Wertsteigerung beim Auto – mit diesen Tipps verkaufen Sie gewinnbringend

Ist ein Oldtimer eine Wertanlage? Alles zur Wertsteigerung beim Auto.

Ist ein Oldtimer eine Wertanlage? Alles zur Wertsteigerung beim Auto.

Sind Sie vermögend oder aus irgendeinem Grund an eine größere Menge Geld gekommen? Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch! Nun wird Ihnen das fragwürdige Privileg zuteil, den Geldsegen auch vernünftig anzulegen. In Aktien vielleicht, oder in Immobilien?

Es gibt viele Möglichkeiten und eine, von der fast immer abgeraten wird, sind Autos. Als Gebrauchsgegenstände verlieren die Transportmittel zu schnell an Wert. Und doch gibt es eine lebhafte Szene begeisterter Autosammler, die obszöne Summen in ihre Blechkutschen investieren und sie im Sommer stolz auf Paraden und Messen in ganz Deutschland präsentieren.

Häufig werden dabei abenteuerliche Summen für gut erhaltene Sammlerstücke gezahlt. Doch wie erzielen Sie eine Wertsteigerung beim Auto? Welche Risiken sind damit verbunden? Dieser Ratgeber beantwortet Ihnen die wichtigsten Fragen und liefert einige Tipps, wie Sie bei Ihrem Oldtimer eine Wertsteigerung erreichen.

Die Wertsteigerung beim Auto – darauf ist zu achten

Grundsätzlich sind Autos Gebrauchsgegenstände. Es ist also wenig realistisch, Ihren Familienwagen mit 200.000 Kilometern noch zu einer Wertanlage umfunktionieren zu wollen. Auf dem Automarkt gelten besonders bestimmte Automarken mit viel Tradition und gutem Ruf als Wertanlagen, da sie schon viele zeitlose Oldtimer hervorgebracht haben oder als stilprägend gelten.

Im Grunde ist aber eine Investition in eine Auto ähnlich einer Investition in Aktien. Sie ist mit einem Risiko verbunden, da der “Kurs” eines Autos steigt und fällt. Wenn Sie heute ein Auto kaufen, können Sie nie sicher sein, dass sich sein Wert im Laufe der Jahre steigern wird. Hinzu kommt, dass Autos ein hohes Maß an laufenden Kosten erzeugen, gewartet und gepflegt werden müssen.

Diese Faktoren sind für den Wert Ihres Autos entscheidend

Auch das Modell bestimmt die Wertsteigerung beim Auto mit. Wählen Sie also weise.

Auch das Modell bestimmt die Wertsteigerung beim Auto mit. Wählen Sie also weise.

Wenn Sie über den Kauf eines Oldtimers nachdenken oder in ein neues Auto investieren möchten, in der Hoffnung, es einmal gewinnbringend verkaufen zu können, ist weniger entscheidend, wie lange der Wagen noch TÜV hat. Vielmehr sollten Sie diese Faktoren beachten, die für Werterhalt und Wertsteigerung beim Auto entscheidend sein können:

Automarke

Die Automarke ist ein wichtiger Faktor beim Autokauf, da sie oft für Qualität steht und ein gewisses Prestige mit sich bringt. Beim Investment in ein Auto als Wertanlage müssen die Ansprüche an die Marke allerdings erhöht werden. Hier sind besonders Marken entscheidend, die

  • bereits lange bestehen
  • auf viel Tradition und Geschichte zurückblicken
  • schon des Öfteren teure und wertstabile Modelle produziert haben
  • für wegweisendes Design bekannt sind.

Niemand weiß heute genau, wie der Traumwagen von morgen aussieht. Geschmäcker und Trends ändern sich und einige modische Besonderheiten leben länger als andere. Wie Prilblume und Jeansjacke können auch Autos in ihrem Leben eine Achterbahnfahrt aus Wertverlust und Wertsteigerung durchmachen. Ein Auto von prestigeträchtigen Firmen wie Ferrari oder Aston Martin ist deshalb oft ein guter Anfang für die Suche nach Investitionen.

Autotyp

Noch wichtiger – da konkreter – als die Marke ist das Modell selbst. So faszinierend und beeindruckend die Geschichte z. B. von Ferrari ist, auch sie ist durch den ein oder anderen Fehltritt befleckt. Es gibt hingegen andere Modelle, die der Zeit besonders gut standgehalten haben.

Dazu gehören beispielsweise der Porsche 911 und der VW Bulli. Beide sind Stilikonen, profitieren von einem hohen Wiedererkennungswert und ihr Design hat über mehrere Jahrzehnte hinweg dem wechselhaften Geschmack des Marktes getrotzt. Wer die Wertsteigerung bei seinem Auto beabsichtigt, sollte sich also nach ähnlichen Modellen erkundigen.

