Saisonkennzeichen: Wie Sie damit bares Geld sparen können!

Saisonkennzeichen: Die Kosten für die Bearbeitung unterscheiden sich innerhalb der verschiedenen Zulassungsstellen.

Saisonkennzeichen: Die Kosten für die Bearbeitung unterscheiden sich innerhalb der verschiedenen Zulassungsstellen.

Ein Saisonkennzeichen bietet vor allem Flexibilität. Brauchen Sie Ihr Auto nicht das gesamte Jahr oder fahren Sie vielleicht Ihr Oldtimer-Schätzchen eh nur im Sommer aus, dann bietet Ihnen solch ein Saisonkennzeichen eine Menge Vorteile. Vor allem bei der Versicherung oder den Steuern können Sie mit dieser Art Nummernschild richtig Geld sparen.

Einmal dafür entschieden, bedeutet das aber auch, dass Sie Ihr Fahrzeug mit dem Saisonkennzeichen auch nur während der darauf vermerkten Saison im Straßenverkehr benutzen dürfen.

Welche weiteren Reglungen es gibt und was Sie sonst noch alles zum Thema „Saisonkennzeichen“ wissen sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber!

Was ist ein Saisonkennzeichen und welche Vorschriften gelten?

Ein Saisonkennzeichen ist, wie das Wort schon sagt, ein Nummernschild, welches dem Halter des betreffenden Fahrzeugs erlaubt, dieses nur innerhalb der auf dem Kennzeichen angegebenen Saison im Straßenverkehr zu nutzen.

Zweck eines solchen Kennzeichens ist vor allem die Reduzierung des Verwaltungsaufwands. Es ist hierfür kein regelmäßiges Wiederan- und Wiederabmelden bei der Zulassungsstelle vonnöten. Bereits seit dem Jahr 1997 haben Sie die Möglichkeit, ein Saisonkennzeichen zu beantragen und verwenden.

Ein Saisonkennzeichen erspart Ihnen demnach einiges an Zeit und Aufwand!

Der Geltungszeitraum ist in der Zulassungsbescheinigung und auf dem Nummernschild zu finden. Letzteres beinhaltet ihn am rechten Rand. Die obere Zahl gibt dabei den Beginn und die untere das Ende des Zulassungszeitraums dar.

Möchten Sie das Saisonkennzeichen verlängern oder ändern, müssen Sie sich dafür an die Zulassungsstelle wenden. Rechnen Sie in diesem Fall mit erneuten Gebühren.


Natürlich gelten auch für dieses Nummernschild einige Vorschriften, die Sie beachten sollten. Deshalb haben wir für Sie nachfolgend hilfreiche Tipps und Regeln zusammengefasst:

Die Anmeldung von einem Saisonkennzeichen setzt einen TÜV voraus.

Die Anmeldung von einem Saisonkennzeichen setzt einen TÜV voraus.

  1. Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen dürfen nur innerhalb des darauf angegebenen Zeitraums auf den Straßen gefahren werden.
  2. Es darf außerhalb dieses Zeitfensters nicht auf öffentlichen Straßen abgestellt werden. Achten Sie also darauf, es während dieser Zeit in einer Garage oder einem Privatgrundstück unterzubringen. Besitzen Sie beispielsweise keine eigene Garage, sollten Sie die Kosten für eine Anmietung dieser in die Kosten für ein Saisonkennzeichen mit einkalkulieren.
  3. Vergleichen Sie Angebote, die Ihnen die verschiedenen Versicherungen für die Anmeldung eines Saisonkennzeichens machen.
  4. Wägen Sie ab, ob sich solch ein Kennzeichen für Sie wirklich lohnt oder ob sich etwaige Einsparungen durch Abstellkosten außerhalb der Nutzungszeit Ihres Kfz auflösen.
  5. Der Zeitraum, währenddessen das Saisonkennzeichen genutzt werden kann, muss mindestens zwei, aber maximal elf Monate betragen und in einem Stück gegeben sein. Unterbrechungen sind nicht erlaubt. Dieser Zeitraum wird außerdem in der Zulassungsbescheinigung vermerkt.
  6. Außerdem ist für das Saisonkennzeichen eine aktuelle TÜV-Bescheinigung oder Hauptuntersuchung (HU) notwendig.
Übrigens: Der TÜV Ihres Kfz muss nur während des Zulassungszeitraums aktuell sein. Wird er innerhalb der „Ruhephase“ fällig, so müssen Sie diesen erst zu Beginn der angegebenen Saison durchführen lassen. Außerhalb des Zulassungszeitraums können keine Bußgelder wegen einer überfälligen HU verhängt werden.

Saisonkennzeichen: Welche Kosten entstehen?

Jede Zulassungsstelle legt ihre Bearbeitungsgebühren individuell fest. Zumeist sind es aber etwa 30 Euro. Wie bei jedem anderen Kennzeichen kostet Sie das Nummernschild und dessen Prägung natürlich auch Geld. Dies ist allerdings als Einmalinvestition zu sehen, da Sie es nicht für jede Saison erneuern müssen.

