Bußgeldkatalog Fahrrad: Beleuchtung

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Gerade während der Dämmerung oder bei Dunkelheit kann eine sachgemäße Fahrradbeleuchtung den ein oder anderen Unfall verhindern. Halten sich Radfahrer nicht an die Beleuchtungs-Vorschriften, so müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.

Mangelhafte FahrradbeleuchtungBußgeldPunkteFahrverbot
Ohne Licht gefahren20 EUR
Fahrradbeleuchtung war defekt20 EUR
...mit Gefährdung25 EUR
...mit Unfall35 EUR

Bußgeldrechner Fahrradbeleuchtung

Wie wichtig ist die Fahrradbeleuchtung?

Fahrradlicht schützt vor Unfällen

Wer ohne Fahrradlicht unterwegs ist, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern trägt auch zur Entstehung von Unfällen bei. Während die Insassen von Autos durch die Karosserie geschützt werden, ist das Risiko für Fahrradfahrer, bei einem Aufprallunfall erhebliche Verletzungen davonzutragen, deutlich erhöht.

Um zu vermeiden, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht rechtzeitig bremsen, weil sie die Radfahrer erst zu spät sehen, gibt es gesetzliche Regelungen, die eine korrekte Fahrradbeleuchtung definieren und vorschreiben. So erhöht sich die Sicherheit im Straßenverkehr. Fahrradfahrer sollten regelmäßig den Zustand ihrer Fahrradbeleuchtung überprüfen, den Dynamo überprüfen, und gerade auch die Leistungsfähigkeit von Akku und Batterie stets im Auge behalten. Rücklicht und Frontscheinwerfer werden durch den Dynamo in Betrieb gehalten. Funktioniert der Dynamo nicht, so ist ein Fahrradfahrer bei Dunkelheit für andere Verkehrsteilnehmer nahezu unsichtbar, was gefährliche Folgen nach sich ziehen kann. Deswegen sollten die Fahrradlichter regelmäßig gewartet werden, und der Dynamo bzw. die Batterien für die Fahrradbeleuchtung lieber einmal zu oft als einmal zu wenig eingeschaltet werden.

Fahrradbeleuchtung: StVZO trifft Regelungen dazu

Ein Teil der Fahrradbeleuchtung: die Rückleuchte

Ein Teil der Fahrradbeleuchtung: die Rückleuchte

Die Gesetze zur Fahrradbeleuchtung finden sich in der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO). Dieser Teil aus dem Verkehrsrecht trifft nicht nur die entsprechenden Vorschriften zur KFZ-Beleuchtung, sondern auch für Fahrräder. Im § 67 sind die „Lichttechnischen Einrichtungen der Fahrradbeleuchtung“ spezifiziert. Die Gesetze zur Fahrradbeleuchtung umfassen sehr viele Punkte. Hier die wichtigsten Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung (laut StVZO) kurz zusammengefasst:

  • Fahrräder sollen laut Verkehrsrecht eine „Lichtmaschine“ im Betrieb haben, welche Scheinwerfer und Schlussleuchte mit Strom versorgt. Unter Lichtmaschine ist ein Dynamo zu verstehen.
  • Der Dynamo muss eine Leistung von mindestens 3 W erbringen und eine Spannung von 6 V aufweisen.
  • Aber auch eine Batterie mit einer Spannung von 6 V oder ein Akku ist zulässig. Erst seit 2013 steht es Fahrradfahrern frei, sich eine dieser Modelle auszusuchen. Vorher war ein Dynamo zur Herstellung vom Fahrradlicht obligatorisch.
  • Die „lichttechnischen Einrichtungen“ dürfen nicht verdeckt werden. Das heißt, alle Fahrradlichter müssen immer gut sichtbar sein.
  • Fahrräder müssen einen nach vorn gerichteten Scheinwerfer für weißes Licht haben, der ausreichend fest montiert ist, so dass der Scheinwerfer sich nicht verstellen kann.
  • Auf der Rückseite benötigen Fahrräder eine Schlussleuchte für rotes Licht. Scheinwerfer und Schlussleuchte dürfen nur zusammen einschaltbar sein.
  • Außerdem ist mindestens ein roter Rückstrahler von Nöten.
  • Desweiteren muss sich auf der Rückseite ein Großflächen-Reflektor angebracht sein.
  • Die Fahrradpedale müssen mit gelben Rückstrahlern versehen sein.
  • An jedem Reifen benötigt man mindestens 2 um 180 Grad versetzt angebrachte Speichenreflektoren sowie ringförmig angebrachte weiße Streifen. Insgesamt sollte ein StVZO-konformes Fahrrad 11 Reflektoren besitzen.
  • Achten Sie darauf, dass sämtliche Teile der Fahrradbeleuchtung korrekt montiert sind. Ihre Fahrradwerkstatt kann sie dabei unterstützen! Dort können Sie auch Ersatzteile für Fahrradlampe und Reflektoren erwerben.

Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung in der StVO

LED-Lampen als Fahrradlicht sind laut StVZO nicht immer zulässig

LED-Lampen als Fahrradlicht sind laut StVZO nicht immer zulässig

Auch in der StVO, dem wohl grundlegendsten Teil des Verkehrsrechts, gibt es einige Vorschriften zur korrekten Beleuchtung von Fahrzeugen, so auch zum Fahrradlicht. In der StVO steht eindeutig, dass die Beleuchtungseinrichtungen auch am Tage am Fahrrad angebracht und einsatzfähig vorhanden sein müssen. Aus diesem Grund ist im Bußgeldkatalog die Ordnungswidrigkeit, mit defekter oder nicht vorhandener Fahrradbeleuchtung unterwegs zu sein, nicht an bestimmte Lichtverhältnisse geknüpft!

Schon wer bei einer Verkehrskontrolle tagsüber kein ordnungsgemäß installiertes Beleuchtungssystem am Fahrrad aufweisen kann, muss einen Bußgeldbescheid in Kauf nehmen. Die Bußgeldtabelle sieht jedoch bei einer Gefährdung, die im Zusammenhang von mangelhafter Beleuchtung eines Fahrrads stattfand, ein höheres Bußgeld vor. Bei einer defekten Fahrrad-Rückleuchte liegt bei entsprechender Witterung schnell eine Gefährdung stattfinden, beispielsweise dann wenn ein Verkehrsteilnehmer eine Vollbremsung einlegen muss, weil er den Fahrradfahrer vor sich nicht rechtzeitig sehen konnte.

Diese Gefährdung kann bei optimalen Lichtverhältnissen natürlich nicht anfallen, denn hier ergibt sich auch aus einem unbeleuchteten Fahrrad keine Gefahr, da es ohne weitere Mühen wahrgenommen werden kann. Die StVO sieht vor, dass die Beleuchtung dann eingeschaltet werden muss, wenn diese nötig ist. Wann das der Fall ist, müssen Fahrradfahrer selbst entscheiden. Es empfiehlt sich, schon beim Einsetzen der Dämmerung die „Lichtmaschine“ in Gang zu setzen, um optimale Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeugs herzustellen.

Kontroverse um aufsteckbare Leuchten

Die Änderung der Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung im Jahr 2013 hatte das Ziel, den Radfahrern den Einsatz von aufsteckbaren Leuchten zu ermöglichen, denn bis dahin war dies nicht zulässig.  Doch auch nach der Abschaffung der Dynamo-Pflicht gibt es hier weiterhin Probleme, da die wenigsten Batterien, die mit diesen aufsteckbaren Leuchten verbaut werden, die gesetzlich vorgeschriebene Nennspannung von 6 V haben.

Es ist zu erwarten, dass die Gesetzgeber diesen Teil der StVZO noch einmal nachbessern. Bei einer Verkehrskontrolle müssen Fahrradfahrer, deren Beleuchtungsbatterie für Scheinwerfer und Rückleuchte die falsche Spannung erbringt, wohl nicht zwangsläufig mit einem Bußgeld rechnen, schließlich ist immerhin überhaupt eine Beleuchtung vorhanden. Doch verlassen können sich Radfahrer darauf nicht, theoretisch ist also nach wie vor ein Bußgeldbescheid für diese Fahrradfahrer möglich, die ihre Beleuchtungseinrichtung über Batterien betreiben.

Wie viel Lux für die Fahrradbeleuchtung?

Die Fahrradbeleuchtung muss mit StVZO konform sein

Die Fahrradbeleuchtung muss mit StVZO konform sein

Lux ist eine Einheit für die Beleuchtungsstärke. Kauft man im Handel eine (LED)-Lampe, so kann man durch die Lux-Angabe feststellen, wie hell sie leuchtet. Auch bei der Fahrradbeleuchtung ist meistens eine Lux-Anzahl angegeben. Gesetzlich vorgeschrieben ist der erwünschte Lux-Wert jedoch in der StVZO „Fahradbeleuchtung“ nicht. Die Rechnung „je mehr Lux, desto besser“ geht ebenfalls nicht auf. Die Herstellerangaben hierzu sind wenig aussagekräftig. Es ist sinnvoller, beim Kauf von Frontscheinwerfer und Rücklicht auf die generelle Verarbeitungsqualität zu achten.

Ist die Fahrrad LED-Beleuchtung erlaubt?

Eine LED Beleuchtung bei Rücklicht und Scheinwerfer ist nicht generell verboten, aber da die Batterien, die sie betreiben oft eine unzulässige Spannung aufweisen, können Fahrradfahrer leicht auf ein Modell zurückgreifen, welches nicht StVZO-konform ist! Achten Sie beim Kauf aber darauf, dass auf der Verpackung explizit vermerkt ist, dass das jeweilige Modell nach der StVZO in Deutschland zur Fahrradbeleuchtung eingesetzt werden darf.

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