Unfall beim Fahrsicherheitstraining: Wer kommt dafür auf?

Selten aber möglich: Ein Unfall beim Fahrsicherheitstraining.

Selten aber möglich: Ein Unfall beim Fahrsicherheitstraining.

Ein Fahrtraining soll dazu beitragen, dass sich Verkehrsteilnehmer im Alltag sicherer fühlen und gefährliche Situationen besser meistern können. Doch wie auch im Straßenverkehr können Unsicherheiten, Unaufmerksamkeiten oder kleine Fehler zu einem Unfall beim Fahrsicherheitstraining führen. In einer solchen Situation ist es dann wichtig zu wissen, wie es sich zu verhalten gilt und was in Bezug auf die Schadensregulierung zu beachten ist.

Geschieht bei einem Fahrsicherheitstraining ein Unfall, ist es wichtig zu klären, wer für den Schaden aufkommt und welche Bedingungen gelten. Daher sollten alle Teilnehmer bereits im Vorfeld abklären, ob eine zusätzliche Versicherung notwendig ist oder ihre Kfz-Police alles abdeckt. Was in einer solchen Situation noch zu beachten ist, betrachtet der nachfolgende Ratgeber näher.

Unfall beim Fahrsicherheitstraining: Was im Vorfeld zu klären ist

Je nach Anliegen und Zielvorstellungen können sich Interessierte zwischen einer Vielzahl an Kursen entscheiden. In der Regel sind die Voraussetzungen für eine Teilnahme einheitlich geregelt, dennoch können einige Punkte von den Veranstaltern selbst bestimmt werden. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen sind dann üblicherweise Klauseln enthalten, die verschiedene Vorgaben festlegen können.

Fahrsicherheitstraining: Beim Unfall kommt die Versicherung in der Regel für Schäden auf.

Fahrsicherheitstraining: Beim Unfall kommt die Versicherung in der Regel für Schäden auf.

Auch der Versicherungsschutz kann einer diese extra geregelten Punkte darstellen. Kommt es zu einem Unfall beim Fahrsicherheitstraining, sollte klar sein, wer haftet, sodass eine Schadensregulierung erfolgen kann. Veranstalter stellen durch Klauseln oftmals sicher, dass Teilnehmer einen ausreichenden Versicherungsschutz besitzen und diesen auch nachweisen können. Darüber hinaus ist es auch möglich, festzulegen, dass für einen Kurs eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden muss.

Um Ansprüche nach einem Unfall beim Fahrsicherheitstraining geltend machen zu können, muss in der Regel entweder eine gültige KFZ-Haftpflichtversicherung oder eine KFZ-Vollversicherung vorliegen. Ohne den Nachweis dürfen Teilnehmer das Training meist erst gar nicht beginnen. Das dient in erster Linie der Absicherung des Veranstalters und soll zudem auch sicherstellen, dass Teilnehmer nicht in finanzielle Schwierigkeiten kommen, falls doch etwas passieren sollte.

Klauseln regeln meist die Haftung

Oftmals beinhalten die Angebote auch Haftungsausschlüsse mit denen sich die Teilnehmer einverstanden erklären. Darüber hinaus werden teilweise auch Vollkaskoversicherungen angeboten, die vor der Teilnahme hinzugebucht werden müssen. Was auf ein Angebot zutrifft, sollten Interessierte bereits vor oder bei der Buchung des Kurses in Erfahrung bringen.

Kommt es zu einem Unfall beim Fahrsicherheitstraining können dann diese sogenannten Tagesversicherungen zur schnellen Schadensregulierung beitragen und oftmals auch verhindern, dass die Beiträge für die eigentliche Versicherung steigen. Üblicherweise liegen die Kosten für zusätzliche Police bei einem Fahrtraining zwischen 15 und 30 Euro. Abhängig ist die Höhe meist vom Fahrzeugtyp und der vereinbarten Selbstbeteiligung.

Verhalten bei einem Unfall beim Fahrsicherheitstraining

Nach eine Unfall beim Fahrsicherheitstraining müssen bei Personenschäden die Rettungskräfte verständigt werden.

Nach einem Unfall beim Fahrsicherheitstraining müssen bei Personenschäden die Rettungskräfte verständigt werden.

Die Flächen eines Fahrsicherheitszentrums sind so gestaltet, dass Fahrzeuge viel Raum zum Manövrieren und Ausweichen haben. Hindernisse können und sollen in den Kursen auch umfahren werden, sodass beim Bau der Zentren die Nutzung der Flächen einbezogen wurde. Es ist zudem auch üblich, dass die Übungen von den Teilnehmern einzeln hintereinander absolviert werden. So sinkt das Risiko, dass ein Wagen dort steht, wo es nicht hingehört oder sich die Fahrzeuge der Teilnehmer bei den Übungen zu nahe kommen.

Auch die Zonen außerhalb der Übungsflächen sind meist so angelegt, dass Unfälle bestmöglich vermieden werden können. Dennoch sind nicht alle Eventualitäten vorhersehbar, sodass die Möglichkeit, einen Unfall beim Fahrsicherheitstraining zu haben, in Betracht gezogen werden muss.

Ist es passiert, gelten die gleichen Vorgaben zum Verhalten wie bei einem Unfall im Straßenverkehr. Bei Personenschäden sind die Rettungskräfte sowie die Polizei zu verständigen und dann, wenn möglich, Erste Hilfe zu leisten. Erst nach der Versorgung sollte der Unfall so detailliert wie möglich aufgenommen werden.

Bei reinen Sachschäden ist eine detaillierte Aufnahme des Unfallhergangs (Ort, Datum, Uhrzeit, Hergang) sowie das Festhalten aller relevanten Daten der Beteiligten (Name, Anschrift, Kennzeichen, Versicherungsinformationen) ebenso von Bedeutung. Da ein Unfallbericht und wenn vorhanden die polizeiliche Unfallaufnahme die Grundlage für die Schadensregulierung bilden. Die jeweilige Versicherung ist zudem umgehend zu informieren. Sind nur die Fahrzeuge beschädigt, treten entweder die Kfz-Versicherungen der Beteiligten bzw. die Tagesversicherungen ein. Wurde fremdes Eigentum beschädigt, ist in der Regel die Haftpflichtversicherung zuständig.
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