Fahrerkarte: Verlängern ist nach fünf Jahren Pflicht

Nach fünf Jahren müssen Fahrer ihre Fahrerkarte verlängern lassen.
Nach fünf Jahren müssen Fahrer ihre Fahrerkarte verlängern lassen.

Müssen Berufskraftfahrer ihre Fahrerkarte verlängern lassen oder ist diese im Unterschied zum LKW-Führerschein unbegrenzt gültig? Jeder Fahrer sollte wissen, dass die Fahrerkarte bei jeder gewerblichen Fahrt mitzuführen ist und sie sicherstellen müssen, dass die Aufzeichnung der Lenk- und Ruhezeiten einwandfrei funktioniert.

Da eine Fahrerkarte nur für fünf Jahre Gültigkeit besitzt, obliegt es ebenfalls der Verantwortung der Fahrer, sich hier rechtzeitig um eine Verlängerung zu kümmern und diese zu beantragen. Mit Fragen wie „Wo kann ich meine LKW-Fahrerkarte verlängern lassen?“ oder „Ich möchte meine Fahrerkarte verlängern, was brauche ich?“, sollte sich jeder beschäftigen und für sich klären, bevor die Karte abgelaufen ist. Ob eine Fahrerkarte online zu verlängern geht oder der Antrag persönlich abzugeben ist und welche Unterlagen für eine Erneuerung notwendig sind, betrachtet der nachfolgende Artikel zum Thema näher.


Fahrerkarte erneuern: Wann muss das geschehen?

Eine Fahrerkarte zu verlängern, ist online nicht möglich. Eine abgelaufene Karte kann zu Bußgeldern führen.
Eine Fahrerkarte zu verlängern, ist online nicht möglich. Eine abgelaufene Karte kann zu Bußgeldern führen.

Die Fahrerkarte verlängern müssen Berufskraftfahrer grundsätzlich nach fünf Jahren, denn länger ist eine Karte nicht gültig. Haben Fahrer die Frist versäumt, darf mit einer abgelaufenen Fahrerkarte keine Fahrt angetreten werden. Wird dennoch mit einer ungültigen oder gänzlich ohne Fahrerkarte gefahren, kann dies Bußgelder bis zu 250 Euro für den Fahrer und 750 Euro für das Unternehmen zur Folge haben. Ist die Fahrerkarte abgelaufen und verlängern Fahrer diese nicht, wird das in der Regel dann kostspielig.

Eine Fahrerkarte verlängern lassen können Inhaber frühestens sechs Monate vor Ablauf der Gültigkeit. Der späteste Zeitpunkt, einen Antrag zu stellen, wären 15 Werktage vor dem Ablauf. Hier sind die jeweiligen Bearbeitungszeiten der Behörden zu berücksichtigen. Die neue Karte schließt bei einer rechtzeitigen Verlängerung mit ihrer Gültigkeit an den Ablauftag der alten Karte an.

Fahrerkarte verlängern: Wo der Antrag gestellt werden kann

Fahrer können ihre Fahrerkarte verlängern, indem sie einen Antrag bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde an ihrem Wohnort stellen. In der Regel ist das dieselbe, die die Karte erstmalig ausgestellt hat. Der Antrag ist persönlich einzureichen, da eine Unterschrift erfolgen muss. Die Fahrerkarte online verlängern lassen ist daher nicht möglich. Allerdings bieten viele Behörden an, das Antragsformular online auszufüllen und ausgedruckt abzugeben. Zudem kann oftmals auch ein Termin übers Internet vereinbart werden.
Fahrerkarte erneuern: Die Kosten müssen Fahrer in Deutschland selbst tragen.
Fahrerkarte erneuern: Die Kosten müssen Fahrer in Deutschland selbst tragen.

Eine weitere Möglichkeit, eine Fahrerkarte zu verlängern, stellen DEKRA, TÜV Süd sowie Nord dar. Beide Prüfgesellschaften sind Ausgabestellen für Fahrerkarten und können einen Antrag auf Erneuerung ebenfalls entgegennehmen.

Sind, um eine Fahrerkarte verlängern zu lassen, Unterlagen notwendig oder reicht hier der Antrag an sich aus? Der Fahrer muss sich bei der Antragstellung ausweisen, daher muss ein Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden. Da auf der Karte ein Bild des Fahrers erscheint, ist auch bei der Verlängerung ein Lichtbild mit den Maßen 35 x 45 mm einzureichen. Darüber hinaus müssen Fahrer einen gültigen LKW-Führerschein aus einem EU- oder EWR-Staat vorlegen.

Kosten: Eine Fahrerkarte verlängern zu lassen bedeutet Gebühren

Lassen Kraftfahrer ihre Fahrerkarte verlängern, entstehen Kosten, die sie in Deutschland selbst zu tragen haben. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, die Karte oder deren Verlängerung zu bezahlen. Einige Unternehmen ersetzen Fahrern jedoch diese Ausgaben.

 

Je nach Bundesland und Region fallen die Kosten unterschiedlich hoch aus. Dies ist in den einzelnen Landesgebührenverordnungen geregelt. Durchschnittlich bewegen sich die Ausgaben zwischen 35 und 50 Euro. In den Kosten enthalten ist die Gebühr von zwölf Euro, die durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erhoben wird. Für den Postversand der Karte fallen dann zusätzlich nochmals zwischen drei und fünf Euro an.

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