Bußgeldkatalog: Straßenverkehr – Was Sie beachten sollten

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Hier finden Sie den aktuellen Bußgeldkatalog Straßenverkehr 2017, der die Bußgelder bei Verkehrsverstößen definiert.

TatbestandBußgeldPunkteFahrverbotBemerkung
Wenden, Rückwärtsfahren, Fahren entgegen der Fahrtrichtung (auch der Versuch ist strafbar) auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen3 Je nach Tatbegehung Geldstrafe, Führerscheinentzug und Freiheitsstrafe bis 5 Jahre gemäß § 315c StGB
... in Ein- und Ausfahrten75 EUR1
... auf Nebenfahrbahn oder Seitenstreifen130 EUR1
... auf der durchgehenden Fahrbahn200 EUR2 1 Monat
Wenden im Tunnel60 EUR 1
Seitenstreifen zum schnelleren Vorwärtskommen benutzt75 EUR1
Abschleppen eines liegengebliebenen Fahrzeuges über die nächstliegende Ausfahrt hinaus oder beim Abschleppen auf die Autobahn eingefahren20 EUR
Nicht möglichst weit rechts gefahren, obwohl dies möglich gewesen wäre, mit Gefährdung80 EUR1
Benutzung mit einem bauartbedingt nicht zulässigen Fahrzeug (Höchstgeschwindigkeit unter 60 km/h oder Höchstabmessungen zusammen mit der Ladung überschritten)20 EUR
Einfahren an unzulässigen Stellen25 EUR
... mit Sachbeschädigung35 EUR
Bei stockendem Verkehr auf der Autobahn keine Mittelgasse für Polizei oder Rettungsfahrzeuge gebildet20 EUR
Beim Einfahren Vorfahrt des fließenden Verkehrs nicht beachtet25 EUR

Wenden, Rückwärts fahren und entgegen der Richtung fahren

Sanktionen im Bußgeldkatalog: Verstöße im Straßenverkehr ziehen ein Bußgeld nach sich.

Sanktionen im Bußgeldkatalog: Verstöße im Straßenverkehr ziehen ein Bußgeld nach sich.

Im Bußgeldkatalog sind Sanktionen für Verkehrsverstöße aus verschiedenen Bereichen abgedeckt. Unter anderem sind Bußgelder für das Wenden, das Rückwärtsfahren und das Fahren in die falsche Richtung festgelegt. Dabei richtet sich die Höhe der jeweiligen Sanktion nach der Art der ordnungswidrig befahrenen Straße.

Außerdem müssen Deutsche nicht nur darauf achten, Rück­sicht auf andere Autofahrer zu nehmen, sondern auch auf Kinder und Radfahrer im Straßenverkehr aufpassen. Mit einem Bußgeldbescheid von 80 Euro und einem Punkt in Flensburg müssen Sie rechnen, wenn Sie wenden oder rückwärts fahren und dabei durch einen Mangel an Vorsicht andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Deutlich härter fällt das Strafmaß beim Wenden, Rückwärtsfahren oder dem Fahren in die falsche Richtung auf der durchgehenden Fahrbahn aus, wenn dies auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen geschieht. Hier wird der Verstoß gegen die StVO mit einem hohen Bußgeld von 200 Euro, zwei Punkten im Verkehrszentralregister und sogar einem einmonatigen Fahrverbot geahndet.

Hierbei handelt es sich dann um eine der sieben „Todsünden“ im Straßenverkehr. Hat der Fahrer damit gleichzeitig noch einen anderen Verkehrsteilnehmer – wie ein Kind oder einen Radfahrer – in Gefahr gebracht, kann der Verstoß mit einem Bußgeld, drei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot geahndet werden. Im schlimmsten Fall droht laut § 315c des Strafgesetzbuches (StGB) sogar eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine hohe Geldstrafe.

In Gefahr bringt ein Fahrzeugführer einen anderen Teilnehmer am Straßenverkehr nicht, wenn Letztere sich beim Ausführen des Verstoßes nur in der Nähe befinden. Es muss eine ernsthafte Bedrohung vorhanden sein, beispielsweise indem durch zu geringen Abstand zu einer Person oder einem Auto im Straßenverkehr fast ein Schaden verursacht wurde.

Verhalten im Straßenverkehr auf der Autobahn in Deutschland

Für den Verkehr auf der Autobahn gelten spezielle Regeln.

Für den Verkehr auf der Autobahn gelten spezielle Regeln.

