Außerorts geblitzt – wenn die Radarfalle zuschnappt

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Geschwindigkeitsüberschreitung außerhalb von Ortschaften

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Außerorts geblitzt: Leere Landstraßen laden förmlich zum Schnellfahren ein. Doch auch hier wird die Geschwindigkeit kontrolliert.
Außerorts geblitzt: Leere Landstraßen laden förmlich zum Schnellfahren ein. Doch auch hier wird die Geschwindigkeit kontrolliert.

Sie haben Feierabend, fahren über die Landstraße nach Hause und sind in Gedanken schon beim Abendessen oder beim Feierabendbier. Da passiert es schnell, dass Sie die Geschwindigkeit für einen Moment aus den Augen verlieren – prompt die Rechnung dafür kassieren und außerorts geblitzt werden. Mit über 4.000 Starenkästen belegt Deutschland Platz 4 auf der Weltrangliste der Länder mit der höchsten Blitzerdichte. Eine nicht unerhebliche Anzahl dieser Starenkästen blitzen außerorts. Es ist allgemein bekannt, dass, wer außerorts zu schnell fährt, mit geringerem Bußgeld zu rechnen hat als innerorts. Doch wieso eigentlich? Und ab wann fahren Sie wirklich außerorts?

Wie hoch ist das Tempolimit außerorts?

Grundsätzlich gilt auf Straßen außerorts eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h für Kraftfahrzeuge mit zulässigem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen. Auf Autobahnen gibt es in der Regel keine Höchstgeschwindigkeit. Hier wird von einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h ausgegangen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass es auch hier Ausnahmen gibt. Streckenabschnitte können für Bauarbeiten oder zum Lärmschutz der Anwohner geschwindigkeitsbegrenzt sein.

Was genau bedeutet es, “außerorts” geblitzt zu werden?

Der Bußgeldkatalog außerorts ist abgesteckt durch Ortsgrenzen. Das heißt, wann immer Sie eine geschlossene Ortschaft verlassen, fahren Sie “außerorts”. Zu erkennen ist die Ortsgrenze am gelben Ortsausgangsschild, welches den Ortsnamen zeigt, der durch einen roten Querbalken durchgestrichen ist.

Für das Ausmaß von ihrem Bußgeld ist es nun völlig egal, ob Sie auf der außerstädtischen Autobahn fahren oder auf einer Landstraße – in beiden Fällen wird derselbe Bußgeldkatalog angewandt. Entscheidend ist nur die Ortsgrenze, die Sie manchmal davor bewahren kann, mehr Bußgeld zu bezahlen und früher ein Fahrverbot zu bekommen.

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Beispiel: Sie werden beim Verlassen einer Ortschaft mit 31 km/h über dem Tempolimit geblitzt. Nun gibt es zwei mögliche Ergebnisse:
  • Fall 1: Der Blitzer stand außerhab der Ortsgrenze. Nun erwartet Sie ein Bußgeld von 120 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.
  • Fall 2: Stand der Blitzer noch vor dem Ortsausgangsschild, schnellt das Bußgeld auf 160 Euro, Sie kassieren zwei Punkte und erhalten ein einmonatiges Fahrverbot.

Wenige Meter können hier entscheiden, ob die Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts stattfand, Sie außerorts geblitzt wurden und so um ein Fahrverbot herumkommen.

Fahrer in der Probezeit müssen besonders aufpassen

Für Fahrer in der Probezeit gilt: Wer mit zu viel km/h außerorts geblitzt wird, muss ein Bußgeld zahlen und mit verschärften Konsequenzen – wie einem Fahrverbot – rechnen. Die genauen Folgen einer Geschwindigkeitsübertretung außerorts in der Probezeit lesen Sie hier nach.

Für Ihre eigenen Berechnungen geben Sie ihre Werte in den Bußgeldrechner ein:

Autobahnen nicht immer außerorts – wichtiger Hinweis

Wenn Sie auf der Autobahn fahren, können Sie nicht immer davon ausgehen, dass eine Überschreitung als “außerorts” gewertet wird. Obwohl Autobahnen zu den “Außerortsstraßen” zählen, können sie in seltenen Fällen innerstädtisch verlaufen und mehr Bußgeld bedeuten.

Wer also innerhalb von Ortsgrenzen auf der Autobahn geblitzt wird, wird nicht mehr außerorts geblitzt – sondern innerorts – und muss tiefer in die Tasche greifen.

So entschied zum Beispiel das Kammergericht Berlin bei einem Fall von 2004 (Aktenzeichen AZ 3 W S (B) 158/04) für das AVUS-Teilstück der A115.

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Geblitzt auf der Autobahn: Das bedeutet nicht immer automatisch, dass nach dem Bußgeldkatalog für außerorts abgerechnet wird.
Geblitzt auf der Autobahn: Das bedeutet nicht immer automatisch, dass nach dem Bußgeldkatalog für außerorts abgerechnet wird.

Geblitzt außerorts – wieso ist das Bußgeld kleiner?

Außerorts sind die Geschwindigkeiten zwar höher, jedoch sind Autofahrer hier meist unter sich. Auf Landstraßen sieht man selten Fußgänger oder Fahrradfahrer, auf Autobahnen ist die Auffahrt ohne ausreichende Motorisierung schlicht nicht gestattet. Außerdem ist die Dichte an Kreuzungen und Fußgängerüberwegen geringer. Wer also zu schnell außerorts fährt, gefährdet rein statistisch seine Mitmenschen weniger, als jemand, der sich in dicht befahrenen Straßen der Großstadt, zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern mit Kinderwagen nicht an die Regeln hält. Im Jahr 2014 sind innerorts doppelt so viele Unfälle passiert wie außerorts. Folglich ist auch das Bußgeld höher.

Außerorts geblitzt – durch Einspruch dem Bußgeldkatalog ein Schnippchen schlagen

In einigen Fällen ist es möglich, gegen ein Bußgeld Einspruch einzulegen, wenn Sie außerorts geblitzt wurden. So gilt bei nicht-stationären Blitzern zum Beispiel, dass diese von entsprechend geschulten Beamten aufgestellt werden müssen. hatte der Beamte keine Schulung, kann das Blitzerfoto eventuell nicht als Beweis gegen Sie verwendet werden. Wann es sich lohnt, Einspruch gegen das Bußgeld einzulegen, lesen Sie hier nach.

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