ProViDa – Vidista: Videoverkehrsüberwachungssystem

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ProViDa ist ein System, welches der Verkehrsüberwachung dient.

ProViDa ist ein System, welches der Verkehrsüberwachung dient.

ProViDa dient der Verkehrsüberwachung und wird von der Polizei mobil eingesetzt. Mit diesem System können verschiedene Verstöße gegen die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) erfasst und dokumentiert werden. Neben Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen können auch falsches Überholen oder Drängeln aufgenommen werden.

Dabei steht ProViDa für “Proof Video Data System” und zählt zu den klassischen Videonachfahrsystemen im Bereich Blitzer und Radarfallen. Der Zusatz Vidista beschreibt ein spezielles Verfahren im Rahmen dieser Anlage.

Doch wodurch zeichnet sich die Funktionsweise des ProViDa – Vidista aus? Was sollten Sie wissen, wenn Sie einmal mit dieser Anlage zur Verkehrsüberwachung bei einem Verkehrsverstoß erwischt werden? Wo liegen mögliche Fehlerquellen bei diesem System?

Wie funktioniert das ProViDa-System?

Vorrangig werden mit dem ProViDA-System Geschwindigkeitsüberschreitungen erfasst. In diesem Zusammenhang gibt es vier Möglichkeiten diese zu dokumentieren. Die Grundlage bildet immer eine einfache Weg-Zeit-Berechnung. Zunächst muss zwischen dem stationären und mobilen Einsatz unterschieden werden.

Erfolgt die Messung aus einem stehenden Fahrzeug heraus, nimmt die Kamera die gesamte Messstrecke auf. Die Zeit, welche das zu überwachende Fahrzeug benötigt vom Beginn bis zum Ende der bekannten Strecke, wird gemessen. Wird der Weg durch die Zeit dividiert, ergibt sich die mittlere Geschwindigkeit.

Erfolgt die Geschwindigkeitsmessung mobil durch ProViDa sind folgende Optionen zu unterscheiden:

ProViDa: Die Polizei kann die Videobilder mittels Vidista-Verfahren auch erst im Nachhinein auswerten.

ProViDa: Die Polizei kann die Videobilder mittels Vidista-Verfahren auch erst im Nachhinein auswerten.

  1. Fährt der Polizeiwagen bei konstantem Abstand dem zu überwachenden Fahrzeug voraus oder hinterher, ist die Geschwindigkeit beider Fahrzeuge gleich.
  2. Erfolgt die Überwachung durch ProViDa bei variablem Abstand, müssen für die richtige Messung zwei markante Ortspunkte festgelegt werden, die zur Orientierung dienen. Die Zeitmessung erfolgt hier manuell und wird begonnen, wenn das Fahrzeug den ersten Punkt passiert und beendet, wenn es den zweiten Punkt hinter sich lässt. Die Strecke wird ebenfalls durch das nachfahrende Polizeiauto gemessen.
  3. Werden die Videobilder mittels Vidista ausgewertet, spielt der Abstand zwischen dem Wagen der Polizei und dem überwachten Fahrzeug eine Rolle. Durch diese Angaben sowie mithilfe der Aufzeichnung der Geschwindigkeit des Polizeiautos kann die Geschwindigkeit des Verkehrssünders ermittelt werden. Dieses Verfahren findet jedoch nicht vor Ort, sondern im sogenannten Auswerteraum statt.

Bei der Messung durch das ProViDa-System wird von einer Fehlertoleranz von fünf km/h bei unter 100 km/h ausgegangen. Sollten Sie mit mehr als 100 km/h unterwegs sein, liegt der Toleranzbereich bei +/- fünf Prozent.

An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass das System ProViDa mit Vidista häufig auf Landstraßen oder auf der Autobahn eingesetzt wird. Denn für dieses Messverfahren ist es erforderlich, dass die Beamten dem betreffenden Fahrzeug für einen längeren Zeitraum hinterher fahren müssen. Im normalen Stadtverkerh würde sich die Geschwindigkeit viel zu häufig verändern, um ein exaktes Ergebnis zu bekommen.

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Welche Messfehler können bei der ProViDa-Vidista-Anlage auftreten?

ProViDa: Wird das Video herangezogen, muss die Messstrecke mindestens 300 Meter betragen.

ProViDa: Wird das Video herangezogen, muss die Messstrecke mindestens 300 Meter betragen.

Kein System zur Verkehrsüberwachung funktioniert vollkommen fehlerfrei. Das gilt auch für die ProViDA-Anlage. Die einwandfreie Messung kann nur erfolgen, wenn alle entsprechenden Komponenten aktuell geeicht sind. Das gilt insbesondere für den Wegstreckenmesser. Luftdruck und Profiltiefe sind starke Einflussfaktoren. Erfolgt demnach eine Neubereifung des Polizeiautos, muss auch neu geeicht werden.

Des Weiteren sind Bedienfehler möglich. Das gilt vor allem beim Verfahren mit variablem Abstand, da hier die Zeitmessung manuell erfolgt. Das bedeutet, das Personal zur Verkehrsüberwachung muss ausreichend geschult sein.

Die Messfehler, die mit dem ProViDa bei konstantem Abstand auftreten, liegen auf der Hand. Denn es ist zu überprüfen, ob dieser immer eingehalten wurde.

Wird das Verfahren mit Vidista eingesetzt, sind alle Messungen bei einer Strecke von weniger als 100 Metern unzulässig. Das Optimum liegt hier bei 300 bis 500 Metern. Außerdem sollte die Referenzgröße der Fahrzeughöhe korrekt sein, andernfalls sind begründete Zweifel an der Messung anzubringen und ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid kann erfolgen.

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