Mischkonsum: Alkohol und Drogen im Straßenverkehr kombinieren

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Hier sehen Sie den Bußgeldkatalog Mischkonsum 2019, der sich an den Sanktionen orientiert, die für die Nutzung von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr angewandt werden.

Tat­be­standBuß­geldPunk­teFahr­verbotFVerbotLohnt sich ein Einspruch?
Ver­stoß gegen das Drogen­gesetz bei Mischkon­sum (erstes Mal)500 €21 Monat*1 M*Hier prüfen
Ver­stoß gegen das Drogen­gesetz bei Misch­konsum (zweites Mal)1.000 €23 Monate*3 M*Hier prüfen
Ver­stoß gegen das Drogen­gesetz bei Mischkon­sum (drittes Mal)1.500 €23 Monate*3 M*Hier prüfen
Gefähr­dung des Straßen­verkehrs durch Misch­konsum3Fahr­erlaub­nisent­zug, Geld­strafe oder Freiheits­strafe*Hier prüfen
*zusätzlich Anordnung einer MPU möglich
Bei Mischkonsum werden verschiedene Drogen zeitnah oder gleichzeitig eingenommen.
Bei Mischkonsum werden verschiedene Drogen zeitnah oder gleichzeitig eingenommen.

Die deutsche Gesetzgebung hat strenge Regeln in Bezug auf Alkohol und Drogen geschaffen, an die sich vor allem Verkehrsteilnehmer halten müssen, wenn sie ihre Fahrer­laubnis nicht einbüßen wollen. Wer bei einer Kontrolle getestet wird und einen zu hohen Promille- oder Drogenwert aufweist, muss mit Sanktionen rechnen, darunter Fahrver­bote, Bußgelder und die Anordnung zur medizinisch-psycholo­gischen Untersuchung (MPU).

Doch was passiert, wenn Mischkonsum vorliegt, also der Konsum verschiedene Substanzen stattgefunden hat und trotzdem ein Fahrzeug gelenkt wurde?

Müssen Betroffene mit denselben Sanktionen rechnen? Hier erhalten Sie nicht nur die Antworten auf diese Fragen. Sie werden auch zu dem Begriff des Mischkonsums aufgeklärt und darüber informiert, welche riskanten Konsequenzen sich ergeben können, wenn Drogen und Alkohol miteinander gemischt werden.


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Die Bedeutung von Mischkonsum und mögliche Wechselwirkungen

Neben den unterschiedlichen Spirituosen, deren Konsum zum Tatbestand Alkohol am Steuer führen kann, gibt es unterschiedliche künstliche Substanzen, die unter den Begriff der Drogen fallen. Typische Vertreter hier sind LSD, Crystal, Cannabis und Speed.

So wird allgemeinhin von Mischkonsum gesprochen wenn zwei oder mehrere Vertreter dieser Stoffgruppen zeitnah bzw. gleichzeitig eingenommen werden, wodurch die einzelnen Wirkstoffe sich überlappen und gegenseitig beeinflussen.

Die Wirkungsweisen der einzelnen Substanzen bauen dabei nicht schlicht aufeinander auf und erhöhen die Intensität des Rausches. Im Gegenteil: Es kann eine Wirkung auftreten, die so absolut unvorhersehbar und unbeabsichtigt war. Es ist sogar möglich, dass die Rauschwirkung einer Droge die der anderen vermindert.
Auf Dauer kann Mischkonsum den Führerschein kosten.
Auf Dauer kann Mischkonsum den Führerschein kosten.

Es folgten einige Beispiele für Mischkonsum, die zeigen, welche Wirkung unbedachte Kombinationen haben können:

  • Crystal Meth und LSD: Unangenehme Halluzinationen treten auf, die Wirkung vom LSD-Trip wird vermindert.
  • LSD und Cannabis: Die Gefahr für eine Psychose nimmt zu.
  • Speed und Cannabis: Es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Auch ein Kreislaufzusammenbruch ist bei der Mischung von Speed und Cannabis möglich.
  • Alkohol und Gras (Cannabis): Sowohl die motorische als auch die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab.
  • Kokain und Heroin: Es besteht die Gefahr eines Atemstillstandes oder eines Herzversagens. Außerdem steigt das Risiko der Überdosierung.
  • Kokain und Speed: Das Herz-Kreislauf-System wird extrem belastet. Zudem ist eine Paranoia möglich.
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Medikamente, die mit Alkohol oder anderen berauschenden Substanzen kombiniert werden, fallen ebenfalls unter den Begriff „Mischkonsum“. Auch dabei können gefährliche Nebenwirkungen und Spätfolgen auftreten. Werden beispielsweise Antibiotika zusammen mit Drogen konsumiert, sind ernsthafte Leberschäden eine mögliche Folge. Denn schon ein Antibiotikum allein beansprucht die Filterfunktion der Leber immens. Kommt dann eine Droge hinzu, fällt deren negative Wirkung auf den Körper oft weitaus schlimmer aus.

Die verkehrsrechtlichen Konsequenzen von Mischkonsum

Die Sanktionen, welche Verkehrsteilnehmern drohen, wenn sie unter Mischkonsum ein Fahrzeug führen, unterscheiden sich nicht von denen, die bei überhöhter Alkohol- bzw. Drogennutzung erfolgen. Grundlage hierfür ist § 316 Strafgesetzbuch (StGB). In Absatz 1 heißt es:

Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.

Beim ersten Verstoß kommt es häufig zu einem Bußgeld über 500 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot. Gerade bei Mischkonsum ist es außerdem äußerst wahrscheinlich, dass die zuständigen Beamten die Fahrtauglichkeit des Kontrollierten soweit anzweifeln, dass Sie ihm die Teilnahme an einer MPU auferlegen.

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{ 2 Kommentare… add one }
  • Onur 25. Februar 2019, 19:30

    Sehr geehrtes Team vom Bußgeldkatalog,

    ich bin 21 Jahre, meine Probezeit wurde bereits verlängert, da ich über Rot gefahren bin (mein Führerschein habe ich April 2016 erhalten).
    Am 23.02 wurde ich in Hamburg angehalten, beim “Alkoholpusten” wurde 2,0 Promille festgestellt darüberhinaus war ich unter THC Einfluss. Die Polizei hat mein Führerschein an dem Tag bereits entzogen und eine Blutabnahme vollzogen. Mit welchen Konsequenzen kann ich rechnen ?

    • bussgeld-info.de 21. März 2019, 17:27

      Hallo Onur,
      bei diesem Promillewert liegt eine Straftat vor. Die Sanktionen legt somit ein Gericht fest.

      Ihr Bussgeld-Info Team

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