Cannabis: Kann Passivrauchen den Führerschein kosten?

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Das bewusste Passivrauchen wird rechtlich so behandelt wie der aktive Drogenkonsum.

Das bewusste Passivrauchen wird rechtlich so behandelt wie der aktive Drogenkonsum.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass mit Rauschmitteln experimentiert wird – sei es mit Alkohol, einem Joint oder anderen Drogen. Dass es Konsequenzen haben kann, sich unter dem EInfluss von Alkohol oder anderen Drogen hinter das Steuer zu setzen, ist dabei den meisten durchaus bewusst.

Doch wie sieht es aus, wenn Verkehrsteilnehmer Cannabis passiv rauchen – also nur daneben sitzen und nicht aktiv am Joint ziehen? Hat auch das Passivrauchen Folgen für den Verkehrsteilnehmer?

Führt passiv zu kiffen zu einem positiven Drogennachweis? Mit welchen Konsequenzen in einem solchen Fall zu rechnen ist, welche Auswirkungen Passivkiffen noch haben kann und weitere Fragen zum Thema beantwortet der nachfolgende Artikel.


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Passiv kiffen und dann Auto fahren – Ist das zulässig?

Die Promillegrenze sollte jedem Verkehrsteilnehmer in Deutschland ein Begriff sein. Sie bestimmt, ab welchem Alkoholwert kein Fahrzeug mehr geführt werden darf und ab wann eine Fahruntüchtigkeit vorliegt.

Ähnliches gibt es auch beim Drogenkonsum. Für das im Cannabis enthaltene THC gilt ebenfalls einen Wert, ab dem Verkehrsteilnehmer nicht mehr fahrtüchtig sind. So darf ab 1,0 Nanogramm pro Milliliter THC im Blut und 25 Nanogramm im Urin kein Fahrzeug mehr geführt werden. Geringere Werte können jedoch auch schon zu einem Bußgeld, Fahrverbot oder Punkten führen.

Passiv kiffen: Im Drogentest kann das nachweisbar sein.

Passiv kiffen: Im Drogentest kann das nachweisbar sein.

Die Frage ist, ob das Passivrauchen Spuren von THC auch bei Personen hinterlässt, die selbst nicht konsumiert haben. Müssen diese ebenfalls Sanktionen rechnen. Dies kann mit einem Ja beantwortet werden.

Unter dem Passivrauchen von Cannabis ist im Allgemeinen das Einatmen des Rauchs, der bei dem Konsum eines Joints entsteht, zu verstehen. Personen, die den Rauch einatmen, können allein dadurch schon den festgelegten Richtwert von THC im Blut überschreiten.

Haben Betroffene also passiv Cannabis konsumiert, sollten sie ihr Fahrzeug stehen lassen, denn, wie bereits erwähnt, können hier Sanktionen drohen. Diese können bei bestimmten Werten auch zum Verlust des Führerscheins führen.

Ist das Passivrauchen von Cannabis nachweisbar?

Das Passivrauchen von Marihuana kann eine ebenso berauschende Wirkung haben, wie das eigentliche Ziehen am Joint. Das THC im Rauch ist durchaus in der Lage, sich im Körper der betroffenen Person festsetzen und ist somit auch nachweisbar. Das Passivrauchen wird hier gefährlich, denn dies kann zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit führen, sodass Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr nicht mehr richtig reagieren können. Dies kann schwere Unfälle zur Folge haben.

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Findet das Rauchen also nur passiv statt, können sich Abbaustoffe im Körper absetzen. Im Drogentest, wenn Betroffene passiv kiffen, kann THC-Wert nachweisbar sein. Liegt dieser über den Grenzwerten, müssen Betroffene mit einem Bußgeld, einem Fahrverbot und Punkten rechnen. Wie hoch die Sanktionen ausfallen, hängt vom festgestellten Wert ab.

Durch die Verbrennung von Cannabis Rauch einatmen: Das kann zu einem Rauschzustand führen.

Durch die Verbrennung von Cannabis Rauch einatmen: Das kann zu einem Rauschzustand führen.

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hatte 2004 bereits geurteilt, dass jemand, der bewusst durch Passivrauchen berauscht wurde, rechtlich genauso behandelt werden muss, wie ein aktiver Raucher (Az.: 10 S 427/04). Werden so die Grenzwerte überschritten, riskieren Betroffene auch dann ein Bußgeld, wenn sie nur passiv Cannabis rauchen.

Wie werden THC-Werte beim Passivrauchen eigentlich nachgewiesen? Die Methoden sind hier die gleichen wie beim Verdacht einer aktiven Drogeneinnahme. Es wird ein Drogentest mit Urin oder eine Haaranalyse durchgeführt.

Wenn Betroffene passiv kiffen, ist das nachweisbar, insbesondere im Urin. Sie nehmen die Wirk- und Abbaustoffe durch den Rauch beim Einatmen auf. Diese verteilen sich im Körper, werden durch diesen verstoffwechselt und über den Urin ausgeschieden.

Darüber hinaus kann passiv zu kiffen eine positive Haaranalyse bewirken, da sich die Abbaustoffe im Rauch auch in den Haaren festsetzen können. Passivrauchen kann also Auswirkungen in Bezug auf den Führerschein haben.

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