Fahrsicherheitstraining: Das Motorrad richtig beherrschen lernen

Ein Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad kann Unsicherheiten abbauen.

Ein Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad kann Unsicherheiten abbauen.

Ein Fahrsicherheitstraining auf dem Motorrad kann in vielen Situationen eine gute Idee sein. Nicht nur für Fahranfänger, die ein besseres Gefühl für das richtige Verhalten auf ihrer Maschine erlangen wollen, kann ein Fahrtraining sinnvoll sein. Auch Fahrer, die nach längerer Pause wieder unterwegs sein wollen oder sich ein neues Gefährt gekauft haben, können ein Training nutzen, um sich wieder einzugewöhnen.

Ein Motorradsicherheitstraining zeigt dann Möglichkeiten auf, wie brenzlige Situationen gemeistert werden können und verhilft somit Fahrern dazu, sich sicherer zu fühlen. Spezielle Kurse, die auf bestimmte Bedürfnisse zugeschnitten sind, vertiefen entweder bereits vorhandenes Wissen oder führen Fahrer in die Thematik ein. So kann ein Off-Road-Kurs ebenso sinnvoll sein wie ein Fahrsicherheitstraining auf dem Motorrad speziell für Frauen. Der nachfolgende Ratgeber befasst sich mit den wichtigsten Aspekten von einem Fahrsicherheitstraining auf dem Motorrad.

Motorrad: Ein Sicherheitstraining findet unter bestimmten Bedingungen statt

In erster Linie dient ein Fahrsicherheitstraining, ob mit Motorrad, PKW, LKW oder Wohnmobil, dazu, bei Fahrern das notwendige Wissen zum richtigen Verhalten in bestimmten Situationen zu vermitteln bzw. zu vertiefen. Wer sein Fahrzeug beherrscht, kann das Risiko von Unfällen und Schäden minimieren.

Mit dem Motorrad ein Kurventraining zu durchlaufen, kann zur Verkehrssicherheit beitragen.

Mit dem Motorrad ein Kurventraining zu durchlaufen, kann zur Verkehrssicherheit beitragen.

Eine vorausschauende Fahrweise ermöglicht es, Gefahren rechtzeitige zu erkennen und angemessen zu reagieren. Ein Fahrertraining mit dem Motorrad festigt vorhandenes Wissen und kann Fahrer für bestimmte Situationen sensibilisieren, sodass sie sicherer im Straßenverkehr unterwegs sind. Auch der richtige Umgang mit den technischen Einrichtungen und Ausrüstungen der Fahrzeuge ist Teil eines solchen Trainings.

Veranstaltet wird ein Fahrtraining fürs Motorrad in der Regel von ADAC, DEKRA, der Verkehrswacht, Autoherstellern oder auch privaten Anbieter. Insgesamt sind etwa 30 Veranstalter in Deutschland tätig, von denen der Großteil auch das Fahrsicherheitstraining fürs Motorrad im Programm hat. Zertifiziert müssen jedoch alle Anbieter sein. Die sogenannten Fahrsicherheitsanlagen müssen zudem für die Ausführung eines Trainings zugelassen sein. Ist das der Fall, unterliegen sie den Regelungen des Deutschen Verkehrsrates (DVR), der somit die Qualität der Kurse sichert und Standards festlegt. Das bedeutet auch, dass die Trainer und Kursleiter durch den DVR zertifiziert sein müssen, um ein Fahrsicherheitstraining fürs Motorrad PKW oder LKW durchführen zu dürfen.

Die Fahrsicherheitszentren sind in der Regel Analgen, die vom öffentlichen Straßenland abgegrenzt sind und daher auch nicht zum öffentlichen Straßenverkehr zählen. Mit dem Motorrad ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren ist auf den meisten Anlagen ebenso möglich wie mit dem PKW oder LKW. Sind Anlagen für besondere Anforderungen ausgestattet, wird dies in der Regel in den Kursangeboten gekennzeichnet. Darüber hinaus gibt es auch Angebote, die ein Fahrtraining mit dem Motorrad auf die Straße verlagern und im Verband das Fahren in den öffentlichen Straßenverkehr verlegen. Auch so sollen Fahrer für bestimmte Situationen sensibilisiert werden.

Wer kann an einem Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad teilnehmen?

Wer an einem Fahrsicherheitstraining mit seinem Motorrad teilnehmen möchte, muss in der Regel bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Grundsätzlich können sich Interessierte für Fahrtechniktraining mit dem Motorrad anmelden, wenn sie die entsprechende Fahrerlaubnis besitzen und den Führerschein vorweisen können.

Mit dem Motorrad ist ein Fahrtraining auf einer Rennstrecke ebenfalls möglich.

Mit dem Motorrad ist ein Fahrtraining auf einer Rennstrecke ebenfalls möglich.

