Drogentest und Alkoholtest

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Bei allgemeinen Verkehrskontrollen werden häufig auf Verdacht Alkoholtests und Drogenschnelltest durchgeführt.

Bei allgemeinen Verkehrskontrollen werden häufig auf Verdacht Alkoholtests und Drogenschnelltest durchgeführt.

Polizeiliche Verkehrskontrollen sind auf den deutschen Straßen keine Seltenheit. Werden Sie für solch eine Kontrolle ausgewählt und es besteht ein begründeter Verdacht auf einen Missbrauch von Alkohol oder Drogen, ist es möglich, dass die Polizei einen Alkoholtest oder Drogentest von Ihnen verlangt. Häufig ist es der Fall, dass viele Betroffene einer Verkehrskontrolle ihre Rechte nicht kennen, die Ihnen die Polizei garantieren muss. Dieser Ratgeber soll Ihnen Aufschluss über Ihre Rechte und Pflichten geben.

Außerdem werden die verschiedenen Drogentests, oder auch Drogenschnelltests, näher erläutert und beschrieben. Was ist der „Cut-Off“-Wert? Wie genau ist er relevant für Sie in einem Drogentest oder Alkoholtest? Ist es möglich, einen Drogentest zu verweigern? Mit welchen Konsequenzen müssen Sie rechnen, wenn beispielsweise Ihr Drogenschnelltest positiv ausfällt? Diese und weitere Fragen werden in diesem Ratgeber beantwortet. Die Bußgeldkataloge für Alkohol und Drogen fassen mögliche Strafen übersichtlich zusammen.

Der Drogentest: zahlreiche Testmöglichkeiten


Ein Drogentest bedeutet immer gewisse Voraussetzungen, die gegeben sein müssen. So können nicht alle Drogenarten mit dem gleichen Drogentest nachgewiesen werden. Meist setzt die Polizei in einer Verkehrskontrolle zunächst auf einen Drogenschnelltest, welcher den Vorteil einer schnellen Abwicklung und Methodik hat. Längere Laboruntersuchungen, dafür aber genauere Ergebnisse in Sachen Drogenscreening liefern andere Tests. Beide Arten dienen in irgendeiner Art und Weise dem Ziel der eventuellen Nachweisbarkeit von Drogen. Sie bekommen nun genauere Informationen zu positiven und negativen Aspekten der unterschiedlichen Drogentests.

Wichtig: Drogenschnelltests stellen keinen gültigen Beweis vor Gericht dar! Erst das Ergebnis eines Bluttests darf als offizieller Beweis vor Gericht verwendet werden.

Der Drogentest durch Urin ist wohl eine der gängigsten und bekanntesten Methoden. Da Drogen, wie viele Endstoffe, über die Niere ausgeschieden werden, befinden sich die Drogen-Substanzen im Urin und können somit auch durch diesen nachgewiesen werden. Ein Labor nimmt bei einem Urintest dann die Urinprobe des Verdächtigen genauer unter die Lupe, um herauszufinden, ob die Probe die vermuteten Drogen beinhaltet. Strafrechtliche Folgen sind bei einem positiven Ergebnis im Urintest keine Seltenheit.

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Auch durch Speichel können Drogen nachgewiesen werden. Hierfür ist ein Drogentester notwendig, auf den der Verdächtige eine Speichelprobe geben muss. Diese Art von Drogentest zählt zu den Drogenschnelltests, was bedeutet, dass die Polizei und der Verdächtige in kürzester Zeit ein Ergebnis haben. Konkret heißt das, dass Farben auf einem Teststreifen ein positives oder negatives Drogenergebnis im Speicheltest aufzeigen.

Schweiß kann ebenfalls Aufschluss über eine Drogeneinnahme geben. Spezielle Geräte liefern innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis über den Konsum von Drogen des Verdächtigen. Darum ist auch dieser Drogentest als Drogenschnelltest anzusehen.

Auch wenn Alkohol oft ein verlockendes Vergnügen zu sein scheint, sollten Sie es als Fahrer in Maßen halten.

Auch wenn Alkohol oft ein verlockendes Vergnügen zu sein scheint, sollten Sie es als Fahrer in Maßen halten.

Bekanntlich kann uns auch das Blut in unserem Körper viele Informationen darüber geben, was wir alles zu uns genommen haben.

