Sprit sparen – mit 10 einfachen Tipps Umwelt und Geldbeutel schonen

Wie Sie Sprit sparen und den ewigen Kampf mit der Tankanzeige gewinnen, zeigt dieser Ratgeber.

Wie Sie Sprit sparen und den ewigen Kampf mit der Tankanzeige gewinnen, zeigt dieser Ratgeber.

Autofahren könnte so schön sein, wäre da nicht das Benzin. Wie schön es wäre, sich bedenkenlos hinters Lenkrad setzen zu können, das Radio anzumachen und in bester Roadtrip-Manier in den Sonnenuntergang zu fahren, wären längere Spritztouren nicht oft von unangenehmen Gedanken an die erdrückenden Spritkosten begleitet.

Verschlimmernd kommt hinzu, dass ein hoher Spritverbrauch auch einen hohen CO2-Ausstoß mit sich bringt. Um seinen ökologischen Fußabdruck gering zu halten, sollte man sich also zweimal überlegen, für welche Strecken sich der Sprung ins Auto lohnt und wann es auch das Fahrrad noch tut.

Doch wie können Sie Kraftstoff sparen? Dieser Ratgeber stellt einige nützliche Tipps vor, die zeigen, wie Sie durch gründliche Autopflege und kleine Veränderungen an Ihrem Fahrverhalten spürbar Sprit sparen und so Ihren Geldbeutel und die Umwelt schützen können.

Sprit sparen beginnt oft mit der Entscheidung, das Auto einfach stehen zu lassen. Fahren Sie stattdessen öfter mal Fahrrad.

Sprit sparen beginnt oft mit der Entscheidung, das Auto einfach stehen zu lassen. Fahren Sie stattdessen öfter mal Fahrrad.

Wie können Sie Kraftstoff sparen?

Es gibt viele unterschiedliche Wege, wie Sie Benzin sparen können. Laut Bundesumweltministerium könnten in Deutschland allein durch sparsameres Fahren jährlich 5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Doch Sprit sparen können Sie schon, bevor Sie überhaupt ins Auto steigen.

Tipp 1: Fahren Sie nur Auto, wenn es notwendig ist

Sie können schon viel Sprit sparen, wenn Sie die Entscheidung, Auto zu fahren, bewusst überdenken. Bevor Sie sich ins Auto setzen, sollten Sie sich die Frage stellen: “Kann ich diese Strecke auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad schaffen?” Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, kurze Distanzen zu laufen, können Sie nicht nur Benzin sparen, sondern nebenbei viel für Ihre Gesundheit tun.

Kurzstrecken sind besonders schlecht für ihren Spritverbrauch, aber auch für Ihren Motor. Der kalte Motor verbraucht bis zur doppelten Menge Sprit und verschleißt schneller, als ein warmgelaufener Motor. Achten Sie deshalb auch darauf, Ihr Auto nicht im Stand warmlaufen zu lassen.


Ob Sie aber nun im Stress sind oder die Entfernung einfach zu weit ist zum Laufen – wenn Sie sich doch entscheiden, das Auto zu nehmen, können Sie durch die richtige Vorbereitung Ihren Benzinverbrauch senken.

Auch die richtige Beladung hilft, Sprit zu sparen. Je mehr Ihr Auto zu schleppen hat, desto mehr verbraucht es auch.

Auch die richtige Beladung hilft, Sprit zu sparen. Je mehr Ihr Auto zu schleppen hat, desto mehr verbraucht es auch.

Tipp 2: Reduzieren Sie die Beladung

Je schwerer Ihr Auto zu schleppen hat, desto mehr Sprit verbraucht es. Laut einem Test des ADAC war der Spritverbrauch auf einer Testfahrt bereits 18,9 Prozent höher, als eine handelsübliche Dachbox montiert war.

Wenn Sie also Ihre Dachbox, Ihren Fahrradträger oder ähnliches nicht täglich verwenden, können Sie durch das Abbauen laut Test leicht ein Fünftel vom Sprit sparen. Ein routinierter Blick in den Kofferraum kann auch den Benzinverbrauch senken, wenn Sie sich angewöhnen, überflüssiges Gepäck regelmäßig auszuräumen.