Bei den meisten Kursen muss ein Führerschein vorhanden sein, zudem kann es auch sein, dass Veranstalter das Alter der Teilnehmer festlegen. Darüber sollten sich Interessierte also bereits vorher informieren. In bestimmten Fällen ist es auch möglich, als Fahranfänger ohne Führerschein ein Fahrtraining zu absolvieren. So darf beispielsweise oft auf einem Verkehrsübungsplatz das Motorrad auch ohne Fahrerlaubnis bewegt werden.

Doch auch hier sollten sich Interessierte gut informieren, was erlaubt ist und was nicht. Da die Kurse bzw. das Übungsfahren auf einem privaten Gelände erfolgt, liegt dann kein Fahren ohne Fahrerlaubnis vor.

Je nachdem wie der Erfahrungs-und Kenntnisstand der Teilnehmer ist, können diese sich unterschiedliche Kurse aussuchen. Neben Basiskursen gibt es fürs Motorrad auch ein Fahrertraining für Fortgeschrittene. Darüber hinaus werden auch Trainings im Gelände, spezielle Kurvenübungen oder Trainings auf Rennstrecken angeboten.

Aufbau vom Sicherheitstraining für Motorradfahrer

Haben sich Interessierte für ein passendes Fahrtraining mit dem Motorrad entschieden, können sie sich meist bei der Anmeldung einen passenden Termin aussuchen. Bei einem solchen Kurs wird die Teilnehmerzahl eher gering gehalten, damit Trainier sich mit den Teilnehmern richtig befassen können. Meist muss das eigene Motorrad verwendet werden, denn nur wenige Kurse bieten die Möglichkeit, sich eine Maschine auszuleihen.

Je nach Kurs kann sich die Dauer von einem Fahrsicherheitstraining auf dem Motorrad unterscheiden. Es gibt Kurse, die zwischen drei und acht Stunden dauern, andere sind für ein gesamtes Wochenende ausgelegt. In der Regel finden die Trainings ganzjährig statt, sind jedoch stark von den Witterungsbedingungen abhängig. Es kann also auch vorkommen, dass Kurse bei schlechtem Wetter ausfallen. Üblicherweise finden die meisten Kurse jedoch zwischen Frühjahr und Herbst statt.


Zu Beginn eines jeden Trainings stehen die Einführung und der theoretische Teil. In diesem stehen die Kenntnisse der Teilenehmer sowie die technischen Ausstattungen der Fahrzeuge im Vordergrund. Auch Fahrphysik und Auffrischungen zur Ersten Hilfe sind in der Regel Teil der Theorie. In der praktischen Phase sind die Teilnehmer dann in der Regel mit dem Trainer per Funkt verbunden, sodass diese sie anleiten kann. Die praktische Übung setzt sich dann aus mehreren Teilen zusammen.

Motorrad: Ein spezielles Drift-Training wird mitunter auch angeboten.

Motorrad: Ein spezielles Drift-Training wird mitunter auch angeboten.

So gehört das sogenannte „Motorradturnen“ ebenso dazu wie eine Balanceschulung. Slalomfahren und das Kreisfahren dienen dazu, die richtige Körper- und Kopfhaltung zu trainieren. Auch eine Blickschulung ist Teil des Kurses. Des Weiteren werden Bremsübungen durchgeführt und das richtige Ausweichen trainiert. Das Fahren auf verschiedenen Untergründen soll im Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad verschiedene Witterungsbedingungen simulieren und Fahrer zeigen, wie sie mit diesen am besten umgehen.

Eines der wichtigsten Bestandteile eines solchen Kurses ist das sogenannte Schräglagentraining. Auf dem Motorrad wird hier geübt, wie der Körper zu halten und wie die Maschine bei bestimmten Lagen zu handhaben ist. Lenktechnik und die richtige Einschätzung von Kurven und Gefahrensituationen stehen hier besonders im Mittelpunkt. Ausweichen und stabilisieren bilden dann weitere wichtige Pfeiler in einem Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad.

Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad: Diese Kosten sind zu erwarten

Je nach gewähltem Kurs und Region unterscheiden sich bei einem Fahrsicherheitstraining fürs Motorrad die Preise manchmal deutlich. Da die Teilnahme freiwillig und nicht vorgeschrieben ist, müssen Interessierte die Kosten selbst tragen. Ist das Training Teil einer Berufsausbildung, trägt der Ausbilder die Kosten.

In der Regel liegen die Preise für ein Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad zwischen 80,- und 200,- Euro. Neben der Region spielen meist auch der Wochentag und die Jahreszeit eine Rolle. Ein Preisvergleich kann sich da durchaus lohnen. Meist sind die Wochenendkurse teurer als Termine unter der Woche. Zudem sollten Interessierte sich auch informieren, ob Mitglieder von Autoclubs Rabatte erhalten oder bestimmte Versicherungen Vergünstigungen anbieten.Kosten können darüber hinaus auch für die Verpflegung und eine zusätzliche Unfallversicherung entstehen. Dies sollte mit dem jeweiligen Anbieter geklärt werden.

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