Die wichtigsten Verkehrsregeln in Schweden

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Mit dem Auto nach Schweden zu reisen, stellt für viele weiterhin die beste Möglichkeit dar, das Land zu erkunden oder genau dort unkompliziert hin zu kommen, wo der Urlaub stattfinden soll. Bei jeder Fahrt sollten jedoch auch die Verkehrsregeln in Schweden beachtet werden. Nachfolgend findet sich ein Überblick zu diesen sowie ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog in Schweden bezüglich der zu erwartenden Sanktionen.

VerstoßSanktionen
Alkohol am Steuerab 40 Tagessätzen
20 km/h zu schnell ab 250 EUR
über 50 km/h zu schnell ab 420 EUR
Rote Ampel missachtetab 260 EUR
Handy am Steuer160 EUR
Gurtpflicht missachtet160 EUR
Parkverstoßab 20 EUR

(Stand: Januar 2018)

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Weitere Infos zum Thema

Autofahren in Schweden: Das ist zu beachten

Es ist ratsam, die Verkehrsregeln in Schweden vor dem Reiseantritt zu kennen.

Es ist ratsam, die Verkehrsregeln in Schweden vor dem Reiseantritt zu kennen.

Ob nun Schweden durch eine Rundreise mit dem Auto entdeckt bzw. die Ostseeküste unsicher gemacht werden soll oder einfach nur ein Tagesausflug von Stockholm nach Uppsala geplant ist, das eigene Fahrzeug oder ein Mietwagen bieten viele Freiheiten.

Die Verkehrsregeln auch in Schweden zu kennen, hat nicht nur den Vorteil, dass Bußgeldbescheide vermieden und das Unfallrisiko minimiert wird, sondern auch, dass sich Reisende besser zurechtfinden. Unkenntnis ist auch in Skandinavien kein Grund, um ein Bußgeld herumzukommen.

Wer in Schweden mit dem Auto unterwegs sein will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und eine gültige Fahrerlaubnis besitzen. Für Bürger der Europäischen Union ist der EU-Führerschein ausreichend, ein internationaler nicht notwendig. Dieser wird in Schweden in der Regel jedoch auch anerkannt. Sinnvoll kann es auch sein, neben den Fahrzeugpapieren auch die Grüne Versicherungskarte in Schweden dabei zu haben.

Die Verkehrsregeln schreiben in Schweden zudem auch vor, dass der Fahrzeugführer darauf zu achten hat, dass alle Insassen angeschnallt sind. Kinder kleiner als 135 cm dürfen nur mitfahren, wenn sie in einem Kindersitz gesichert sind.
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Weitere wichtige Verkehrsvorschriften

In Schweden gilt das ganze Jahr auch tagsüber eine Lichtpflicht. Das heißt, entweder muss das Abblendlicht verwendet werden oder die Tagfahrleuchten eingeschaltet sein. Wird ohne Licht gefahren, ist mit Sanktionen zu rechnen.

Ein Bußgeld droht in Schweden auch, wenn Fahrer mit dem Handy am Steuer erwischt werden. Seit dem 01. Februar 2018 ist eindeutig geregelt, dass in motorbetriebenen Fahrzeugen kein Handy, Navi oder sonstige Kommunikationsausrüstung während der Fahrt in der Hand gehalten werden dürfen. Das Telefonieren ist also nur mit einer Freisprechanlage erlaubt.

Wer in Schweden mit dem Auto einen Wildunfall hat, muss dies der Polizei melden.

Wer in Schweden mit dem Auto einen Wildunfall hat, muss dies der Polizei melden.

Sind Urlauber im Winter auf Tour, gilt es die Winterreifenpflicht von Dezember bis März zu beachten. Die Reifen müssen eine M+S-Kennzeichnung haben und bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen eine Mindestprofiltiefe von 3 mm aufweisen.

Die Verkehrsregeln in Schweden geben im Winter zudem auch vor, dass genügend Frostschutzmittel im Wischwasser vorhanden sein muss sowie eine Schaufel mitzuführen ist. Schneeketten und Spikes können montiert werden, wenn es die Witterungsbedingungen erforderlich machen. Die Spikes müssen dann jedoch auf allen Reifen des Fahrzeugs montiert sein.

Vorschriften für das Verhalten bei einem Unfall oder einer Panne

Gemäß den Verkehrsregeln muss in Schweden bei Unfällen mit Personen- oder schweren Sachschäden immer die Polizei verständigt werden. Zudem dürfen Beteiligte denn Unfallort nicht verlassen und die Fahrzeuge nicht bewegt werden. Reisende sollten darauf achten, dass sie einen europäischen Unfallbericht ausfüllen.