Zustand des Wagens

Zur Wertsteigerung am Auto ist der Zustand, in dem sich der Wagen befindet, ein wichtiger Faktor.

Zur Wertsteigerung am Auto ist der Zustand, in dem sich der Wagen befindet, ein wichtiger Faktor.

Wenig überraschend ist auch der Zustand für die Wertsteigerung beim Auto entscheidend. Je besser Ihr Auto erhalten ist und gepflegt wurde, desto geringer ist der Wertverlust. Auch gilt Ihr Auto nach dem deutschen Recht nur dann als Oldtimer und erhält ein H-Kennzeichen, wenn es weitestgehend dem Originalzustand entspricht und gut erhalten ist.

So ermitteln Sie den Wert Ihres Autos

Wenn Sie die Preise von Gebrauchtwagen oder Oldtimern ermitteln wollen, gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten der Fahrzeugbewertung. Allerdings bieten sich bei höherpreisigen Modellen einige Methoden eher an. Verschiedene Optionen sind:

  • Fahrzeugbewertung beim unabhängigen Gutachter
  • Schätzung beim Händler
  • Schwacke-Preisliste
  • Online-Checks

Da Sie beim Verkauf eines Oldtimers in der Regel mehr Zeit einplanen, als beim heruntergekommenen Kleinwagen, kommt zur Schätzung am ehesten das unabhängige Gutachten in Frage. Ein unabhängiger Gutachter wird ihren Wagen auf Herz und Nieren überprüfen und eine Wertsteigerung am Auto sachlich und mit realistischer Preisangabe feststellen. Dafür müssen Sie beim Gutachter Kosten von ungefähr 150 € einplanen.

Ein Händler hingegen bewertet ihr Auto zwar kostenlos, hat aber immer die Absicht, ihr Auto günstig zu erwerben und gewinnbringend wieder zu verkaufen. Daher fällt eine Schätzung hier in der Regel zu Ihrem Nachteil aus. Schwacke-Liste und Online-Check sind zwar Möglichkeiten, Ihnen eine Preisorientierung zu geben, sind aber in aller Regel zu ungenau um Auskunft über den Wert Ihres Autos unter Berücksichtigung aller Mängel und möglicher Sonderausstattung zu geben.

Wertsteigerung beim Oldtimer – Wertanlage oder nicht?

Lohnt die Wertsteigerung beim Auto die Mühe? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Autos brauchen als Gebrauchsgegenstände immer viel Pflege, um verkaufbar zu bleiben. Dieser hohe Grad an Fürsorge kostet viel Zeit und Geld. Daher ist wohl immer ein gewisser Grad an Leidenschaft erforderlich, wenn Sie darüber nachdenken, in Autos zu investieren.

Auf die Wertsteigerung vom Auto zu spekulieren ist für einige Menschen ein sehr lukratives Geschäft.

Auf die Wertsteigerung vom Auto zu spekulieren ist für einige Menschen ein sehr lukratives Geschäft.

Doch die Statistik gibt den Sammlern und Investoren recht: Viele Modelle nehmen schon seit Jahren konstant an Wert zu. Dazu zählen nicht nur Oldtimer, sondern auch sogenannte Youngtimer, die zwischen 20 und 30 Jahren alt sind.

Im Jahr 2016 erlangte der Spitzenreiter auf dem Gebiet der Wertsteigerung beim Auto ein Plus von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Viele einschlägige Magazine haben es sich zur Aufgabe gemacht, die “Oldtimer von morgen” ausfindig zu machen und stellen jedes Jahr neue Modelle vor, in denen sie den nächsten Klassiker vermuten. Während die Lektüre dieser Artikel nicht schaden kann, ist doch vor einer großen Investition immer Vorsicht geboten.

Ihr Auto muss zur Wertsteigerung möglichst alt werden, damit es über Jahre an Wert zulegen kann. Deshalb sollten Sie schon beim Kauf einen Gutachter oder befreundeten Experten zu Rate ziehen, der Sie davor abhält, Ihr Geld in einen mangelhaften Wagen zu investieren.

Wann gilt Ihr Auto als Oldtimer?

In Deutschland sind das Prädikat “Oldtimer” und das damit verbundene H-Kennzeichen an bestimmte Vorlagen gebunden, die in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) festgelegt sind. Demnach gilt ein Auto als Oldtimer, wenn es

  • vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurde,
  • weitestgehend dem Originalzustand entspricht,
  • in einem guten Erhaltungszustand ist,
  • zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dient.

Für Oldtimer gilt: Neben einer Wertanlage ist Ihr Auto jetzt auch noch eine Steuerersparnis. Wenn Sie die Gebühren für Gutachten und Zulassung über sich ergehen lassen und sich ein H-Kennzeichen zulegen, wird die Autosteuer unabhängig vom Autotyp auf 191,74 Euro festgelegt. Bei Motorrädern sind es 46,02 Euro.

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