Ein Drogenscreening gekoppelt mit einer Blutabnahme ist deshalb eine ebenso gängige Methode, wie die anderen auch. Da die Untersuchung von Blut nur im Labor stattfinden kann und somit etwas mehr Zeit und Aufwand in Anspruch nimmt, zählt dieser Drogentest nicht zu den Drogenschnelltests. Nachdem die Polizei einen Bluttest angeordnet hat, nimmt ein Arzt dem Verdächtigen Blut ab und die Blutprobe wird anschließend untersucht. Eine Manipulation der entnommenen Probe ist nahezu unmöglich.

Trotzdem hängt das Testergebnis sehr stark von der Zeit ab, zu der die Drogen, wie zum Beispiel Kokain oder THC bzw. Cannabis, eingenommen wurden. Je mehr Zeit nach dem Konsum von Drogen vergangen ist, desto schlechter ist ein Nachweis der Drogen möglich. Nichtsdestotrotz kann das hierdurch nachgewiesene Ergebnis des Drogenscreenings durch Blut als offizieller Beweis vor Gericht verwendet werden. Nicht selten führt die Polizei im Vorfeld dieses Tests einen der Drogenschnelltests durch. Zeigt dieser ein positives Ergebnis auf, wird meist noch ein nachfolgender Bluttest durchgeführt.

Achtung: Es ist Ihnen nicht gestattet, diesen Drogentest du verweigern!

Des Weiteren können eine Haaranalyse auf Drogen oder eine Analyse von Fingernägeln ebenso als Drogentest dienen. Allerdings kommt dieses Drogenscreening nicht bei Verkehrskontrollen zum Einsatz. Der Test soll einen Nachweis erbringen, ob Sie Drogen vor einem längeren Zeitraum eingenommen haben und ist häufig Bestandteil einer MPU. Sie bekommen ein Ergebnis in diesem Test nicht direkt, sondern erst einige Tage später.

Der Alkoholtest – Pusten oder nicht?

Natürlich nutzt die Polizei ihre Verkehrskontrollen auch zur Ermittlung, ob Sie Alkohol getrunken haben. Dabei benutzen Polizisten ein Alkoholmessgerät, von vielen auch Promilletester genannt, in welches der Verdächtige hineinpusten soll. So wird die Konzentration des Alkohols gemessen, die der Verdächtige im Atem hat. Während einer Verkehrskontrolle sind Sie aber keineswegs dazu verpflichtet, diesen Alkoholtest durchzuführen. Liegt jedoch ein begründeter Verdacht oder ein Beschluss eines Richters vor, hat die Polizei das Recht, diesen Test durchzuführen.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie am Steuer eines Fahrzeugs besser ganz auf Alkohol verzichten.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie am Steuer eines Fahrzeugs besser ganz auf Alkohol verzichten.

Der Bußgeldkatalog für Alkohol legt setzt zum Beispiel bei der Überschreitung der Promillegrenze und gleichzeitigem Bedienen eines Fahrzeugs hohe Strafen an. In keinem Fall wird dies als Kavaliersdelikt angesehen. Ist die 0,5 Promille-Grenze überschritten, zählt dies als eine Straftat.

Für Ordnungswidrigkeiten reicht der „Pusttest“ als Beweismittel aus, für Straftaten muss zusätzlich ein Bluttest durchgeführt werden, um das Ergebnis bei einem gerichtlichen Verfahren verwenden zu können. Ein negatives Ergebnis hat keine Folgen für Sie. Ein positives Ergebnis allerdings verursacht Punkte in Flensburg, ein Bußgeld und eine strafrechtliche Verfolgung. Die Gebühr für den Alkoholtest müssen Sie in der Regel in diesem Fall auch übernehmen.

Wichtig: Im Gegensatz zu Alkohol sind Drogen am Steuer allgemein verboten! Hierbei spielen „Cut-Off“-Werte statt der Promillegrenze eine entscheidende Rolle.
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„Cut-Off“-Wert: Was ist das eigentlich?

Ein Drogentest durch die Polizei, der als Schnelltest durchgeführt werden kann, zeigt auf, ob der Verdächtige Drogen zu sich genommen hat. Dabei gibt der sogenannte „Cut-Off“-Wert die Schwelle an, ab der ein Drogentest positiv ausfällt.