Für den Straßenverkehr und das Verhalten auf Autobahnen gelten besondere Regeln. Verstöße gegen diese wurden in den Bußgeldkatalog aufgenommen. Zum einen ist festgelegt, dass ein Autofahrer ordnungswidrig in Deutschland handelt, wenn er den Seitenstreifen der Autobahn nutzt, um schneller vorwärts zu kommen.

Wozu darf der rechte Seitenstreifen aber dann befahren werden? Der Seitenstreifen wird auf Straßen innerorts zum Parken benutzt und wird Parkstreifen genannt.

Außerorts – an Autobahnen oder ähnlichen Straßen – wird der Seitenstreifen, auch Standstreifen genannt. Er dient Autos mit einer Panne zum Anhalten, um zu vermeiden, dass sie den weiteren Straßenverkehr behindern oder gar für einen Unfall sorgen.

Wird auf der Autobahn oder Kraftfahrtstraße der Seitenstreifen entgegen der Fahrtrichtung befahren, wird beispielsweise ein Bußgeld von 130 Euro fällig und ein Punkt im Verkehrszentralregister droht.

Es gibt Ausnahmesituationen, die das Befahren des Seitenstreifens erlauben. Dies wird dann durch entsprechende Schilder klargestellt. Ausnahmesituationen sind beispielsweise ein Unfall, der das Befahren der Fahrbahn durch ein Auto erschwert, oder der Einsatz eines Rettungswagens. Einige Standstreifen dürfen auch, natürlich erst nach rechtmäßiger Freigabe, bei zu starkem Verkehr genutzt werden.

Ein anderer Punkt bezüglich der Nutzung von Autobahnen, welcher im Bußgeldkatalog zum Thema Straßenverkehr genannt wird, besteht aus dem Abschleppen eines Autos mit einer Panne. Und zwar dürfen diese laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) niemals von außerhalb auf eine Autobahn gebracht werden. Schließlich handelt es sich um einen großen Unterschied in der Geschwindigkeit zwischen dem Fahrzeug, welches das betriebsunfähige Kraftfahrzeug abschleppt, und dem restlichen Verkehr auf der Autobahn.

Natürlich bleibt ab und zu ein Fahrzeug auf der Autobahn liegen und es bleibt nichts anderes übrig, als es von dort aus abzuschleppen. Der Fahrer eines Fahrzeuges, welches nicht mehr genügend Kraftstoff zum Fahren hat, verstößt nicht gegen die StVO. Allenfalls ein Verwarnungsgeld kann verhängt werden, wenn der Kraftstoffmangel abzusehen war. Dies trifft wohl in den meisten Fällen zu. Das Abschleppen des liegengebliebenen Autos ist nur bis zur nächsten Ausfahrt auf der Autobahn zulässig. Befolgt man dies nicht, wird ein Bußgeld von 20 Euro fällig.

Park- und Halteverstöße

Zu dem rechtmäßigen Verhalten im Straßenverkehr gehört natürlich nicht nur das Fortbewegen mit dem Fahrzeug, sondern auch das Halten und Parken. Hierbei müssen auch einige Regelungen beachtet werden. Wenn im absoluten Halteverbot geparkt wird, droht ein Bußgeld von bis zu 35 Euro. Wird an dieser Stelle nur gehalten, beträgt das Bußgeld maximal 15 Euro.

Wo ist das Parken unzuässig?

Wo ist das Parken unzuässig?

Wo ist das Halten unzulässig?

  • An engen und an unübersichtlichen Straßenstellen
  • Auf Einfädelungs- und auf Ausfädelungsstreifen
  • Vor und in Feuerwehrzufahrten
  • In der Nähe von scharfen Kurven

Wo ist das Parken unzulässig?

  • Wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert
  • Vor einer Grundstückseinfahrt
  • Bis zu 5 Metern von einer Kreuzung beziehungsweise Einmündung entfernt
  • Vor einer Bordsteinabsenkung
  • Über Verschlüssen, beispielsweise Schachtdeckeln, wo durch ein Zeichen das Parken auf dem Gehweg gestattet ist
Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →
{ 0 Kommentare… add one }

Neuen Kommentar verfassen

[x] Schließen
Bußgeldkatalog als PDF
Der aktualisierte Bußgeldkatalog des VFBV e.V. zum Download und Ausdrucken.
Jetzt kostenlos per E-Mail anfordern:
Mit dem Absenden akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.