkehrsregeln es zu beachten gilt und was passiert, wenn Sie sich mit dem E-Scooter einen Verkehrsverstoß leisten, erfahren Sie im Folgenden.

E-Scooter: In Deutschland nur mit Zulassung

Sie können den E-Scooter auch ohne Führerschein fahren, aber nur, wenn Sie alt genug sind.
Sie können den E-Scooter auch ohne Führerschein fahren, aber nur, wenn Sie alt genug sind.

In anderen Ländern gibt es sie schon lange, in Deutschland gehören E-Scooter erst seit Inkrafttreten der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge (eKFV) zum Straßenbild dazu. E-Scooter sollen den öffentlichen Verkehr entlasten und eine günstige Alternative zu Auto und Fahrrad darstellen. Seit ihrer Einführung sind Sie jedoch stark umstritten.

Grundsätzlich benötigt ein E-Scooter eine Zulassung, um am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Das heißt, dass der Hersteller für das jeweilige Modell eine Betriebserlaubnis einholen muss.

Das liegt daran, dass jeder E-Scooter per Gesetz eine bestimmte Ausstattung benötigt:

  • Beleuchtung
  • Bremsen
  • Klingel
E-Scooter müssen bauartbedingt auf 20 km/h beschränkt sein. Schnellere E-Scooter bis 45 km/h oder mehr sind daher nicht zulässig. Das ist mit ein Grund, weshalb E-Scooter von z. B. Pedelecs unterscheiden.
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Versicherung für den E-Scooter

Für den E-Scooter muss eine Versicherung abgeschlossen werden.
Für den E-Scooter muss eine Versicherung abgeschlossen werden.

Für Autofahrer ist das sicher nichts Neues: Jedes Kfz, das am Straßenverkehr teilnimmt, muss versichert sein. Das liegt daran, dass garantiert werden muss, dass der Geschädigte, der unverschuldet in einen Unfall geraten ist, seinen Schaden ersetzt bekommt.

Auch E-Scooter sind vor Unfällen nicht gefeit. Was ist z. B., wenn ein auf dem Gehweg abgestellter E-Scooter umkippt und dabei einen Pkw beschädigt? Aus diesem Grund muss auch für die elektrischen Tretroller unbedingt mindestens eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Dass der E-Scooter versichert ist, wird durch die Versicherungsplakette kenntlich gemacht. Versicherungen für E-Scooter sind teilweise sehr günstig (unter 10 Euro). Sie können sich aber auch freiwillig für einen Kaskoschutz entscheiden.

Im Übrigen werden Elektrokleinstfahrzeuge nicht erst diskutiert, seit die E-Scooter eine Zulassung bekommen können. Auch die schon länger bekannten Segways gehören in diese Kategorie. Ebenso liefern E-Skateboards/Hoverboards und Airwheels Stoff für Diskussion. Die beiden letzteren sind im öffentlichen Verkehr derzeit nicht zugelassen.
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Vorschriften und Verkehrsschilder für Fahrräder und Autos: Wann sind auch E-Scooter damit gemeint?

E-Scooter: In der StVO werden sie noch  nicht explizit erwähnt. Sie zählen zu den Elektrokleinstfahrzeugen.
E-Scooter: In der StVO werden sie noch nicht explizit erwähnt. Sie zählen zu den Elektrokleinstfahrzeugen.

Gerade was Verkehrszeichen angeht, müssen E-Scooter-Fahrer genauer aufpassen. In manchen Fällen müssen Sie sich nämlich an Vorschriften speziell für Fahrradfahrer halten, in anderen Fällen gelten jedoch dieselben Regeln wie für Autofahrer.

An der Ampel gilt für E-Scooter dasselbe wie für Fahrradfahrer: Ist eine Fahrradampel vorhanden, so müssen E-Scooter-Fahrer diese beachten. Ist keine vorhanden, dann gilt die normale Ampel für Autos. Ebenso sind E-Scooter überall da verboten, wo auch Fahrräder per Verkehrsschild oder Vorschrift nichts verloren haben (z. B. Gehweg, Fußgängerzone).

Folgende Durchfahrtsverbote gelten ebenso für E-Scooter, es sei denn, es geht mit dem Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ einher:

  • Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge aller Art (Verkehrszeichen Nr. 250)
  • Durchfahrtsverbot für Kraftwagen (VZ Nr. 251)
  • Durchfahrtsverbot für Krafträder (VZ Nr. 255)
  • Durchfahrtsverbot für Kfz (VZ Nr. 260)
  • Einfahrtsverbot (VZ Nr. 267)
 
Benötige für den E-Scooter eine besondere Fahrerlaubnis? Nein. Wichtig ist nur, dass der E-Scooter die Anforderungen und sein Fahrer das Mindestalter erfüllt. Dieses liegt bei 14 Jahren.
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Die wichtigsten Verkehrsregeln und Vorschriften für E-Scooter

Zu zweit auf dem E-Scooter: Erlaubt ist das nicht. Auch nebeneinander dürfen Sie nicht fahren.
  • Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren dürfen nach dem Konsum von Alkohol überhaupt nicht E-Scooter fahren (Alkoholverbot).
  • Mindestalter: Nur wer mindestens 14 Jahre alt ist, darf E-Scooter fahren.
  • E-Scooter dürfen überall dort fahren, wo Fahrräder auch erlaubt sind: Radweg, Fahrradstraße, Fahrradschutzstreifen. Auf Gehwegen haben die elektrischen Roller nichts verloren – auch wenn der Elektromotor aus bleibt.
  • Das Abstellen von E-Scootern ist am Straßenrand, in für E-Scooter freigegebenen Fußgängerzonen und auf Gehwegen erlaubt, allerdings nur, wenn eine Gefährdung von Fußgängern und Rollstuhlfahrern ausgeschlossen ist.
  • Es darf immer nur einer fahren. Zwei oder mehr Personen, sind auf dem Trittbrett verboten.

Abgesehen von diesen Verkehrsregeln, unterliegen E-Scooter-Fahrer den üblichen Regeln der Straßenverkehrsordnung, allen voran das Grundprinzip der ständigen Vorsicht und gegenseitigen Rücksichtnahme (§ 1. Abs. 1 StVO)

Obwohl es für E-Scooter-Fahrer keine Helmpflicht gibt, wird es dringend empfohlen, einen Helm zu tragen. Genau wie Fahrradfahrer, sind Personen auf E-Scootern nur schlecht geschützt. Sie haben bei einem Zusammenstoß keine Knautschzone und können sich daher schon bei kleineren Unfällen schwere Verletzungen zuziehen.
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FAQ: E-Scooter

Welche Verkehrsregeln gelten für E-Scooter?

Die wichtigsten Vorschriften für E-Scooter haben wir hier für Sie aufgelistet. Ansonsten gelten die üblichen Regelungen der StVO für Fahrzeuge.

Was passiert, wenn mein E-Scooter nicht den Vorschriften entspricht?

Fehlt z. B. der vorgeschriebene Richtungsanzeiger, kann ein Verwarngeld erteilt werden. Buß- und Verwarngelder für weitere Verstöße mit dem E-Scooter, lesen Sie hier nach.

Sind auch E-Scooter mit 25 oder 45 km/h zugelassen?

Nein. Es dürfen nur Elektrokleinstfahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen, die eine bauartbedingte Geschwindigkeit von 20 km/h nicht überschreiten.

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