Achtung: Mittlerweile sind die Drogentests so genau, dass selbst THC bei jemandem nachgewiesen werden kann, der Cannabis nicht direkt, sondern nur passiv eingeatmet hat. Sie sehen also, der Wert ist sehr niedrig angesetzt.

Da jeder Drogentest allerdings etwas unterschiedliche Methoden zum Messen der Cut-Off-Werte hat, können diese recht variabel sein. Aus diesem Grund gibt der Bußgeldkatalog festgesetzte Grenzen in Bezug auf die Drogenkonzentration vor, sodass alle Verdächtigen in einem Drogentest fair und gleich behandelt werden. Deutschland besitzt bundesweit einheitliche Werte. Diese schaffen Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und legen mögliche Strafen fest.

Sind Drogentests immer fehlerfrei und zuverlässig?

Drogen im Straßenverkehr haben nicht nur hohe Strafen zur Folge, sondern gefährden außerdem die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Drogen im Straßenverkehr haben nicht nur hohe Strafen zur Folge, sondern gefährden außerdem die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Fehlerquellen kann man natürlich auch bei einem Drogentest niemals gänzlich ausschließen. Zum Beispiel gibt es anwendungsbezogene Fehlerquellen, wie Ablesefehler, Produktionsmängel, Manipulation oder falsche Lagerung, aber auch systematische, wie Kreuzreaktionen mit Medikamenten oder ähnlichem.

Weiterhin stellt ein Drogentest mit Urin eine häufig schwankende Methode dar. Die menschliche Niere baut unterschiedliche Drogen auch unterschiedlich schnell ab. Auch die Substanzen von Drogen, die im Urin nachgewiesen werden können, schwanken in ihrer Konzentration über den Tag gesehen. Zu guter Letzt ist auch jeder Mensch anders, weshalb schwankende Werte hier ganz normal sind, aber negativ, wenn es darum geht, genaue Werte zu ermitteln.

Drogen im Straßenverkehr – ein absolutes “No Go”

Durch Drogen oder Alkohol im Straßenverkehr gefährden Sie sowohl Ihre Sicherheit als auch die von anderen Verkehrsteilnehmern. Deshalb ist dafür in Deutschland auch ein hohes Strafmaß angesetzt. Ein Entzug des Führerscheins, Punkte in Flensburg oder hohe Bußgelder sind bei Verstößen keine Seltenheit. Drogen-und Alkoholtests sind heute sehr genau und weisen in der Regel bei einer Kontrolle immer nach, ob ein Alkohol-oder Drogenkonsum stattgefunden hat. Möchten Sie Ihrem Körper also etwas Gutes tun und zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen, sollten Sie sich von Alkohol und Drogen besser distanzieren.

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{ 101 Kommentare… add one }
  • button john 3. August 2017, 14:35

    Habe ein Bußgeldbescheid bekommen methamphetamin 370 ng, amphetamin 30ng.Ein Monat Fahrverbot und 2 punkte und 773 euro .Meine Frage: kommt jetzt noch was auf mich zu ,verlier ich mein Führerschein noch ganz?War mein erstes vergehen. Darf die polizei 2 tests machen .Haben erst alkohol gamacht 0,00 danach speichel positiv danach bluttest.

    • bussgeld-info.de 15. August 2017, 8:22

      Hallo button john,

      vermutlich drohen hier keine weiteren Konsequenzen. Die Polizei darf zwei Tests machen.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Marya 19. August 2017, 13:32

    Obwohl der Besitz von Cannabis in Deutschland verboten ist, frage ich mich, wie es rechtlich begründet wird, den Führerschein auch dann zu entziehen, wenn man nachweislich nicht unter Drogeneinfluss gefahren ist, sondern nur im Besitz von Cannabis war.
    Außerdem verstehe ich nicht, weshalb es so strikte Gesetze und Blutgrenzwerte für THC gibt, wenn Cannabiskonsum an sich doch nicht verboten ist!? Der Rausch hält nur vier Stunden an.
    Und woran macht ein Polizist seinen “Verdacht” fest, der ihn bei einer Verkehrskontrolle erst dazu veranlasst, einen Drogenschnelltest durchzuführen?
    Vielen Dank für Ihre Antwort,
    Mit freundlichen Grüßen