Jede Kollision mit einem großen Tier (Elch, Hirsch, Rentier, Wildschwein, Bär oder Wolf) müssen Fahrer der Polizei melden, auch wenn das Tier nicht verletzt oder getötet wurde. Zudem muss die Unfallstelle nach einem Wildunfall auch hier gekennzeichnet werden. Kam es zu einem Unfall mit einem kleinen Tier (Dachs, Hase, Fuchs usw.) besteht keine Meldepflicht.

Verlassen Fahrer ihre Autos nach einem Unfall oder einer Panne außerhalb geschlossener Ortschaften, ist eine Warnweste anzulegen und ein Warndreieck aufzustellen.

Promillegrenze und Geschwindigkeitsbegrenzung in Schweden

Das Autofahren in Schweden ist nur bis 0,2 Promille erlaubt.

Das Autofahren in Schweden ist nur bis 0,2 Promille erlaubt.

Dass der Alkohol in Schweden etwas teurer und nur in bestimmten Geschäften erhältlich ist, wird den meisten Schwedenkundigen bekannt sein. Neben den restriktiveren Regelungen zum Verkauf gibt es in Schweden eine niedrigere Promillegrenze als in Deutschland.

Die Alkoholgrenze liegt laut Verkehrsregeln in Schweden bei 0,2 Promille. Zudem gibt es keine festgelegten Bußgelder, denn die Sanktionen werden individuell durch ein Gericht festgelegt. So kann es beispielsweise bei Werten zwischen 0,21 und 1,0 eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten geben. Dabei orientiert sich die Geldstrafe am Monatsverdienst und wird in Tagessätzen angegeben.

Bei Alkoholverstößen droht in Schweden zudem auch die Entziehung des Führerscheins. Ein ausländischer Führerschein wird in der Regel dann mit dem Vermerk „nicht gültig in Schweden“ versehen.

Neben der Promillegrenze legen die Verkehrsregeln in Schweden auch die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten fest. Wird die Geschwindigkeit in Schweden nicht durch Verkehrszeichen geregelt, gelten die allgemeinen Vorschriften.

Innerhalb geschlossener Ortschaften sind maximal 50 km/h zulässig, wenn keine Verkehrsschilder etwas anders angeben. Außerhalb geschlossener Ortschaften sind höchstens 70 km/h erlaubt. Auf Autobahnen in Schweden gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 110 bzw. 120 km/h.

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Maut in Schweden

Für das Befahren einiger Brücken sowie einiger Städte werden in Schweden Gebühren erhoben. So muss beispielsweise eine Maut für die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden bezahlt werden. Auch die Brücken in Sundsvall und in Motala sind gebührenpflichtig.

Die sogenannte City-Maut in Stockholm und Göteborg muss seit 2015 auch für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen entrichtet werden. Eine allgemeine Autobahn- oder City-Maut gibt es in Schweden nicht.

Bußgeld aus Schweden: Ist das in Deutschland von Bedeutung?

Ein Bußgeld aus Schweden kann in Deutschland vollstreckt werden.

Ein Bußgeld aus Schweden kann in Deutschland vollstreckt werden.

Verstöße gegen die Verkehrsregeln in Schweden können entweder sofort vor Ort verlangt werden oder in Form eines Bußgeldbescheids aus dem Ausland per Post zugestellt werden. Doch müssen Urlauber einen solchen Bescheid überhaupt beachten, wenn sie wieder zu Hause sind?

Schweden hat als Mitglied der Union den EU-Rahmenbeschluss zur Geldsanktionenvollstreckung (RBGeld) in nationales Recht umgesetzt. Das bedeutet, dass Bußgelder ab einer Höhe von 70 Euro auch in Deutschland vollstreckt werden können. Hierfür beantragen die schwedischen Behörden Vollstreckungshilfe beim Bundesamt für Justiz (BfJ), welches diesen Antrag prüft und die Vollstreckung gegebenenfalls durchführt. Für die Berechnung der Bagatellgrenze wird nicht nur das eigentliche Bußgeld herangezogen, sondern auch etwaige Verwaltungs- und Mahngebühren.

Vollstreckt werden können Bußgelder. Fahrverbote sind nur in Schweden gültig. Dieser Fakt und auch nicht bezahlte geringe Beträge können bei der Wiedereinreise zu Schwierigkeiten führen. So kann bei einer Kontrolle die Ein- oder Weiterreise untersagt werden bzw. erst dann wieder erlaubt sein, wenn die offenen Beträge beglichen sind.

Weist der Bescheid Fehler auf oder sind sich Urlauber sicher, dass sie gegen keine Verkehrsregeln in Schweden verstoßen haben, kann ein Einspruch sinnvoll sein. Im Zweifel ist es ratsam, sich an einen deutschsprachigen Anwalt in Schweden zu wenden.
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