Wenn Sie Fahrräder mitnehmen, ist es außerdem sparsamer, die Fahrräder auf einem Anhänger zu transportieren als mit der Dachbox: Überflüssige Luftwiderstände sind Spritfresser.

Tipp 3: Achten Sie auf ausreichenden Reifendruck

Wenn Ihr Reifendruck nur ein wenig unter den Vorgaben des Autoherstellers liegt, hat das schon große Auswirkungen auf Ihren Kraftstoffverbrauch. Für optimale Ersparnis kann der Reifendruck auch ein bisschen höher sein als vorgegeben. Das bedeutet einen geringeren Verbrauch, mehr Bremssicherheit und weniger Verschleiß.

Schon beim Kauf der Reifen können Sie Sprit sparen, wenn Sie sich Leichtlauf-Reifen zulegen oder andere Reifen, die einen geringeren Rollwiderstand haben.

Tipp 4: Schalten Sie Ihre Klimaanlage und andere Stromfresser aus

Im Auto angeschlossene oder verbaute elektrische Geräte wirken sich auf den Benzinverbrauch aus, sobald der Motor an ist und nicht mehr die Autobatterie alleine den Strom liefert. Wenn Sie ohne Klimaanlage fahren, können Sie je nach Typ auf 100 Kilometer bis zu einem halben Liter an Sprit sparen.

Auch Handys und Navigationssysteme, die über den Zigarettenanzünder angeschlossen sind, verbrauchen Benzin. Bitten Sie also Ihren Beifahrer, sein Handy wieder vom Netz zu nehmen, sobald dieses aufgeladen ist.
Vermeiden Sie Extratouren zur Tankstelle durch die richtige Fahrweise um Sprit zu sparen.

Vermeiden Sie Extratouren zur Tankstelle durch die richtige Fahrweise um Sprit zu sparen.

Tipp 5: Fahren Sie niedrigtourig

Obwohl sich hartnäckige Gerüchte halten, die Gegenteiliges behaupten, gilt: Eine niedrigtourige Fahrweise schont Ihren Motor und hilft ihnen, Sprit zu sparen. Dazu gehört, dass Sie schnell schalten. Für eine sparsame Fahrweise wird empfohlen, dass Sie schon ab 50 km/h in den 5. Gang schalten. Auf dem Beschleunigungsstreifen der Autobahn müssen Sie Ihre Schaltweise natürlich wieder anpassen.

Wenn Sie im höheren Gang fahren, können Sie Sprit sparen und noch dazu Ihr Radio besser verstehen, denn Ihr Wagen ist niedrigtourig um ein vielfaches leiser als hochtourig.

Tipp 6: Vermeiden Sie durch vorausschauendes Fahren überflüssiges Anfahren und Bremsen

Wenn Sie spritsparend fahren wollen, sollten Sie versuchen, vorausschauend zu fahren. Da das Anfahren viel Benzin verbraucht, halten Sie immer genügend Abstand zum Fahrzeug vor ihnen. So können Sie bei einer Bremsung in den Leerlauf schalten und ausrollen. Wenn der Verkehr weiterfließt, haben Sie oft noch genug Schwung um einen Halt zu vermeiden. Außerdem beugen Sie so einem Auffahrunfall vor.

Sollte sich eine Bremsung nicht vermeiden lassen, benutzen Sie nicht die Motorbremse. Durch die hohen Umdrehungen stößt Ihr Wagen beim “Motorbremsen” um ein Vielfaches mehr Abgase aus als gewöhnlich.

Tipp 7: Auch mal abschalten

Den Motor – natürlich. Wenn Sie im Stau stehen, oder eine Ampel gerade erst auf rot umgesprungen ist, dann können Sie Ihren Motor abschalten und Sprit sparen. Achten Sie beim Starten allerdings darauf, dass Sie kein Gas geben.