    • bussgeld-info.de 28. August 2017, 8:04

      Hallo Marya,
      ein Verdacht auf Drogenkonsum kann unter anderem aufgrund von rotem bzw. glasigen Augen, einer verschnupften oder laufenden Nase oder anderweitig auffälligem Verhalten vorliegen.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Ben 21. August 2017, 19:18

    Guten Tag, meine Frage ist folgende:

    Ich habe gehört, dass immer nur ein Test bei einer Kontrolle durchgeführt werden darf. Angenommen es würde nun ein Bluttest gemacht und auf Drogen überprüft, und anschließend wurde ein zweiter Bluttest gemacht, da eigentlich auf Alkohol getestet werden sollte, was beim ersten Test fälschlicher Weise nicht geschah, sind die Ergebnisse ggf. nicht verwertbar da die zweite Entnahme nicht rechtens war, auch wenn ein gewisser Pegel festgestellt wurde?

    • bussgeld-info.de 31. August 2017, 7:36

      Hallo Ben,

      uns ist nicht bekannt, dass ein Alkoholtest nicht durchgeführt werden darf, sofern bereits ein Drogentest durchgeführt wurde. Für eine verbindliche Auskunft lassen Sie sich am besten anwaltlich beraten.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Frank 26. August 2017, 22:49

    Hallo, bin gestern nachdem ich eingeparkt hatte kontrolliert worden-2promille , keine Verkehrsgefährdung..was kommt auf mich zu? Hatte in den letzten 5 Jahren keinerlei Vorkommnisse, auch keine Punkte im Register. War einfach nur bekloppt….

    • bussgeld-info.de 28. August 2017, 10:15

      Hallo Frank,
      ab einer Blutalkoholkonzentration von mehr als 1,1 Promille wird die absolute Fahruntüchtigkeit angenommen. In diesem Fall drohen eine empfindliche Geldstrafe bzw. eine Freiheitsstrafe, mindestens 6 Monate Führerscheinentzug, 3 Punkte in Flensburg und die Anordnung einer MPU.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Alexander 28. August 2017, 12:29

    Hallo,
    Ich wurde von der Polizei auf dem Fahrrad angehalten und musste auch in den Promille Tester pusten. Dieser zeigte dann 1,72‰ an, danach wurden meine Daten aufgenommen und ich sollte danach weiter schieben.
    Einen bluttest an der Wache oder ähnliches musste ich nicht machen.
    Welche Konsequenzen drohen jetzt noch ?

    • bussgeld-info.de 31. August 2017, 9:48

      Hallo Alexander,

      der Promillewert zur absoluten Fahruntüchtigkeit ist für Fahrten auf dem Fahrrad in dem Fall erreicht. Es könnte eine Strafe im Sinne von § 316 StGB drohen.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • schizo2010 19. September 2017, 18:27

    Hallo,
    ich bin betrunken motorrad gefahren zu meiner ex meine ex und mein sohn haben mich gesehen.
    Die polizei kam dann bei mir vorbei und sagte mir ich bin betrunken gefahren.
    Pustetest vorOrt 0.58% die blutentnahme knapp eine stunde später auf der Wache war dann bei der ersten entnahme 0.53 und bei der zweiten 0.4 promille. Was habe ich zu erwarten?

    P.S.: Zweite trunkenheitsfahrt. vorher waren es 0.58 promille.

    Was kann ich dagegen tun, welcher Bluttest zählt?

    Grüße,

    • bussgeld-info.de 23. Oktober 2017, 9:40

      Hallo schizo2010,

      ab 0,5 Promille müssen Sie mit 2 Punkten, 1.000 Euro Bußgeld und einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen. Diese Angaben sind ohne Gewähr, da dies immer Sache der ausstellenden Behörde ist. Unter 0,5 Promille wäre im rechtlichen Rahmen, da es jedoch bereits Ihre zweite Trunkenheitsfahrt ist, müssen Sie sich auf eine harte Sanktionierung einstellen. Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit, einen Einspruch einzulegen; da Ihnen jedoch eindeutig Trunkenheit nachgewiesen werden konnte, sind die Chancen auf Erfolg sehr gering.