Nutzen Sie ein Saisonkennzeichen statt Ihr Auto jedes Jahr aufs Neue an- und abzumelden, sparen Sie einiges an Gebühren ein – nicht zu vergessen natürlich auch die Zeit und Nerven, die Sie ein Besuch bei der Zulassungsstelle kostet.

Welche Vorteile bringt Ihnen ein Saisonkennzeichen bei der Versicherung?

Für ein Saisonkennzeichen gibt die Versicherung zumeist Rabatte auf die Beiträge, da das Kfz nicht über das gesamte Jahr angemeldet ist.

Für ein Saisonkennzeichen gibt die Versicherung zumeist Rabatte auf die Beiträge, da das Kfz nicht über das gesamte Jahr angemeldet ist.

Natürlich bringt Ihnen ein Saisonkennzeichen bei der Versicherung vorwiegend den Vorteil, dass Sie weniger Beiträge zahlen müssen. Das ist darauf zu schließen, dass das Fahrzeug jährlich auch wesentlich kürzer angemeldet ist. Somit verringert sich das Risiko eines Unfalls über das gesamt Jahr gesehen.

Es ist also ratsam, Rabatte bei der Versicherung und steuerliche Vorteile mit dem Umfang des Zeitraums Ihres möglichen Saisonkennzeichens zu vergleichen – vor der Antragstellung. Ein Vergleich ist das A und O! So können Sie auch mit Sicherheit feststellen, ob Ihnen ein Saisonkennzeichen mehr Vor- oder Nachteile bringt.

Besonders wichtig ist: Sie dürfen Ihr Fahrzeug, welches in Besitz eines Saisonkennzeichens ist, nicht außerhalb der Zulassungszeit in Betrieb nehmen. Hierbei besteht nämlich kein Versicherungsschutz, was wiederum heißt, dass die Versicherung für keinerlei Schäden bei einem eventuellen Unfall aufkommt.

Im weiteren Sinne ist das Fahren ohne eine gültige Versicherung sogar eine Straftat, die unter Umständen auch eine Freiheitsstrafe zur Folge haben kann.

Saisonkennzeichen abgelaufen und trotzdem gefahren? – Das sagt der Bußgeldkatalog dazu!

Möchten Sie Ihr Saisonkennzeichen verlängern, muss dies bei der Zulassungsbehörde beantragt werden.

Möchten Sie Ihr Saisonkennzeichen verlängern, muss dies bei der Zulassungsbehörde beantragt werden.

Die oberste Regel bei einem Saisonkennzeichen ist, dass das Kfz, welches dieses besitzt, auch nur während der festgelegten Saison genutzt wird. Ist Ihr Fahrzeug zum Beispiel für die Sommermonate angemeldet, ist es verboten, dieses im Winter zu fahren.

Tun Sie das trotzdem, gilt Ihr Auto in dem Moment als nicht zugelassen. Werden Sie dabei erwischt, droht Ihnen ein Bußgeldbescheid.

Das gilt selbstverständlich auch für das Parken Ihres Kfz. Ist Ihr Saisonkennzeichen momentan abgelaufen und Sie stellen es dennoch auf einer öffentlichen Straße ab, müssen Sie nicht nur mit einem Bußgeld rechnen, sondern auch damit, dass Ihr Auto auf eigene Kosten abgeschleppt wird.

Zusammengefasst sehen die Konsequenzen dafür wie folgt aus:

VergehenStrafe
Kfz außerhalb des Zeitraums der Zulassung bedient50 Euro
Kfz außerhalb des Zeitraums der Zulassung auf einer öffentlichen Straße geparkt40 Euro

Sie sollten sich bei der Anmeldung über ein Saisonkennzeichen sicher sein, dass Sie das betreffende Fahrzeug innerhalb der „Verbotszeit“, also außerhalb des Nutzungszeitraums, nicht in Betrieb nehmen wollen.

Können Sie das nicht mit Sicherheit bestätigen, sollten Sie gegebenenfalls eine normale Anmeldung Ihres Kfz in Erwägung ziehen.

Nützlich zu wissen: Einen Antrag auf das Saisonkennzeichen können Sie nicht nur persönlich, sondern zumeist auch über das Internet stellen. In jedem Fall benötigen Sie immer spezielle Unterlagen. Diese können sich zum Teil von Fahrzeug zu Fahrzeug unterscheiden. In der Regel benötigen Sie aber Folgendes:

  • Ihren Personalausweis
  • die Kfz-Versicherungsbestätigung
  • den Fahrzeugschein
  • Nachweis über TÜV/HU
  • ggf. die Reservierungsbestätigung für Ihr beantragtes Wunschkennzeichen

Bevor Sie etwas Wichtiges vergessen, was bei der Anmeldung bzw. Zulassung Ihres Fahrzeugs vielleicht zusätzlich notwendig ist, ist es empfehlenswert, die Zulassungsstelle zu kontaktieren und nachzufragen, was für Ihren individuellen Fall einer Saisonkennzeichen-Anmeldung benötigt wird.

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