Autofahren im Rollstuhl: Mobil durch technische Hilfsmittel

Autofahren im Rollstuhl: Mobil trotz körperlicher Beeinträchtigung.

Autofahren im Rollstuhl: Mobil trotz körperlicher Beeinträchtigung.

Öffentliche Verkehrsmittel haben vielerorts mit einem schlechten Ruf zu kämpfen: Der Fahrplan wird nicht eingehalten, im Sommer funktioniert die Klimaanlage nicht, im Winter wird nicht ausreichend geheizt. Wer da auf ein eigenes Kfz zugreifen kann, hat diese Probleme nicht.

Auch mit Behinderung ist es möglich, mobil zu bleiben. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, welche körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen vorliegen. Um eine Fahrerlaubnis erwerben zu können, wird zunächst die Fahreignung überprüft.

Doch wie sieht es mit dem Autofahren im Rollstuhl aus? Es können ja weder Gas noch Bremse betätigt werden. Dennoch kann auch ein Rollstuhlfahrer das Autofahren erlernen. Wie genau dies möglich ist und welche technischen Hilfsmittel dabei eingesetzt werden, erfahren Sie im nachfolgenden Ratgeber.

Autofahren im Rollstuhl: Voraussetzungen

Menschen können aus ganz unterschiedlichen Gründen auf einen Rollstuhl angewiesen sein. Es kann sich um eine temporäre Bewegungsunfähigkeit infolge eines beidseitigen Beinbruchs handeln oder es liegt beispielsweise eine Lähmung vor.

Doch auch das Autofahren im Rollstuhl (generell mobil mit Behinderung zu sein), ist möglich. Wenn Sie keine Fahrerlaubnis besitzen, ist ein entsprechender Antrag auf Erteilung der selbigen bei der zuständigen Führerscheinstelle in Ihrem Wohnort vonnöten.


Im Rahmen dessen wird die Fahreignung überprüft. Dafür ist auch ein ärztliches Gutachten zu erbringen. In diesem wird ein Facharzt bewerten, ob die körperliche Beeinträchtigung einer Fahreignung grundsätzlich gegenübersteht.

Fällt das Gutachten des Verkehrsmediziners positiv aus, steht dem Autofahren im Rollstuhl nichts mehr im Wege. Sie können dann eine geeignete Fahrschule für die Führerscheinausbildung suchen.

Rollstuhl und Autofahren – Welche Möglichkeiten gibt es?

Möchte ein Rollstuhlfahrer ein Auto fahren, sind in der Regel kostspielige Umbaumaßnahmen erforderlich.

Möchte ein Rollstuhlfahrer ein Auto fahren, sind in der Regel kostspielige Umbaumaßnahmen erforderlich.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie ein Mensch, der keine Kontrolle über seine Beine hat bzw. diese nicht bewegen kann, in der Lage sein soll, ein Kfz zu fahren.

Hier kann der enorme technische Fortschritt Abhilfe schaffen.

Durch unterschiedliche technische Hilfsmittel, die wir im weiteren Verlauf vom Ratgeber genauer erläutern, ist das Autofahren auch Menschen im Rollstuhl vergönnt. Entsprechende Pkw können bei verschiedenen Herstellern erworben werden.

Um mobil mit Behinderung zu bleiben, werden Rabatte beim Autokauf gewährt. Auch Umbaumaßnahmen können von der Krankenkasse finanziell unterstützt werden. Dazu ist ein entsprechender Antrag vonnöten.

Mit dem Auto unterwegs als Rollstuhlfahrer: Technische Hilfsmittel

Um die Bewegungsunfähigkeit der Beine auszugleichen und das Autofahren im Rollstuhl zu ermöglichen, gibt es verschiedene Optionen. Zum einen kann eine Art Joystick als Bedienelement eingebaut werden.

Mit diesem wird das Gas Geben und Bremsen sichergestellt. Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte „Gasring“. Dabei findet das Beschleunigen und Stoppen vom Fahrzeug direkt über das Lenkrad statt.


Auch das Ein- und Aussteigen kann durch entsprechende Hilfen erleichtert werden. Es gibt auch Modelle, bei denen der Rollstuhl direkt im Auto angedockt werden kann, sodass nicht einmal mehr aus diesem ausgestiegen werden muss.

Wollen Sie auf das Autofahren im bzw. mit Rollstuhl nicht verzichten, sollten Sie verschiedene Hilfsmittel testen, um herauszufinden, welches für Sie am besten geeignet ist.

Als Rollstuhlfahrer ein Auto führen: Ausbildung in der Fahrschule

Liegt noch keine Fahrerlaubnis vor, bevor die Lähmung der Beine einsetzt, muss diese in einer Fahrschule erworben werden. Die Ausbildung unterscheidet sich dabei kaum von der für Menschen ohne körperliches Handicap.

Es muss sowohl ein theoretischer als auch ein praktischer Teil absolviert werden. Beide werden mit einer Prüfung beendet. Bei der Wahl der Fahrschule sollten Sie darauf achten, dass diese auch Fahrzeuge mit den entsprechenden Hilfsmitteln anbietet, damit Sie unter optimalen Bedingungen das Autofahren im Rollstuhl lernen können.

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