Auch ein regelmäßiger Ölwechsel und die Wahl des richtigen Öls helfen, Sprit zu sparen.

Auch ein regelmäßiger Ölwechsel und die Wahl des richtigen Öls helfen, Sprit zu sparen.

Tipp 8: Bringen Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig zur Inspektion

Einige Komponenten Ihres Kfz können bei mangelhafter Wartung regelrechte Spritfresser werden. Ein Beispiel ist der Motorluftfilter. Dieser schützt den Motor vor Staubpartikeln, beugt damit dem Verschleiß vor und hilft ihnen auch dabei, Sprit zu sparen. Die Leistung des Motorluftfilters wird im Rahmen der Inspektion kontrolliert, halten Sie sich deshalb immer an die vom Hersteller vorgegebenen Inspektionsintervalle.

Zur Wartung des Autos gehört auch der regelmäßige Ölwechsel. Auch hier hilft gewissenhafte Pflege Ihnen dabei, Sprit zu sparen. Auch die Wahl des richtigen Motoröls ist entscheidend. Hier sollten Sie zu einem modernen Leichtlauföl greifen, wenn dieses für Ihren Wagen vom Hersteller freigegeben ist. Leichtlauföle haben die Klassifikation 0W oder 5W.
Diese Öle sind dünnflüssiger und verursachen weniger Reibung auf Ihrem Weg durch den Motor. Dadurch läuft der Motor leichter, was sich wiederum positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt.

Tipp 9: Vergleichen Sie Tankstellenpreise

Mit einfachen Tricks können Sie auch beim Tanken sparen: Das Bundeskartellamt rät ausdrücklich dazu, Tankstellenpreise zu vergleichen. Tankstellenpreise wechseln von Woche zu Woche, Tag zu Tag und sogar von Stunde zu Stunde. Dabei sind einige Ketten grundsätzlich teurer als andere. Im Internet gibt es deshalb mittlerweile zahlreiche Dienste, die sehr regelmäßig aktualisiert werden und Tankstellenpreise vergleichen. Viele Dienste können auch als praktische App auf das Smartphone runtergeladen werden. Ein Blick in die App kann Ihnen bis zu 20ct pro Liter Sprit sparen, bei Diesel sind die Unterschiede zum Teil noch höher.

Tanken Sie spätnachmittags oder abends.

Im Durchschnitt sind die Spritpreise zwischen 18 und 20 Uhr am günstigsten. Am teuersten sind sie hingegen am frühen Morgen. Dann fallen sie tagsüber stetig, um spät abends wieder zu steigen.
Auch der Tag, an dem Sie tanken, ist entscheidend. Grundsätzlich sind Preise am Wochenende teurer als an Werktagen.

Bei einem Eco-Training wird Ihnen beigebracht, wie Sie spritsparend fahren. Dies lohnt sich besonders für LKW-Fahrer.

Bei einem Eco-Training wird Ihnen beigebracht, wie Sie spritsparend fahren. Dies lohnt sich besonders für LKW-Fahrer.

Tipp 10: Absolvieren Sie ein Eco-Training

Dienstleister wie Automobilclubs oder diverse Autohersteller bieten neben dem bekannten Fahrsicherheitstraining auch ein Eco-Training an. Hier wird das Auto nicht zu Höchstleistungen angetrieben, sondern im Gegenteil versucht, eine sparsame Fahrweise zu vermitteln, mit der Sie langfristig Sprit sparen können.
Das Spritspartraining richtet sich besonders an große Unternehmen mit eigenem Fuhrpark, die ihre Mitarbeiter hier schulen lassen können.

Durch das Training von Mitarbeitern im großen Stil leisten die Unternehmen einen Beitrag zur Verkleinerung ihres ökologischen Fußabdrucks und können gleichzeitig Kraftstoff sparen. Deshalb ist besonders das Eco-Training für LKW-Fahrer ein beliebtes Angebot.

