Ist ein Fahrtenbuch Pflicht?

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Das Fahrtenbuch ist dann Pflicht, wenn der Fahrer nicht ermittelt werden kann.

Das Fahrtenbuch ist dann Pflicht, wenn der Fahrer nicht ermittelt werden kann.

Verstoßen Sie im Straßenverkehr gegen die gängigen Regeln und Gesetze, droht ein Bußgeldbescheid. Dabei gilt in Deutschland die sogenannte Fahrerhaftung. Das bedeutet, dass der Fahrer eines Wagens zu ermitteln ist. Sind Fahrer und Halter nicht identisch, kann sich dies als schwierig erweisen, denn die Daten des Fahrzeughalters liegen den Behörden vor. Doch wer tatsächlich das Auto fuhr, können die zuständigen Stellen im Zweifelsfall nicht ermitteln und wenden sich mithilfe von Anhörungsbogen oder Zeugenbefragung an den Halter.

Macht dieser keine Angaben oder ist sich selbst unsicher, kann eine Anordnung für ein sogenanntes Fahrtenbuch erfolgen, falls letztlich keine konkrete Person als Fahrer ausgemacht wird.

Doch in welchen Fällen ist ein Fahrtenbuch Pflicht? Und welche Angaben muss ein solches unbedingt enthalten? Erfahren Sie mehr zur Fahrtenbuchpflicht im nachfolgenden Ratgeber.


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Wann ist ein Fahrtenbuch Pflicht?

Wie bereits erwähnt, kommt ein Fahrtenbuch vor allem dann in Frage, wenn der Fahrer nicht ermittelt werden kann. Hierbei ist zu ergänzen, dass dies in erster Linie der Fall ist, wenn die Feststellung nicht innerhalb der Verjährungsfrist erfolgen konnte. Die Frist für ein Bußgeldverfahren liegt in der Regel bei drei Monaten und aufgrund einer möglichen Unterbrechung unter anderem durch das Versenden eines Anhörungsbogens bei maximal sechs Monaten.

Sie müssen bei der Anhörung zwar nur Angaben zur eigenen Person machen und können auch vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen, aber im Hinblick auf die Anordnung eines Fahrtenbuchs kann die Mitarbeit sinnvoll sein. Auch wenn Sie nur eine bestimmte Gruppe an möglichen Fahrern angeben können oder proaktv bei den entsprechenden Personen nachfragen, wird dies meist positiv gewertet.

Ein Fahrtenbuch ist nur dann Pflicht, wenn es verhältnismäßig zur Ordnungswidrigkeit ist. Bei Straftaten wie der Unfallflucht oder Fahrten unter Alkoholeinfluss ist ein Fahrtenbuch als Anordnung der Straßenverkehrsbehörden sehr wahrscheinlich. Aber auch Geschwindigkeitsverstöße oder das Fahren über eine rote Ampel können zum Führen eines Fahrtenbuches veranlassen.

Rechtliche Grundlage für die Fahrtenbuchpflicht bildet § 31 a Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Der Paragraph besagt, dass die zuständige Behörde den Fahrzeughalter zum Führen eines Fahrtenbuchs verordnen kann. Dies bezieht sich sowohl auf ein als auch auf mehrere Fahrzeuge. Auch für zukünftige Autos kann das Fahrtenbuch zur Pflicht werden.

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Fahrtenbuch: Welche Pflichtangaben müssen enthalten sein?

Was gehört ins Fahrtenbuch? Die Uhrzeit anzugeben, ist Pflicht!

Was gehört ins Fahrtenbuch? Die Uhrzeit anzugeben, ist Pflicht!

Wird das Fahrtenbuch zur Pflicht, müssen bestimmte Angaben auf jeden Fall enthalten sein. Grundsätzlich muss jede Fahrt aufgezeichnet werden für ein ganz bestimmtes Fahrzeug.

Dabei ist hervorzuheben, dass zu Beginn einer Fahrt folgende Angaben gemacht werden müssen:

  • Name und Anschrift des entsprechenden Fahrers
  • amtliches Kennzeichen des betreffenden Wagens
  • Datum der Fahrt
  • Uhrzeit des Fahrtbeginns

Damit die Angaben genau und nicht willkürlich gemacht werden, müssen Sie auch nach der Fahrt dem Fahrtenbuch ein bisschen Aufmerksamkeit schenken. Dabei sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Uhrzeit nach Beendigung der Fahrt
  • Unterschrift des jeweiligen Fahrers

Das Fahrtenbuch müssen Sie jederzeit auf Verlangen bei der zuständigen Behörde vorlegen. Des Weiteren sind Sie per StVZO dazu angehalten, das Fahrtenbuch bis sechs Monate nach Ablauf der Zeit, in der für das Fahrtenbuch die entsprechende Pflicht bestand, aufzubewahren.

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