      Das Team von bussgeld-info.de

  • DocRobCologne 20. September 2017, 3:07

    Hallo , ich wurde am 16.01.2017 um 4 Uhr morgens von der Polizei während einer Verkehrskontrolle aufgefordert einen Atemalkoholtest zu machen , diesen habe ich freundlich verweigert , dann wollte mir der Beamte mit seiner Taschenlampe in die Augen leuchten , dies habe ich ebenfalls verweigert , genauso wie einen verlangten Urintest und das absolvieren mehrerer Bewegungsabläufe um Alkohol oder Drogenkonsum nachzuweisen. Nach einem längeren Gespräch der Beamten untereinander , wurde ich gebeten auszusteigen um mit dem Streifenwagen zur Wache zu fahren um von einem Arzt eine Blutentnahme durchführen zu lassen. Dies habe ich ebenfalls verweigert , daraufhin wurde mir unmittelbarer Zwang und die vorläufige Verhaftung in Aussicht gestellt. Unter Protest bin ich dann mit zur Wache gefahren und habe diesen Bluttest durchführen lassen. ich muss noch hinzufügen , das ich zu keinem Zeitpunkt unfreundlich oder aggressiv zu den Beamten war. Mittlerweile hat sich herausgestellt das sich weder Drogen noch Alkohol in meinem Blut befunden haben. Daraufhin habe ich dort angerufen und mitgeteilt , das ich bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten werde. Der Beamte liess mich einen Moment in der Warteschleife , und teilte mir dann mit , das ich mich nicht so aufspielen solle , da ich ja freiwillig mitgefahren war und den Test durchführen liess. Somit hätte ich keinen Nachteil meiner Person erfahren und deshalb keinen Grund für eine Anzeige. Da ich während der gesamten Kontrolle eine GoPro Kamera im Fahrzeug mitlaufen lassen habe , könnte ich das gesamte Procedere auch belegen. Meine Frage ist jetzt, soll ich einen Anwalt beauftragen und zur Staatsanwaltschaft gehen , oder habe ich mit diesem Video keinen gültigen Beweis ? Es wurde zu keinem Zeitpunkt die Umgebung oder einer der Beamten gefilmt , ausschliesslich der Innenraum meines Fahrzeugs.
    Grüsse aus Köln

    • bussgeld-info 16. Oktober 2017, 9:38

      Hallo DocRobCologne,
      nach § 201 Strafgesetzbuch (StGB) ist das Aufnehmen des “nichtöffentlich gesprochenen Wortes eines anderen auf einem Tonträger” strafbar, ebenso der Gebrauch einer solchen Aufnahme und das Zugänglichmachen dieser Aufnahme für Dritte. Dieser Straftatbestand könnte in Ihrem Fall erfüllt sein. Mit anderen Worten: Heimliche Mitschnitte, egal ob mit Kamera oder nur Ton, sind grundsätzlich strafbar. Sie können sich jedoch über Ihr weiteres Verhalten von einem Anwalt beraten lassen.
      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Daniel 30. Oktober 2017, 12:07

    Guten Tag,

    Ich wurde mit 1,2 Promille im Atem angehalten und es wurde ein bluttest gemacht, einige Tage vor der Tat habe ich THC konsumiert. Die Beamten haben keine Drogen im Verdacht gehabt, habe ich zur Tatzeit auch nicht konsumiert. Einen Drogen Schnelltest musste ich nicht machen doch bin ich mir jetzt nicht sicher auf was mein Blut jetzt getestet wird, der Tatverdacht war ja nur Alkohol am Steuer wird mein Blut dann trotzdem auf thc geprüft ?

    • bussgeld-info.de 20. November 2017, 13:45

      Hallo Daniel,
      welche Werte bei einer Blutuntersuchung in Einzelnen kontrolliert werden, können wir nicht beurteilen.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Gustav G. 1. November 2017, 14:19

    Hallo zusammen, ich habe schon öfter gehört das die Polizei bei einer Routinekontrolle nur einen Alkohol oder einen Drogentest machen darf. Stimmt das oder lässt das Gesetz auch beides zu?

    • bussgeld-info 20. November 2017, 10:30

      Hallo Gustav,

      es dürfen beide Tests durchgeführt werden.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • DIEGO 8. Dezember 2017, 0:30

    Hallo mein Name ist Diego,Polizei hatte mich kontrollieren und habe ich etwas Alkohol konsumieren.. 1,63 was muss ich warten? Ich habe spanische Führerschein.. Lg Diego

    Muchas Gracias por La Informacion

    • bussgeld-info.de 8. Dezember 2017, 12:24

      Hallo Diego,

      bei einem Alkoholwert von über 1,0 Promille handelt es sich grundsätzlich um eine Straftat. Neben einer Geldstrafe müssen Sie womöglich mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Ab einem Alkoholwert von 1,6 Promille wird in den meisten Fällen auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet.