Regelmäßige Weiterbildung ist für LKW-Fahrer Pflicht

Als Berufskraftfahrer sind Sie verpflichtet, an regelmäßigen Weiterbildungen teilzunehmen. Ab dem 10. September 2009 müssen LKW-Fahrer mit Fahrerlaubnis alle fünf Jahre an einer Weiterbildung zu Recht, Sicherheit oder Wirtschaftlichkeit teilnehmen. Die meisten Umwelttrainings zum Spritsparen lassen sich als solch eine Weiterbildung anrechnen.

Sprit sparen schon beim Autokauf: Wie erkennen Sie verbrauchsarme Autos?

Verbraucher beschäftigen sich heute verstärkt mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz und ökologische Aspekte haben immer öfter einen Einfluss auf den Kauf des neuen Autos. Darüber hinaus bleibt die Entscheidung für spritsparende Autos auch finanziell begründet. Je weniger Ihr Auto verbrennt, desto weniger müssen Sie nachtanken.

Achten Sie auf den tatsächlichen Spritverbrauch

Schon beim Autokauf können Sie darauf achten, dass Sie sich für einen Wagen mit niedrigem Benzinverbrauch entscheiden.

Schon beim Autokauf können Sie darauf achten, dass Sie sich für einen Wagen mit niedrigem Benzinverbrauch entscheiden.

Wie können Sie also Kraftstoff sparen beim Autokauf? Hierbei zählt vor allem der Benzinverbrauch. Doch die Herstellerangaben sind selten zuverlässig, auch, weil sie unter Laborbedingungen entstehen und nicht bei Realverhältnissen im Straßenverkehr.

Automobilclubs, Verbraucherteststellen und andere Prüfstellen wie der TÜV testen aber regelmäßig den tatsächlichen Verbrauch von Kraftfahrzeugen, der dann in Testberichten nachgelesen werden kann. Wenn Sie effizient Sprit sparen wollen, sollten Sie darauf achten, wie viele Liter Kraftstoff Ihre Wunschautos auf 100 km/h verbrauchen.

Viele Autohersteller bieten Fahrzeuge an, die weniger als fünf Liter auf 100 km verbrauchen. Diese sogenannten Niedrigenergiefahrzeuge (NEF) sind besonders gut zum Spritsparen geeignet und umweltfreundlicher.

Informieren Sie sich über alternative Antriebsformen

Sie finden heutzutage ein reiches Angebot an Hybridautos, die von einem Verbrennungsmotor und einem Elektromotor angetrieben werden. Je nach Typ arbeiten diese beiden Motoren auf unterschiedliche Weise zusammen, aber in jedem Fall wird der Verbrennungsmotor durch den Elektromotor unterstützt. Dadurch fällt der Benzinverbrauch bei Hybridmotoren oft sehr gering aus. Den Elektromotor können Sie dann zuhause an der Steckdose aufladen.

Mit Elektroauto Sprit sparen: So tanken Sie in Zukunft Strom und nicht Benzin.

Mit Elektroauto Sprit sparen: So tanken Sie in Zukunft Strom und nicht Benzin.

In den letzten zehn Jahren hat außerdem die Branche der reinen Elektroautos große Sprünge gemacht.
Die Elektroindustrie hatte lange mit einem schlechten Ruf zu kämpfen: Zwar galten Elektroautos schon immer als umweltfreundlich, doch lange Aufladezeiten des Akkus und niedrige Reichweiten machten den Alternativantrieb zu einem unattraktiven Kauf. Außerdem war das Netzwerk für Elektro-Ladestationen lange nur schlecht ausgebaut.

In den letzten Jahren hat sich das Netz verdichtet. In den Bundesländern NRW und Baden-Württemberg stehen nun jeweils weit über 1000 öffentliche Lademöglichkeiten bereit. Durch technischen Fortschritt bei der Herstellung und Aufladung der Akkus sind Elektroautos zu einer ernsthaften Alternative geworden.

Nach über einhundert Jahren Automobilgeschichte bietet sich Autofahrern somit die Möglichkeit, nicht nur Benzin zu sparen, sondern dem teuren schwarzen Gold Lebewohl zu sagen.

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