Brückenabstandsmessung (VAMA) – Abstand & Geschwindigkeit

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Mit dem System VAMA kann sowohl der Abstand als auch die Geschwindigkeit gemessen werden.
Mit dem System VAMA kann sowohl der Abstand als auch die Geschwindigkeit gemessen werden.

Zu schnell unterwegs sein oder ein gegen den korrekten Abstand verstoßen – das sind nicht nur häufig Gründe für einen Bußgeldbescheid, sondern Vergehen, die auch immer wieder zu Unfällen auf deutschen Straßen führen.

Um Geschwindigkeitsüberschreitungen festzustellen oder Abstandsmessungen vorzunehmen, gibt es zahlreiche Methoden. Mit der Brückenabstandsmessung VAMA ist ein System auf dem Markt, mit dem die Polizei sowohl den Abstand als auch die Geschwindigkeit bestimmen kann. Im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gilt diese Methode als standardisiertes Messverfahren.

Doch wodurch zeichnet sich die Brückenabstandsmessung aus und wie werden die Geschwindigkeiten sowie Abstände ermittelt? Alles Wichtige zur Funktionsweise von VAMA erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Was ist VAMA?

Grundsätzlich ist VAMA die Abkürzung für eine Video-Abstands-Mess-Anlage. Dabei handelt es sich um eine stationäre Überwachungsmethode, bei der auf einer Autobahnbrücke zwei Videokameras installiert wurden. Dies ist erforderlich, um sowohl den Fern- als auch den Nahbereich zu erfassen. Unter dem Fernbereich ist eine Strecke von circa 100 bis meist über 500 Meter zu verstehen. Der maßgebliche Nahbereich rangiert zwischen 30 und 100 Metern.

Beide Bilderreihen werden auf einem einzigen Videoband aufgezeichnet. Daneben wird das Datum der Aufnahme abgebildet sowie die Tatzeit als Echtzeit. Die Messzeit, eine fiktive geeichte Spanne und auf hundertstel Sekunden genau, ist der Aufnahme ebenso zu entnehmen. Sie wird mithilfe eines sogenannten Charaktergenerators ermittelt.

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Neben diesen Bestandteilen gibt es in der Regel eine weitere Kamera in der Fahrbahnmitte oder auf der Autobahnbrücke selbst. Damit sollten Frontaufnahmen des Fahrzeugs gemacht werden, die dann später zur Fahreridentifizierung dienen. Dieser Blitzer ist mit den anderen Kameras synchronisiert.

Wichtig! Neben den technischen Elementen ist für diese Form der Verkehrsüberwachung auch eine personelle Bedienung durch Polizeibeamte erforderlich. Diese beobachten auf einem Monitor, der in einem Polizeiwagen verbaut wurde, den Verkehrsfluss. Bei Verdacht auf eine Verkehrsordnungswidrigkeit wird die dritte Kamera zur Fahreridentifizierung ausgelöst.

Grundlage für die Aufnahme sind spezielle Markierungen auf der Fahrbahn. Diese weißen, querverlaufende Streifen sind in einem Abstand von 50 Metern zueinander aufgebracht. Die Entfernung zur Autobahnbrücke beträgt 90 beziehungsweise 40 Meter.

Wie funktioniert die Messung mit VAMA?

Bei der Brückenabstandsmessung mit VAMA beobachten Polizei-Beamte aus einem Wagen den Verkehrsfluss.
Bei der Brückenabstandsmessung mit VAMA beobachten Polizei-Beamte aus einem Wagen den Verkehrsfluss.

Die Geschwinidkeitsmessung mit VAMA erfolgt auf Grundlage einer einfachen Weg-Zeit-Berechnung. Durchfährt ein Fahrzeug den relevanten Messbereich von 50 Metern, sind Einfahrts- und Ausfahrtszeit entscheidend.

Folgende Formel wird angewendet: v = 50m * 3,6 / Ausfahrtszeit – Einfahrtszeit

Bei der Abstandsmessung mit VAMA wird ein drittes Bild relevant. Wenn das betroffene Fahrzeug nämlich in den Messbereich einfährt, wird darauf geachtet, wann das vorausfahrende Kfz mit den Hinterrädern die zweite Markierung erreicht hat (2. Ausfahrtszeit).

Aus den beiden Zeiten, in denen die Fahrzeuge jeweils die zweite Markierung erreicht haben, wird eine Differenz ermittelt.

Folgende Formel gilt: Abstand in Metern = v in km/h * Differenz der Ausfahrtszeiten / 3,6

Prinzipiell wird bei der Geschwindigkeits- und Abstandsmessung mit VAMA zugunsten des Fahrers entschieden. Bei der Berechnung wird in er Regel auf den halben oder vollen Meter aufgerundet. Zudem werden die Breite der Markierungen und der ungefähre Raddurchmesser berücksichtigt. Zudem werden Fahrzeugheck und -front von der jeweiligen Radachse aus betrachtet.

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