      Ihr Bußgeld-Info Team

  • Mettbach 15. Dezember 2017, 1:50

    Hallo,ich musste mein Führerschein vor ca:6jahre beim Strasenverkersamt ab gegeben.Da ich bei einer Strassenverkehrskontrole,eine Blutprobe ab geben musste,und 0.05mg Heroin fest gestellt worde.Drozdem hat die STAASANWALTSCHAFT,angeortnet,mein Führerschein wieder aus zu händige.Aber das Strasenverkersamt hat mpu angeortnet. Meine Frage wie geht so was?.Bin für jede Antwort dankbar.

    • bussgeld-info.de 2. Januar 2018, 12:06

      Hallo Mettbach,

      bei drogenbedingtem Führerscheinentzug wird in der Regel eine MPU angeordnet. Bei Detailfragen zu Ihrem Einzelfall bietet sich die Konsultierung eines Anwalts für Verkehrsrecht an.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Mister xxx 15. Januar 2018, 13:09

    Hi habe am 31.12 Kokain konsumiert ungefähr ein Gramm wurde am 12.01 angehalten und zu einer Blut Entnahme mit genommen meine Frage ist das Abbauprodukt noch so lange nachweisbar

    • bussgeld-info.de 16. Januar 2018, 17:14

      Hallo Mister xxx,

      die Hauptsubstanz von Kokain ist im Blut etwa 24 Stunden lang nachweisbar. Währenddessen lassen sich die Abbauprodukte noch etwa 3 Tage nach dem Konsum feststellen.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Meister Kaio 20. Januar 2018, 23:14

    Hallo
    Kann ich bei einer kontrolle die test verweigern ?
    Bzw für den fall das der beamte beim staatsanwalt irgendeine story erfindet um mich aufs revier mitzunehmen
    Um mir blut abzunehmen
    Kann ich ihn mit einer anzeige drohen wegen freiheitsberaubung, nötigung usw…
    Welche möglichkeiten habe ich um die test nicht machen zu dürfen in deutschland ist der konsum ja nicht verboten
    Nur der besitz soweit ich weis
    Mfg

    • bussgeld-info.de 22. Januar 2018, 10:44

      Hallo,
      Sie können grundsätzlich die Zustimmung zu einem Atemalkoholtest, einer Blutabnahme sowie eines Urin- oder Schweißtests verweigern. Liegt allerdings ein richterlicher Beschluss vor oder ist Gefahr im Verzug, können die Beamten auf Ihr Einverständnis verzichten.

      Ihr Bussgeld-Info Team

      • Dani 4. September 2018, 22:45

        Ein kleiner Einwand. Bei Verkehrsdelikten ist die Blutentnahme nicht mehr durch einen richterlichen Beschluss notwendig. Die Blutentnahme kann auch nicht verweigert werden. Die Polizisten brauchen einen Anfangsverdacht das der Probant unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht. Und ja, das erkennt man definitiv.
        Was den Konsum angeht, ja das ist richtig. Aber wer konsumiert, hat auch besessen. Demzufolge hat man automatisch eine Anzeige wegen § 29 BtMG gewonnen.

  • Peter 12. Februar 2018, 17:06

    Hallo, ich bin 1988 (0,9 Prom.) und 1992 (1,2 Prom) durch Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen und auch anschließend zum MPU Test geladen worden. Egebnis: 1 Jahr Sperre. Sind diese Daten bei einer neuerlichen Alkoholfahrt (Februar 2018) mit 0,7 Prom. noch relevant?

    • bussgeld-info.de 5. März 2018, 11:18

      Hallo Peter,

      da Fahren unter Alkoholeinfluss als großes Sicherheitsrisiko gilt, sind die Verjährungsfristen hierfür besonders lang. Noch nach 10 Jahren gelten Sie, wenn Sie mit Alkohol am Steuer erwischt werden als Wiederholungstäter. Wenn Sie genaue Auskünfte darüber wollen, ob die damaligen Daten sich negativ auf den frischen Verstoß auswirken können, haben Sie die Möglichkeit einen Anwalt aufzusuchen, um sich von diesem diesbezüglich beraten zu lassen. Wir sind leider nicht berechtigt, Ihnen eine Rechtsberatung anzubieten.

