Führerscheinklasse AM – Rollerführerschein & Mopedführerschein

Auf dem Weg zum Motorradführerschein ist der Rollerführerschein eine Vorstufe. Jede Fahrschule bietet eine solche Ausbildung an.
Auf dem Weg zum Motorradführerschein ist der Rollerführerschein eine Vorstufe. Jede Fahrschule bietet eine solche Ausbildung an.

Der Führerschein fürs Kleinkraftrad” fasst seit Januar 2014 zwei alte Führerscheinklassen zur Klasse AM zusammen: Klasse S (Quadführerschein) und Klasse M (Rollerführerschein) können also nicht mehr separat absolviert werden.

In unserem Artikel fassen wir kurz und prägnant alle Infos zum Roller- bzw. Mopedführerschein zusammen. Die Kosten der Prüfung werden dabei genauso unter die Lupe genommen wie die technischen Restriktionen und weitere Voraussetzungen, die für den Führerschein der Klasse AM gelten.

Dabei ist zu beachten, dass die Ausbildung dieser Klasse vor allem günstig ist, jedoch nicht als Motorradführerschein bezeichnet werden kann.
Die Führerscheinklasse AM ist eine Art Vorstufe für junge Menschen, die mit einem eigenen kleinen Roller oder Moped fahren wollen.

Motorroller & Moped – Führerschein der Klasse AM für gemütliche Verkehrsteilnehmer

Mit dem Rollerführerschein dürfen Sie auch Quad fahren. In der Fahrschule wird jedoch meistens auf dem Roller oder Moped geübt.
Mit dem Rollerführerschein dürfen Sie auch Quad fahren. In der Fahrschule wird jedoch meistens auf dem Roller oder Moped geübt.

Paragraph 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung fasst die Fahrzeuge zusammen, die zu fahren der Erwerb vom Klasse-AM-Führerschein berechtigt:

(1) Die Fahrerlaubnis wird in folgenden Klassen erteilt:
Klasse AM:

  • Zweirädrige Kleinkrafträder (auch mit Beiwagen) mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einer elektrischen Antriebsmaschine oder einem Verbrennungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm3 oder einer maximalen Nenndauerleistung bis zu 4 kW im Falle von Elektromotoren,
  • Krafträder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einer elektrischen Antriebsmaschine oder einem Verbrennungsmotor mit einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm3, die zusätzlich hinsichtlich der Gebrauchsfähigkeit die Merkmale von Fahrrädern aufweisen (Fahrräder mit Hilfsmotor),
  • dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge jeweils mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einem Hubraum von nicht mehr als 50 cm3 im Falle von Fremdzündungsmotoren, einer maximalen Nutzleistung von nicht mehr als 4 kW im Falle anderer Verbrennungsmotoren oder einer maximalen Nenndauerleistung von nicht mehr als 4 kW im Falle von Elektromotoren; bei vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen darf darüber hinaus die Leermasse nicht mehr als 350 kg betragen, ohne Masse der Batterien im Falle von Elektrofahrzeugen.

Ob als Quad-, Moped- oder Rollerführerschein: Keines der fetzigen Fahrzeuge darf mehr als 45 km/h auf dem Tacho haben. Der Hubraum darf 50 cm3 nicht übersteigen und die Motorleistung muss auf 4 kW (knapp 6 PS) beschränkt sein. Vorsicht ist dabei insbesondere beim Scootertuning geboten.

Mindestalter für den Rollerführerschein – mit 14 schon im Sattel? Nicht in Deutschland.

Laut EU-Verordnung ist es jedem Mitgliedsstaat freigestellt, das Mindestalter für den Führerschein für Moped, Roller und Quad zwischen 14 und 18 Jahren festzusetzen. In Deutschland kann der AM-Rollerführerschein mit 16 Jahren erworben werden.

Bis April 2018 läuft in den Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ein Projekt, welches erlaubt, die Prüfung für den Mopedführerschein mit 15 Jahren zu absolvieren. Hier kann man sich also für den Rollerführerschein schon mit 14 anmelden.

Fahrrad mit Hilfsmotor – Kein Führerschein fürs Mofa

Wer ein Mofa fahren will, braucht dafür keinen AM-Führerschein. Die Kosten dafür können Sie sich sparen.

Der Rollerführerschein kann mit 16 gemacht werden. Praktisch jede Fahrschule bietet  die Klasse AM an.
Der Rollerführerschein kann mit 16 Jahren gemacht werden. Praktisch jede Fahrschule bietet die Klasse AM an.

Sattdessen gibt es an Fahrschulen Kurse, bei denen Sie nach erfolgreicher Teilnahme eine Prüfungsbescheinigung erhalten. Diese berechtigt Sie zum Führen der motorisierten Fahrräder.

Allerdings wird diese Bescheinigung hinfällig, wenn Sie einen Mopedführerschein besitzen. Im Preis für den AM-Führerschein ist die Mofa-Prüfungsbescheinigung also enthalten.

Aus diesem Grund lohnt es sich, bei der Fahrschule statt nur nach einer Prüfungsbescheinigungn gleich nach dem Führerschein für den Roller zu fragen. Die AM-Prüfung ist nicht viel teurer und schließt gleich mehrere Fahrzeuge ein.

Wie teuer ist ein Rollerführerschein? Die Kosten variieren

Es kommt, wie bei jedem Führerschein, bei der Klasse AM in puncto Kosten darauf an, wie viele Praxisfahrstunden ein Fahrschüler benötigt, um fit für die Prüfung zu sein. Auch kann es Mehrkosten verursachen, wenn die Theorie- oder Praxisprüfung nicht bestanden wird und deshalb wiederholt werden muss.

Was kostet der Führerschein der Klasse AM? Diese Kosten müssen beim Rollerführerschein eingeplant werden.

Grundgebühr: ca. 100 €
je Praxisfahrstunde: ca. 25 €
Materialien für den Unterricht: ca. 40 €
Anmeldegebühr für Theorie: ca. 40 €
Anmeldegebühr für Praxis: ca. 75 €

Dazu kommen Kosten für den Erste-Hilfe-Kurs und TÜV-Gebühren. Insgesamt sollte die Führerscheinklasse AM etwa 500 € Kosten. Der Mopedführerschein ist also schon für junge Menschen erschwinglich, die kein oder nur ein geringes Einkommen haben.

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{ 2 Kommentare… add one }
  • Marc O. 17. Juni 2018, 5:29

    Wann wurden denn die Durchschnittskosten berechnet. Also ich habe mich derzeit bei Fahrschulen in Saarbrücken (Saarland) erkundigt. Die Günstigste bisher:
    Grundgebühr 210 €
    Fahrstunde 33 €
    Anmeldegebühr Praxis: 140,25
    Anmeldegebühr Theorie 60,51
    TÜV Gebühr Theorie 22,49
    TÜV Gebühr Praxis 91,75
    Also schon 525 € ohne Fahrstunden, Erste Hilfe, Sehtest, Lehrmaterialien und Ausstellgebühr Führerschein

    • bussgeld-info.de 18. Juni 2018, 11:02

      Hallo Marc,

      die Kosten können je nach Bundesland und je nach Anbieter variieren.

      Ihr Team von bussgeld-info.de

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