      Ihr Bußgeld-Info Team

  • Benny 25. Mai 2018, 11:18

    Hallo,
    Darf die Polizei nach einem negativen Alkoholschnelltest auch noch einen Drogenschnelltest durchführen? (ohne jeglichen Verdacht)
    Darf die Polizei auf eine Drogensache die 14 Jahre zurück liegt zurückgreifen um einen Drogentest durchzuführen? Oder gibt es für sowas Verjährungsfristen?

    MfG
    Benny

    • bussgeld-info.de 25. Mai 2018, 15:10

      Hallo,

      die Entscheidung, welche Tests in einem individuellen Fall durchzuführen sind, liegt bei der Polizei.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Josef 29. Januar 2019, 21:35

    Hallo, bei mir wurde während einer Autokontrolle 11 g Cannabis gefunden. Daraufhin wurde mir Blut entnommen .Kenne nur den Aktiven Thc wert (6,4ng).Wissen sie mit was ich rechnen muss bzw ob eine MPU folgen wird ?Vor diesem Vorfall nicht auffällig gewesen.(23 Jahre alt)Seit dem 16 Lebensjahr im Straßenverkehr.Wenn eine MPU veranlasst wird, kann ich einen Antrag auf erlassen des Führerscheinentzug wegen Existenzgefährdung stellen?.Wohne in einer sehr ländlichen Gegend (Nächste Zugverbindung 20 km entfernt, keine Nennenswerten Busverbindungen), meine Arbeitsstelle ist 55km entfernt und bin in der Industrie tätig, was sich durch wechselnde Schichten und und frühe bzw. späte Arbeitszeiten auszeichnet.

  • Jürgen 1. April 2019, 20:44

    Hallo, ich hatte vor ca. 8 Wochen eine Polizeikontrolle, aufgrund meiner Vorstrafe von Cannabis ( Einfuhr/Handel) wurde ich dann zum Urintest gebten. Diesen hatte ich verweigert. Also auf zur Wache und Blut abgeben. Ich hatte die letzte Zeit abends immer einen Joint geraucht mit ca. 02g/03g. Am Tag zuvor um ca. 21 Uhr. Kontrolle war gegen 11 Uhr am Folgetag. Ich warte nun seit 8 Wochen auf Rückinfo von der Polizei. Meine Frage, kommt hier nur eine Geldbuße auf mich zu und 1 Monatiges Fahrverbot und/oder auch eine MPU? Kann ich bevor mich das Schreiben erreicht im Vorfeld schon etwas tun?

    Danke vorab für Rückinfo

    • bussgeld-info.de 30. April 2019, 11:38

      Hallo Jürgen,
      eine pauschale Einschätzung ist uns nicht möglich, warten Sie daher das Schreiben ab.

      Ihr Bussgeld-Info Team

  • Lisa 9. Mai 2019, 18:55

    Ich war im Krankenhaus wegen eines Autounfalls und sie haben alkohool test gemacht aber wegen dem Airbag war meine ganze fresse demuliert und konnte nicht da rein blasen er hat dann gesagt ob ich urintest abgeben kann musste aber nicht und habe gesagt sie sollen dann blutabnehmen ob das ginge es war niemals die Rede von einem Drogentest nur Alhohool test da es in Luxemburg üblich ist wenn man ins Krankenhaus kommt hat er gesagt ich habe blut und danach auch Urin abgegeben weil ich doch musste dann sind sie auch weggegangen musste noch einmal zur Wache um den Unfall zu schildern und nach einem Jahr bekam ich einen Brief ich musste zum Gericht da sie ich positiv auf THC sei es ist in Luxemburg passiert habe ein deutsches Führerschein

  • Ralf L. 7. Juni 2019, 7:59

    Bzgl. DocRobCologne v. 16.10.2017
    Ohje,ohje…
    Sehr polizistenfreundlich geantwortet und noch dazu Angst verbreitet, aber zu den Vorgehen der Beamten kein Wort Seit wann ist denn der Innenraum seines Priv-KfZ öffentlicher Raum ?? Die heimliche Aufnahme ist doch dagegen völlig wurscht und belanglos.
    MfG
    RL

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